3 x Urlaub?

3 x Urlaub?

Urlaub
hieß
anno dazumal:
Einfach nur weggehen zu dürfen.
Das war die Bedeutung vor vielen Jahren.
Endlich zu Hause warme Milch schlürfen
Und um sich die ganze Familie scharen.
Von oben gab es für bestimmte Zeit
die Erlaubnis, sich zu verabschieden –
Aus Ritterdiensten, aus der Fronarbeit.
Auf der Heimkehr wurden Umwege vermieden.
Mann durfte nach Hause durch Adels Gnaden.
Er war für diese Frist fröhlich und frei.
Vielleicht war sein Bündel mit Geschenken beladen.
Im Gepäck waren immer viele Erlebnisse dabei. Weiterlesen

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Mückenzucht

Mückenzucht

Dem Formelspruch „Wasser ist Leben“
Dem kann man wirklich Recht nur geben.
Ein Eimer Wasser klar und rein,
der wird nicht lang alleine sein.
Die Regentonne, die zum Gießen
Wird uns vielleicht sogar verdrießen,
wenn schon nach allzu kurzer Zeit
´zig Mücken machen sich dort breit.
Man glaubt es nicht nach ein paar Wochen
Bin ich von ihnen gar gestochen.
Mein Wasservorrat bringt mir Frucht
In einer miesen Mückenzucht. Weiterlesen

Unterm Seerosenblatt

Wenn Sonnenkraft Stillwasser wärmt,
Erscheinen große Blätter.
Auf diesen bald ein Grünfrosch lärmt
im frohen Maienwetter.
Seerosenblatt zeigt sich erst rot,
wird später dann ergrünen –
Dient vielen Tieren als ein Boot.
Den kleinsten wie den Hünen.
Am Sonnendeck da ist viel los –
Gibt Streit um beste Plätze.
Dabei ist doch die Fläche groß
Für viele Ruhegäste.
Die Unterseite von dem Blatt
Ist auch begehrt zum Weilen.
Was hier dann Platz gefunden hat,
kann besser Wohnraum teilen. Weiterlesen

Wenn Fliegen köchern

Wer einfach nur mal staunen will,
beobachtet die Larven
von Köcherfliegen abends still,
die gehen selten schlafen.
Wenn’s dunkel wird am Bachesgrund,
Werden die Tiere munter.
Zur dämmerigen Abendstund
Wird dann ihr Leben bunter.

Gefressen wird am Erlenblatt,
das schmeckt ihnen am besten.
Auch totes Holz macht ziemlich satt
Gebiss lässt sich dort testen.
Wenn Darm gefüllt, fängt Arbeit an:
Denn Köcher gilt’s zu richten.
So jede Nacht kommt etwas dran,
man muss es vorher sichten. Weiterlesen

Die alte Kanne

Die alte Kanne

Es nähert sich fast der Manie –
Sie brachte uns vor zwei, drei Jahren
Zusammen. Beim Trödeln fand ich sie
Eine uralte Kanne unter vielen Waren.
Man muss sich heut schon richtig quälen
Durch riesige Berge von gebrauchtem Müll,
Um etwas „Gold“ hier herauszuschälen,
was äußerst selten nur gelingen will.
Im Innern treibt ein sklavischer Drang,
der immer neu mich stark befeuert.
Im Kopfe spukt ein toller Fang,
der meine Jagdlust rasch erneuert.
So kam, was scheinbar kommen musste: Weiterlesen

Apfelfall

Apfelfall

Seit Tagen fallen sie ins Gras
Mit plumpem Aufprallton.
Den Vögeln macht das großen Spaß.
Sie picken fleißig schon.

Die klaren Äpfel madenfies
Sie reifen um so schneller.
Der Baum sie einfach fallen ließ –
Der Boden wird zum Teller. Weiterlesen

Corbicula

Corbicula
oder
die Invasion der Körbchenmuscheln

Ich traf sie jüngst am Sonntag ziemlich vorbereitet.
Eine Kanuexkursion zur Lippe hat mich zu ihnen geleitet.
Die südostasiatische Körbchenmuschel Corbicula
Lebt im Vater Rhein inzwischen schon über 20 Jahr.
Im Sandbett des Flusses stecken die Muscheln sehr gern.
Ihre ursprüngliche Heimat ist wirklich sehr fern.
Sie kam nach Nordamerika über den Schiffsverkehr.
Vielleicht dann nach Europa – das weiß keiner mehr.
Im Rhein angekommen da merkte sie gleich:
Dieser Fluss der ist super – mich stört auch kein Deich.
In Rotterdam ging es los bis zum Bodensee –
Wem tat dieser Vormarsch eigentlich weh? Weiterlesen

So ein Mistkäfer

So ein Mistkäfer

So ein Mistkäfer mag das Schwüle
auch das Erdgewühle
Tief unterm Mist.

Er hat robuste Beine zum Graben
Schillert in blaugrünen Farben
Auf schwarzem Grund.

Er riecht über weite Strecken.
Lässt Mist sich sehr gut schmecken
Auf Wiesen, im Wald.

Er sorgt liebevoll für die Kinder
Vergräbt für ihre Münder
Kugeln aus Kot.

Einige Mistkäfer glänzen
Schon früh in warmen Lenzen
Krass violett. Weiterlesen

Leben braucht Boden!

Leben will Boden!

Wie viel von unserer tollen Welt
Haben wir für immer schon entstellt?
Wenn Menschheit noch mehr Flächen braucht,
damit für sie der Schornstein raucht,
dann fragt sich alle Kreatur:
Wo bleibt für uns der Boden nur?
In Straßenschluchten unserer Städte
Hat Boden wenig Lebensstätte.
So gründlich ist hier asphaltiert
und Pflaster wird grau etabliert.
Gottlob entstehen auch mal Risse
Urban gedüngt durch Hundepisse. Weiterlesen

Brombeeren

Brombeeren

Unheimlich früh da leuchten sie
Pechschwarze Brombeerfrüchte.
Es ist soeben grad Juli –
Ein Strauch entfacht so süße Süchte.
Ich treffe sie im fremden Garten
Von tiefstem Schwarz bis hellstem Rot.
Kann den Genuss kaum noch erwarten –
Was für ein Anblick sich mir bot!
Die Früchte riesig, ohne Makel
Kein Schimmel, Fäulnis oder Fleck
Ein traumhaftes Beerenspektakel
Ich pflück die reifen gierig weg. Weiterlesen