Ein Sommernachtstraum

Ein Sommernachtstraum

Heute liegt ein Sommernachtstraum
am späten Abend weit im Raum.
Der Tag, an dem der Regen kam,
blieb abgekühlt noch wohlig warm.
Der Boden nahm die Feuchte gern.
Die letzten Tropfen waren so fern.
Nun steigt der Nebel aus den Weiden
Die Kühe sich mit Schwaden kleiden.
Nachtfalter sind gerade aufgewacht.
Es liegt Besonders in der Nacht.
Aus Gerstenfeld im letzten Licht
ein wunderbares Gold erbricht.
Über dem Ährenmeer schwebt Dunst
als decke Christo traumhaft Kunst.
Vor diesen weißen Nebelstreifen
zwei Fledermäuse lautlos schweifen. Weiterlesen

Schwaden

p1170632Schwaden

Wie aus dem Nichts schwebt Nebel ein –
Tröpfchen so dicht und ultrafein.
Im Wiesengrund hängt Silberband
von Abendkühle aufgespannt.
Am Horizont versinkt viel Röte.
Der Sonnenball kriegt Abstiegsnöte
zeichnet Silhouetten, Baumgestelle
am Horizont mit Wolkenwelle.
Das Nebelband schwillt in die Breite
greift dabei zärtlich in die Weite,
verliert sich bald im Abendgrau.
Sein Ende sehe ich nicht genau. Weiterlesen

Advent, Advent… der Himmel brennt

p1170612Advent, Advent..
der Himmel brennt

Für zehn Minuten brannte das Himmelszelt.
Feuriges loderte in der Wolkenwelt.
Der Tag war wettermäßig
weder schön noch etwa hässlich.
Zum Abend lugte noch die Sonne hervor
Das Wolkenbett riss so manches Tor.
In der Dämmerung waren Schäfchenherden
locker am Horizont über den Erden.
Die Dezembersonnenglut
tat den Wölkchen richtig gut.
Im Nu standen sie hell in Flammen
Sie rückten enger noch zusammen,
dass nur wenig Feuer die Spalten verließ.
Im Adventlied ja es immer schon hieß:
Erst ein, dann zwei, dann drei, dann vier
dann steht ein Kindlein vor der Tür. Weiterlesen

Himmlisches

P1130098Himmlisches

The sky is red –
ein feuerrotes Himmelbett.
Seit ewig färbt der Sonnenball
die Erde rot beim Niederfall.
Gefühleglut wird ausgelöst,
wenn Untergang die Sinne stößt.
Ist alles wieder grau in grau,
dann fühlen wir wieder genau
oft Schwermut oder gar Tristesse.
Grau liefert selten Farbenstress.
Der Himmel heut wölkchenbetupft
im Feuerlicht Sehnsüchte ruft.
Im warmen Ton vom Wolkenbauch
mischt sich viel Wasserdampf wie Rauch. Weiterlesen

Kaltes Glühen

AprilröteKaltes Glühen

Kaltes Glühen im April
Spät zerreißt das graue Band –
Als zum Abend Sonne will
Röte schütten übers Land.
Wolkenbänder sich verlieren
Werden gegenlichtig blau.
Falsche Sterne schwarz verzieren
Engelwurz stellt sie zur Schau.
Doldensamen längst verflogen –
Keimen neu bald in den Mai.
Blütenstände windverbogen
Spreizen zarte Strahlen frei.
Orangerot bis lila Töne
Füllen bunt den Horizont. Weiterlesen