Gerhard Laukötter's Blog

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Ein Sommernachtstraum Heute liegt ein Sommernachtstraum am späten Abend weit im Raum. Der Tag, an dem der Regen kam, blieb abgekühlt noch wohlig warm. Der Boden nahm die Feuchte gern. Die letzten Tropfen waren so fern. Nun steigt der Nebel aus den Weiden Die Kühe sich mit Schwaden kleiden. Nachtfalter sind gerade aufgewacht. Es liegt Besonders in der Nacht. Aus Gerstenfeld im letzten Licht ein wunderbares Gold erbricht. Über dem Ährenmeer schwebt… Weiterlesen

Schwaden Wie aus dem Nichts schwebt Nebel ein – Tröpfchen so dicht und ultrafein. Im Wiesengrund hängt Silberband von Abendkühle aufgespannt. Am Horizont versinkt viel Röte. Der Sonnenball kriegt Abstiegsnöte zeichnet Silhouetten, Baumgestelle am Horizont mit Wolkenwelle. Das Nebelband schwillt in die Breite greift dabei zärtlich in die Weite, verliert sich bald im Abendgrau. Sein Ende sehe ich nicht genau.

Advent, Advent.. der Himmel brennt Für zehn Minuten brannte das Himmelszelt. Feuriges loderte in der Wolkenwelt. Der Tag war wettermäßig weder schön noch etwa hässlich. Zum Abend lugte noch die Sonne hervor Das Wolkenbett riss so manches Tor. In der Dämmerung waren Schäfchenherden locker am Horizont über den Erden. Die Dezembersonnenglut tat den Wölkchen richtig gut. Im Nu standen sie hell in Flammen Sie rückten enger noch zusammen, dass nur wenig Feuer… Weiterlesen

Himmlisches The sky is red – ein feuerrotes Himmelbett. Seit ewig färbt der Sonnenball die Erde rot beim Niederfall. Gefühleglut wird ausgelöst, wenn Untergang die Sinne stößt. Ist alles wieder grau in grau, dann fühlen wir wieder genau oft Schwermut oder gar Tristesse. Grau liefert selten Farbenstress. Der Himmel heut wölkchenbetupft im Feuerlicht Sehnsüchte ruft. Im warmen Ton vom Wolkenbauch mischt sich viel Wasserdampf wie Rauch.

Strandgut Zwischen Strand und Meer steht etwas quer. Was hier in den Sand gebaut, ist heute menschenleer. Vom Abendhimmel bunt durchschaut: gläsert der Pavillon. Es tönt ein breiter Wellenschlag, ebbt ab in lautem Brausen. An Scheiben trocknet Möwenkack, Weil sie hier rastend hausen.

Kaltes Glühen Kaltes Glühen im April Spät zerreißt das graue Band – Als zum Abend Sonne will Röte schütten übers Land. Wolkenbänder sich verlieren Werden gegenlichtig blau. Falsche Sterne schwarz verzieren Engelwurz stellt sie zur Schau. Doldensamen längst verflogen – Keimen neu bald in den Mai. Blütenstände windverbogen Spreizen zarte Strahlen frei. Orangerot bis lila Töne Füllen bunt den Horizont.