Gerhard Laukötter's Blog

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Immerlebend – Sempervivum Diese Dachwurz bleibt lebenslang klein, ist hoch oben im Gebirge sehr gemein. Sie hockt gesellig gern eng am Stein So bleibt sie selten für sich allein. In Gärten ist sie seit eher beliebt. Ein steinernes Bett man ihr vorzüglich gibt. Gezüchtet werden viele hundert Arten, die mit Formenvielfalt hier aufwarten. Im Namen steckt das Immerleben. Wird dies im Pflanzenreich es geben? Wo Leben ist, fehlt eigentlich nie der Tod…. Weiterlesen

Dankbarkeit wächst Jetzt, wo das Leben nur so sprießt, wo grünes Blatt die bunte Blüte grüßt, frag ich mich selbst, wie lang mag`s gehen – wie oft darf ich vorm Frühling noch stehen? Vor Jahren waren diese Gedanken fremd. Das Leben lief nahezu ungehemmt. Auch damals fühlte ich schon Frühlingserwachen – konnte mit Osterglocken fröhlich lachen. Sah wilde wie fromme Bienen Blüten bedrängen und den Morgentau am Krokus hängen. Zur Innerlichkeit blieb… Weiterlesen

Wie alt? Wie alt ist dieser Ammonit? Wie lange war er damals fit? Wie lange dauert wohl mein Leben? Kann keine Antwort darauf geben. Der Ammonit – das weiß die Wissenschaft – hat es im Stein auf 100 Millionen Jahre geschafft. Wie lang er selbst lebendig war, vielleicht nur dreißig, vierzig Jahr? Mein Leben neigt sich mehr zum Ende Heut kommt eine Jahrzehntenwende. Ist sie die letzte oder doch nicht? Das Schicksal… Weiterlesen

Schnee von morgen Zum Jahresende fragt mancher sich: Was wird die Zukunft bringen? Prognosen sind nicht sicherlich – So vage wie sie klingen. Ganz ungewiss auf weite Sicht bleibt allemal das Wetter. Nur Sonne zündet stetig Licht Manch armes Schwein wird fetter. Der Blick nach vorn voll Widerspruch Ahnung fühlt nicht nur Gutes. Vielleicht geht Heiles ganz zu Bruch. Und auch die Art des Mutes. Was kümmert mich der Schnee von morgen?… Weiterlesen

Die zweite Blüte Der Wind hat schon die meisten Blätter Bei nass und kaltem Schmuddelwetter Herausgefegt aus Baumeskronen – Er wird den Rest auch nicht verschonen. Der Gartengang zeigt mir Marodes Manch Pflanzenleib – geweiht des Todes. Es ist noch reichlich Arbeit hier – Die Lust dazu – weigert sich mir. Neben Vergreisten und dem Welken Blühen am Rande noch Lichtnelken. Die Schafgabe einst rückgeschnitten Will späte Bienen nochmals bitten, zu einem… Weiterlesen