Gerhard Laukötter's Blog

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Vogelspinne Ein Vogel sitzt auf einer Säule ist weder Specht oder gar Eule. Sperrt seinen Schnabel einen Spalt, als käm ein Ton wohl irgend bald. Er kriegt die Klappe nimmer zu. Ihn drückt auch selten mal der Schuh. Er thront einfach auf dem Granit – ist nicht der allergrößte Hit. Er schmückt ein wenig den Vorgarten. Kann stundenlang auf alles warten. Doch heute morgen war er vernetzt. Die Kommunikation die hält bis… Weiterlesen

Der alte Sommer Dem Sommer werden die Knie weich Im Morgen schwebt ein Nebelreich. Der heiße Hauch der letzten Wochen hat sich ins Herbstlaub kühl verkrochen. Sonne lüftet langsam Gardinen, die alles zu verbergen schienen. So schwer hing lange nicht mehr Tau. Wie ich auf späte Rosen schau, da triefen sie voll Regenblut. Windesstillheit schützt sie gut. Dem frühen Licht fehlt jedes Grelle. beleuchtet wunderbar die Stelle, wo Spinne Seidengarn vernetzt.

Im Fadenkreuz Im Fadenkreuz – das klingt nicht gut. Da ist man äußerst auf der Hut. Manch Netz ist tückisch aufgespannt. Das Opfer bleibt noch unbekannt. Soll nur der Zufall blind entscheiden, wer hier in Kürze wird bald leiden? Wer hängt im Fadenkreuze fest, das selten wieder frei was lässt? In der Natur ist es die Spinne. Sie schärft zum Fangen ihre Sinne. In ihrem feinen Seidennetz, so mancher jäh sein Leben… Weiterlesen

Verwobenes Die Nächte später im August Sie bringen kühlenden Tau. Betörende Sommerlust Verspricht schon früh das Himmelblau. Sonnenhut und Rittersporn Verschwenden nun ihre Blüten Geerntet wird das letzte Korn. Wespen bald nicht mehr brüten. Am Boden funkeln feinste Netze Als Baldachin gut konstruiert. Sie brillieren fast wie Schätze – Wie Sonnenlicht drin jubiliert.