Gerhard Laukötter's Blog

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Vieltriebig Im späten Herbst nach der ersten Frostnacht hat Eiseskälte sie umgebracht. Von der Kermesbeere blieb nur der Stiel – sein Blätterwerk ein Trauerspiel. Der lange Schaft vertrocknete bald und ohne große, körperliche Gewalt, ließ sich die stolze Pflanze brechen. Am Ende siegten ihre Schwächen. Jetzt im April sehe ich den Stumpf, wo abgebrochen einst der Rumpf. Um den verblichenen Faserstiel kommt reichlich Leben neu ins Spiel. Ein Kranz von Trieben strebt… Weiterlesen

Körnerfresser Jeden Tag meist zur gleichen Zeit mach ich mich wieder zum Füttern bereit. Der Hühnerstall liegt ein paar Schritte vom Haus. Ich laufe zum Stall immer nur geradeaus. Vom Federvieh werde ich gackernd empfangen Denn da werd ich ins Kornfass tief hinein langen, um dann Getreide weit zu verstreuen. Hastiges Picken wird mich dann wohl erfreuen. Da kein Mangel herrscht, fehlt jeder Futterneid. Alle Hühner fressen voller Zufriedenheit. Doch da sind… Weiterlesen

Amselfieber Jetzt, wo an Zweigen Knospen springen, wo höchst im Baum die Vögel singen, da zieht ein wunderbarer Duft aus Blütenmeeren durch die Luft. Die Meisen schon seit Wochen brüten Die Vogelkästen gut behüten. Der Zaunkönig fand ein Mauerloch holt Moos herbei wohl immer noch, damit sein Nest wird warm und weich – es ist ja für sein Königreich. Die Amseln sind nun brunftverrückt. Wenn morgens ihr Gesang verzückt, dann geht der… Weiterlesen

Hast du Töne? Die ach so stumme Winterszeit nimmt lenzend bald ein Ende. Die Vögel putzen Frühlingskleid schmücken sich für die Wende. Wenn abends sinkt der Sonnenball mit Purpurfeuerröte da stimmt die Amsel wieder mal die wonnigliche Flöte. Im Dämmerlicht wellt Melodie. Die Sehnsucht möchte singen. Töne schmelzen zur Symphonie, die viele Strophen bringen. Der Buchfink schmettert kurz und hart Die Meise rufend flötet. Braunellen tirilieren zart, wie sich die Stimmung rötet…. Weiterlesen