Gerhard Laukötter's Blog

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Zuwachs Wer jetzt gerade im April Besonderes erleben will, der sollte seine Augen lenken und dem Geäst die Blicke schenken. Im Märzen waren Bäume leer Die Knospen drückten zwar schon schwer. Manch Strauch, manch Busch wollte erst blühn, vergaß zunächst noch jedes Grün. Nur ein paar Wochen frühlingsspäter sprießen hervor die neuen Blätter. War Baumgestalt kalt transparent, so wuchs ihr nun sein grünes Hemd. Der Zuwachs war richtig enorm. Die Sonne steigert… Weiterlesen

Zu kalt Polarwind friert den Frühling ein. Kaum trillert noch ein Vögelein. Wo sich die Wasserfrösche sonnten – – was sie um diese Zeit oft konnten – Sumpfdottergelb fröstelt heut sehr ganz eingestellt der Luftverkehr. Lässt sich die Sonne kurz mal sehen, wollen Taumelkäfer Runden drehen. Dann schüttet nächste Wolke fies. Das Lenzgefühl gerät nur mies. Die Wolkenrichtung hat gedreht. Was uns zur Zeit entgegen weht, beschert sogleich ne Gänsehaut. Doch wer… Weiterlesen

Soldatenpetersilie Was der weit verrankte Gundermann mit seinen Inhaltsstoffen kann, das kannten schon zu Alterszeiten die Kräuterfrauen, die Gescheiten. Nicht nur für Hildegard von Bingen sollte Glechoma Heilkraft bringen. Wofür ist Gundermann denn gut? Als frisches Blatt oder als Sud hilft er bei Leber-, Nierenleiden Auch sucht er Kopfweh zu vermeiden. Schmerzt die Hüfte, ist das Ohr gemein, dann darf das Kraut wohl nützlich sein. Selbst bei Eiterbeulen und Abszessen kann sich… Weiterlesen

Drei Narzissen Drei Narzissen sprießen im Niemandsland hinter dem Wegesrand. Sie stehen dort einsam und leer. Niemand mehr weiß von ihrem Beginn. Wie kamen sie hierhin? Ihre eigentlichen Verwandten die standen im feuchten Auengrün. Narzissenmeere blühen gelb im Perlenbachtal in Überzahl. Diese aussätzigen Blüten hüten ihre Herkunft verschwiegen. Ihre schmucken Münder wiegen in kalter Aprilen Luft fast ohne Duft.

Frühlingsbläuling Im Blühkonzert der Frühlingsblumen da spielen gern drei Farben mit. Aus warm erwachten Bodenkrumen macht Bärlauchgrünes Appetit. Das duftig Kraut erheitert weiß, das Buschwindrosen heut schon schenken. Am Feldrand will ein Ehrenpreis mit Himmelblau Interesse lenken. Das Scharbockkraut bedeckt wie Kissen den feuchten Boden – gelbgespickt Es liefert Bienen Leckerbissen, so lang es in die Sonne blinkt. In zartem Rosa fein gewandet so kleidet sich manch Lerchensporn. Bei ihm die schwere… Weiterlesen

Die erste Libelle Vor wenigen Tagen sind die Wasserfrösche aufgetaucht. Sie wollten sogleich sonnenbaden Haben sich am Ufer warm aufgebaucht. Laufe ich am Teich vorbei, Springen sie eins, zwei, drei In hohem Bogen ins Wasser zurück. Denn sie suchen ihr Glück In fast panischer Flucht -. Als wären sie polizeilich gesucht. Als alle Grünfrösche in der Tiefe verschwunden, ihre Verstecke gefunden, blickte ich noch träumend auf die Eintauchstelle.

Nachtsicht Der Tag machte dem Monat alle Ehre Mit Graupelstürmen im Minutentakt. Die Blüte der Johannisbeere Hängt tropfenschwer und kältenackt. Nach Schauerprasseln wird es plötzlich hell. Die Sonne blitzt im Nu wie nie. Die nächste Schauerfront jagt windesschnell Der April wettert und führt heut Regie. Zur Nacht trete ich endlich vor die Tür. Der Vollmond gibt ein geisterweißes Licht. Ich hatte wohl spontan da ein Gespür Wofür – das wusste ich noch… Weiterlesen

Kuhschelle In Frühlingsfreude erwarte ich Das Gesicht der Küchenschellen. Die schönen Blüten öffnen sich An kalkig warmen Stellen – Mit Kronenblätter glockenhaft Umsäumt von Silberhaaren. Aus gelben Pollen quillt die Kraft, die sich im Kreise scharen. Die Narbe zeigt sich als Vulkan, aus dem das Feuer schleudert.

Der erste Schnee Der erste Schnee fiel im April, weil unser Frühling das so will. Keiner muss voll Sehnsucht warten – Hauptsache er hat nen Garten. Dem Winter fehlten kalte Flocken Kein Kind konnte somit frohlocken. Frau Holle unbekannt verreist Mit ihr auch Raureif, Schnee und Eis. Doch heute trudelt windbeschwingt Viel Weißes in den Lüften blinkt. Ein zarter Hauch streicht durch die Bäume Und schüttelt lockre Flockenträume. Der Birnbaum und die… Weiterlesen

In vollster Blüte Als hätt ein Zauberer über Nacht Dem Birnenbaum nur Pracht gebracht. Ein herrlich weißes Blütenkleid Es strahlt und duftet weit und breit. Man sieht fast nichts mehr vom Geäst, die Blütenfülle ja die lässt den Blick nicht mehr ins Innere gehen, weil überall jetzt Blüten stehen. Von weitem sieht es aus wie Schnee gleicht winterweißem Neglige. Schmückt üppig nun den Birnenbaum Das Ganze ist gelebter Traum. Ein Blütenmeer im… Weiterlesen