Gerhard Laukötter's Blog

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Nahezu unberührte Gewässergüte Ein Eifelbach nicht namenlos der wurde im Betrachten groß. Ich stand am Sonntag am Uferrand und machte mich mit ihm bekannt. Was mir als erstes gut gefiel, das war sein schönes Wellenspiel. Bachwasser floss ins Tal hinab und jeder Stein im Fließen gab dem Strömen seine eigene Welle. Nirgendwo gab es eine gleiche Stelle. Das Foto, das ich dort gemacht , hat mir noch mehr Kenntnisse gebracht. Werbeanzeigen

Osterpilze Eigentlich sind meine Blicke zur Zeit blütenfixiert doch dann passiert etwas Sonderbares im Garten. Das konnte ich kaum so erwarten. Drei seltsame Pilze kamen wohl über Nacht – was mich ziemlich stutzig macht. Große Pilze im April – macht die Natur jetzt, was sie will? Dann dämmerte mir ein klärendes Licht. Gibt es im Frühling Morcheln nicht? Ganz schnell stand dann fest: Hier gibt`s Morcheln zum Osterfest.

Vieltriebig Im späten Herbst nach der ersten Frostnacht hat Eiseskälte sie umgebracht. Von der Kermesbeere blieb nur der Stiel – sein Blätterwerk ein Trauerspiel. Der lange Schaft vertrocknete bald und ohne große, körperliche Gewalt, ließ sich die stolze Pflanze brechen. Am Ende siegten ihre Schwächen. Jetzt im April sehe ich den Stumpf, wo abgebrochen einst der Rumpf. Um den verblichenen Faserstiel kommt reichlich Leben neu ins Spiel. Ein Kranz von Trieben strebt… Weiterlesen

Vom Reiz der späten Blüte Fast geht es mir ein wenig zu schnell, wenn ich jetzt neue Blüten zähl. Was gestern noch verschlossen blieb, öffnete sanft der Frühlingstrieb. Primeln, Tulpen und Narzissen um ihre bunte Schönheit wissen. Sie zeigen sich in bester Farbe locken von weitem hin zur Narbe. Die Zeit der Anmut währt nur kurz. Danach erfolgt oft tiefer Sturz der Kronenblätter auf die Erde, dass Humus irgendwann draus werde.

Nach dem Regen Nach dem Regenschauer zeigen die Blumen schwere Trauer. Man könnte fast meinen: Knospen und Blüten weinen. Tränenkugeln hängen am bunten Kleid Manche platzen, zerfließen im Leid. Unter dem lastenden Wassergewicht der nasse Kelch bald zu Boden bricht. Zarte Härchen sonst wie Silberwatte fein haften am Körper, kleben gemein.

Tote Blüten Unterm Birnbaum regnet es beträchtlich. Ein schwacher Windhauch wirkt so mächtig, dass tote Blütenstiele brechen – wie brauner Schnee sind all die Flächen, wo tagelang hier Leichen fallen. Doch dieses Schicksal droht nicht allen. Vielleicht eine aus tausend ist befruchtet Ihr Blütenbauch scheint rund gebuchtet. Da wächst nun eine kleine Frucht. Die Biene hat sie gut besucht. Was hat der Birnbaum toll geblüht! Die ganze Krone grell geglüht vor lauter… Weiterlesen

Fast nichts im Wege Raues Gestein in allen Größen liegt auf dem Weg mir tief zu Füßen. Jeder Schritt der knackt und kracht, weil meine Sohle Druck hier macht. Wie anders fühlt der Weg im Wald, wo gar nichts – nur ein Ast mal knallt, wenn ich auf ihn den Fuß schwer setze und sein Skelett brüchig verletze. Sonst kann aus Moos und Blätterschichten ein weiches Bett sich hier einrichten. Doch schnell… Weiterlesen

Papilio Die Leichtigkeit des frohen Seins liegt hier weit außerhalb des Weins. In frühlingshaften, lauen Lüften aromenhaft gewürzt mit Düften will er aus tausend Blütenmündern, den süßen Nektar saugend plündern. Er tanzt im Wind, gaukelt ins Freie zieht flatternd Kreise immer neue. Er schaukelt trunken hin und her dann segelt er schwerelos gen Meer. Doch bald schon kehrt er gern zurück. Denn nur an Land findet er sein Glück. Ob Fenchel, Dill… Weiterlesen

Überall nun Aufbruchstimmung Es ist nun Zeit für Explosionen. Nichts will mehr abgrundtief noch wohnen. Am Schlehenzweig da springen heut die ersten Blüten auf. Das freut die ausgehungerten Insekten, die lang nicht mehr am Nektar leckten. Gewaltig drückt aus dem Gemüsebeet feuerrot, wie ihr im Bilde seht, Rhabarber aus dem Erdenreich. Ein zweites Blatt , das schlüpft sogleich. Die Hülle kann den Druck noch halten. Doch bald wird alles sich entfalten.

Zuwachs Wer jetzt gerade im April Besonderes erleben will, der sollte seine Augen lenken und dem Geäst die Blicke schenken. Im Märzen waren Bäume leer Die Knospen drückten zwar schon schwer. Manch Strauch, manch Busch wollte erst blühn, vergaß zunächst noch jedes Grün. Nur ein paar Wochen frühlingsspäter sprießen hervor die neuen Blätter. War Baumgestalt kalt transparent, so wuchs ihr nun sein grünes Hemd. Der Zuwachs war richtig enorm. Die Sonne steigert… Weiterlesen