Gerhard Laukötter's Blog

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Quellgeflüster Überaus vorsichtig tasten sich dünnhäutige Wasserfilme an das Licht des Tages. Sie lecken durch feinste Ritzen, durchstöbern mit weicher Berührung viel Herbstgerümpel im lichter werdenden Buchenwald. Ein morschmodriger Ast liegt allem Fließen quer. Pulsierende Spuren zerspleißen zu Adern, weichen Hindernissen aus, um sie dann sanft zu umspülen. Irgendweit klingeln kristallene Tropfen stürzen als hellblanke Töne in den gehöhlten Stein. Werbeanzeigen

Urquell Wo kaltes Wasser quillt ans Licht, Beginnt fließende Schöpfung. Mehr als ein Rinnsal ist es nicht Und dennoch nah am Ursprung. Bei Arnsberg liegt im Hang gekerbt Umschattet kühl von Bäumen – Die Eiszeit hat sie uns vererbt – Die Quell mit Moosessäumen. Nun stehe ich genau am Ort, wo Wasser flüsternd singt – Setzt ewig seine Reise fort – Plätschern hier hell erklingt.