Gerhard Laukötter's Blog

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Kaninchenplage Bei meinen Spaziergängen durch Wald und Feld merkte ich irgendwann, dass hier etwas fehlt. Auch in Grünanlage, Friedhof und Garten muss ich zuletzt meistens sehr lange warten, bis ich ein Kaninchen am Boden hoppeln sehe. Das war anders, wenn ich in die Jugendzeit drehe. Allerorten waren Karnickelspuren unübersehbar. In jedem Sandhaufen im Neubaugebiet waren sie da. In jeder Rasenfläche, in den Parks neu angelegt, wurde von den kleinen Hasen viel Erde… Weiterlesen

Die weiteren Leben Warum der tote Baum hier liegt – wohl niemand eine Antwort gibt. War es der Sturm, der ihn zerbrach? Oder kam der besondere Tag, an dem durchforstet dieser Wald mit Motorsäge fiel er bald. Dieser Baum war höchstens mittelalt, als solch ein Schicksal für ihn galt. So tot, wie er als Baum nun war, kam neues Leben – was dann geschah hat vielen erst die Chance gegeben im morschen… Weiterlesen

Nahezu unberührte Gewässergüte Ein Eifelbach nicht namenlos der wurde im Betrachten groß. Ich stand am Sonntag am Uferrand und machte mich mit ihm bekannt. Was mir als erstes gut gefiel, das war sein schönes Wellenspiel. Bachwasser floss ins Tal hinab und jeder Stein im Fließen gab dem Strömen seine eigene Welle. Nirgendwo gab es eine gleiche Stelle. Das Foto, das ich dort gemacht , hat mir noch mehr Kenntnisse gebracht.

Wasserträume Glitzernd, spiegelnd wellig kräuselnd liegt der Teich in grünem Grund. Warmer Wind an Blättern säuselnd Wasser riecht aus seinem Mund. Auf der alten Bank da sitze ich und träume vor mich her. Sehe auf der Binsenspitze der Libellen Wiederkehr. Runden fliegend, flatternd, kreisend Flügel blinken sonnig hell – cyanblau gefärbte Reisen mal fast schwebend dann sehr schnell. Aus dem Wasser taucht die Spitze einer Schnauze etwas auf.

In was für einer Welt leben wir eigentlich? (Szen-Bemerkungen) In einer Welt, in der sich Menschen in Menschenmengen in die Luft sprengen, um religiöse wie politische Wahnvorstellungen zu bedienen. In einer Welt, in der vor aller Welt missliebige Politiker mit Satire verurteilt werden, die nur noch aus verbaler Gewalt, Obszönitäten und Menschenverachtung besteht. In einer Welt, in der Politiker noch nie so viel über Frieden verhandeln – gleichzeitig aber ihren Handel mit… Weiterlesen

Gibt es das geniale Herbizid? Partielle Pflanzenlosigkeit ein Saatbeet ohne Konkurrenzen ein Wirkstoff mit kürzester Halbwertzeit wird fast zum Spiel ohne Grenzen. Die Wunderdroge Glyphosat kann jeden Aufwuchs hemmen. Bekannt geworden als Roundup soll es all Unkraut dämmen. Es wirkt auf jedem grünen Blatt was nicht genmanipuliert. Die Pflanzen sind bald matt und platt, denn Leben hier verliert. Die ganze Welt kennt Glyphosat: die Wunderwaffe der Chemie. Wer dieses Herbizid in Händen… Weiterlesen

Mehr als ein Knick in der Landschaft Hoch im Norden ziemlich nah an Dänemark ist die Landschaft fast noch wie ein Park. Dort grünen Wiesen meist in großer Überzahl Der Ackerbau bleibt vorerst zweite Wahl. Nur weite Wälder findet man hier selten oder nicht Auf Schleswig-Holsteins Boden landet somit reichlich Licht. Fast jede Weide wird geschützt von einer Hecke. Die Fläche wird umwallt für diese Zwecke. Im Eiszeitsandgeschiebe kam so mancher runde… Weiterlesen

Rüsselkäferspurenrätsel Beim Wandern liegt ein Baumstamm quer. Das ist wohl allzu lang nicht her. Der Sturm knockte ihn hier k. o. Das Schicksal spielt nun einmal so. Ich wollte drüber, weitergehen da blieb ich doch noch etwas stehen. Der Stamm hatt keine Rinde mehr doch feinste Spuren allzu sehr. Wie Hieroglyphen sah ich Zeichen schön verteilt wie Holztattoos. Manche schienen sich zu gleichen. Wer hinterließ hier seinen Gruß? Borkenkäfer kamen mir in… Weiterlesen

Baumleichenschau Seit Jahren liegt sie hier schon da. Die Leiche, die ein Baum mal war. Wie ein Skelett ruhn Stamm und Ast Entrindet ganz von allem Bast. Beerdigung währt Ewigkeiten Totengräber brauchen Zeiten, als wären sie vom andren Stern Ihr Humusziel: unendlich fern. Vom Baum verblieb nur totes Holz Gebrochen Größe, Wipfelstolz. Am Boden – fast wie aufgebahrt Liegt Buchentorso unverscharrt. Die kleinen Äste fehlen schon Die haben Assel und ihr Sohn… Weiterlesen

Auf der wilden Möhre Seit ein paar Jahren wächst vorne im Garten Ein Doldenblütler wohl aus Wildblumensaaten. Ich wusste lange Zeit nicht, was für ein Kraut das war. Doch was auf den Blütentellern im Junisommer geschah, das war wie ein gedrängter Insektenzoo und machte das Herz eines Biologen froh. Der schaute dann in der Botanik nach: Das brachte „ Wilde Möhre“ an den Tag. Die Bestimmung gelang auch zweifelsfrei; Denn die Dolde… Weiterlesen