Gerhard Laukötter's Blog

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Tierausstellung Man macht eine Reise in die Ferne und besucht am Urlaubsort gerne ein Aquarium oder einen Zoo – Botanische Gärten sowieso. Ich war in einem Nationalaquarium. Lauter Meerestiere waren um mich herum. Doch nicht nur aus dem nahen Mittelmeer. Die Tiere kamen aus fast allen Ozeanen her. Viel gab es zu sehen, darunter marine Leckerbissen seltsame Tiere, von denen wir wenig wissen. Auch Insekten und Reptilien waren ausgestellt. Auch die kamen… Weiterlesen

Tintenfischtragödien Auf Mittelmeerinseln Fischmärkte locken: Frutti di mare so weit das Auge reicht. Manche Tierschicksale jedoch Seelen schocken, noch bevor der Tod ihre Augen bleicht. Nachtgefangener Fisch frisch gegrillt serviert – davon träumt manch Reisender – er verliert sich dabei ganz in seinen besonderen Genuss. Die tausende Fischleichen machen kaum Verdruss. Dass Fischer nachhaltig Fischerei betreiben, das will niemand ihnen an ihrer Stelle verneiden. Viele Besucher des Marktes erleben Artenvielfalten, die sie… Weiterlesen

Limnephilus, der Wasserfreund Der kleine Wiesentümpel erstickt fast im Gerümpel, das arglos wird versenkt: es wird ihm ja geschenkt. Die Wasserpflanzen decken den Müll noch zärtlich zu. Und viele Tiere stecken auf mal im alten Schuh. Mein Blick geht in die Tiefe. Dort seh ich zartes Rohr. Bewegt sich, als ob es liefe, so kam es gerad mir vor. Ich fischte mit meinen Händen dies Röhrchen dann an Land. In seinen grünen… Weiterlesen

In den Teich gesetzt Sag mir, wo die Teiche sind? Wo sind sie geblieben? Früher spielte ich als Kind dort mit alten Sieben. Sag mir, wo die Tümpel sind? Wo sind sie geblieben? Wenn ich heut die Stellen find, sind Häuser drauf geschrieben. Sag mir, wo die Weiher sind? Wo sind sie geblieben? Grast seitdem so manches Rind auf drainierten Wiesen.

Die schwarze Pest Da hocken sie die schwarzen Vögel. Sie sorgen sich um Kind und Kegel. Gedeckt wird immer nur mit Fisch bei Kormoranen stets der Tisch. Wenn sie beherzt ins Wasser tauchen, all ihre Schwimmkraft dort gebrauchen, dann hat es mancher Fisch schon schwer bei hochrasantem Begegnungsverkehr. Im Jagen ist der Kormoran geschickt. In Vogelrudelbildung glückt es, einen Fischschwarm eng zu treiben, um reiche Beute dann zu schreiben. Im Meer, wo… Weiterlesen

Salamanderende Welch eine Hiobsbotschaft unser Feuersalamander schafft es vielleicht nicht mehr – und das ist einfach nicht fair – in unseren feuchten Buchenwäldern zu bleiben; denn ferne Viruserreger treiben ihn in den sicheren Tod Nichts ist mehr im Lot – seit Krankheiten weltweit verreisen, die Artenuntergang tödlich verheißen. Dabei lebt er so gern an den Quellen Im Wald an den saubersten Stellen, wo das Wasser oft tröpfelnd nur rinnt, treffe ich Salamandermutter… Weiterlesen

Junileuchten Der komische Käfermann kennt genau den Zeitpunkt für die Schau nach einer Frau – jetzt, wo die Nächte lau. Abends um zehn muss noch viel Zeit vergehen. Erst gegen Mitternacht, wenn die Dunkelheit wacht, zünden die Käfer ihr Licht – das nach Sekunden wieder zerbricht. In warmer Juninacht wird ein Spektakel angefacht. Immer mehr Fackeln kreisen an Säumen, Rändern und Schneisen. Sie knipsen nur kurz ihre Lampe an beleuchten im Fluge… Weiterlesen

Die Kunst der Landwirtschaft Auf dem Kartoffelacker sind Häufefurchen versprungen. Ist hier altes Ackerhandwerk misslungen? Sonst sind die Reihen doch bäuerlich akkurat bei Spargel, Erdäpfeln und Getreidesaat. Oder war am Ende der Bauer irgendwie high – zauberte im Wahn diese Zacken herbei? War ihm die Geradlinigkeit einfach zuwider oder schoss ein Krampf durch die ackernden Glieder. Hier bleibt der Augenblick länger gefangen. denn die gewohnte Symmetrie geht abhanden. Landwirtschaft und Kunst sind… Weiterlesen

Kanarien-Vogel Am Roque de los Muchachos in luftigster Höhe segelt herbei eine stattliche Krähe. Sie isst gar nicht scheu von Touristen das Brot beäugt ziemlich gründlich, was der Rucksack sonst bot. Als Kolkrabe auf den Kanaren ist der Vogel recht rar. Ein paar hundert Tiere sind gerade noch da. Verteilt auf sieben Inseln gut 300 Stück – da braucht man zum Überleben schon mehr als nur Glück. Die klugen Gesellen betteln geschickt…. Weiterlesen

Fast alle Vögel sind schon da Hab einen Vogel auf dem Dach, der macht nur Krach. Hab viele Drosseln, die verzehren gern alle meine Beeren. Hab einen Haufen an Spatzen manchmal leider Futter für Katzen. Hab Kohl- und Blaumeisen, die nimmersatt Raupen verspeisen. Hab sogar einen Zaunkönig zu Gast, der durch die kleinsten Ritzen passt. Hab im Birnbaum öfter den Specht, der hämmert nicht schlecht. Hab oft ein Rotkehlchen zu meinen Füßen,… Weiterlesen