Gerhard Laukötter's Blog

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Salamanderende Welch eine Hiobsbotschaft unser Feuersalamander schafft es vielleicht nicht mehr – und das ist einfach nicht fair – in unseren feuchten Buchenwäldern zu bleiben; denn ferne Viruserreger treiben ihn in den sicheren Tod Nichts ist mehr im Lot – seit Krankheiten weltweit verreisen, die Artenuntergang tödlich verheißen. Dabei lebt er so gern an den Quellen Im Wald an den saubersten Stellen, wo das Wasser oft tröpfelnd nur rinnt, treffe ich Salamandermutter… Weiterlesen

Junileuchten Der komische Käfermann kennt genau den Zeitpunkt für die Schau nach einer Frau – jetzt, wo die Nächte lau. Abends um zehn muss noch viel Zeit vergehen. Erst gegen Mitternacht, wenn die Dunkelheit wacht, zünden die Käfer ihr Licht – das nach Sekunden wieder zerbricht. In warmer Juninacht wird ein Spektakel angefacht. Immer mehr Fackeln kreisen an Säumen, Rändern und Schneisen. Sie knipsen nur kurz ihre Lampe an beleuchten im Fluge… Weiterlesen

Die Kunst der Landwirtschaft Auf dem Kartoffelacker sind Häufefurchen versprungen. Ist hier altes Ackerhandwerk misslungen? Sonst sind die Reihen doch bäuerlich akkurat bei Spargel, Erdäpfeln und Getreidesaat. Oder war am Ende der Bauer irgendwie high – zauberte im Wahn diese Zacken herbei? War ihm die Geradlinigkeit einfach zuwider oder schoss ein Krampf durch die ackernden Glieder. Hier bleibt der Augenblick länger gefangen. denn die gewohnte Symmetrie geht abhanden. Landwirtschaft und Kunst sind… Weiterlesen

Kanarien-Vogel Am Roque de los Muchachos in luftigster Höhe segelt herbei eine stattliche Krähe. Sie isst gar nicht scheu von Touristen das Brot beäugt ziemlich gründlich, was der Rucksack sonst bot. Als Kolkrabe auf den Kanaren ist der Vogel recht rar. Ein paar hundert Tiere sind gerade noch da. Verteilt auf sieben Inseln gut 300 Stück – da braucht man zum Überleben schon mehr als nur Glück. Die klugen Gesellen betteln geschickt…. Weiterlesen

Fast alle Vögel sind schon da Hab einen Vogel auf dem Dach, der macht nur Krach. Hab viele Drosseln, die verzehren gern alle meine Beeren. Hab einen Haufen an Spatzen manchmal leider Futter für Katzen. Hab Kohl- und Blaumeisen, die nimmersatt Raupen verspeisen. Hab sogar einen Zaunkönig zu Gast, der durch die kleinsten Ritzen passt. Hab im Birnbaum öfter den Specht, der hämmert nicht schlecht. Hab oft ein Rotkehlchen zu meinen Füßen,… Weiterlesen

Nur ein Schmuckkästchen? Seit gestern ist es in meinen Besitz gekommen. Ich habe es von einem Trödeltisch frühmorgens mitgenommen Es war feinzierlich und schmeichelnd gelbweiß. Beim seinem Kauf wurde mir im Innern ein wenig heiß. Das kleine Kästchen, was mein Interesse so abrupt fand, war früher Mal ein Teil von einem Zahn vom Elefant. Durfte ein überzeugter Artenschützer so etwas kaufen, das sämtliche Prinzipien wirft über den Haufen? Das Stück war antik,… Weiterlesen

Wolfs Wiederkehr Aus dem Radio kam die frohe Kunde: Ein Schaf wurde als Beute gejagt. Wiedereinwilderung der ersten Stunde? Haben es einige Wölfe gewagt, über die Landesgrenze zu dringen? DNS- Spuren am Beutetier testieren, dass bald ein heulendes Singen durch Wölfe kann melodieren. Endlich mal gute Nachrichten, dass wir auf ein fabelhaftes Tier nicht länger bei uns verzichten: Isegrim ist heim – wieder hier. Nun wird in Wald und Flur Wieder natürlich… Weiterlesen

Steinbutt Da liegt er nun im Stein begraben Ein kleiner Fisch ganz platt gedrückt. Millionen Jahre ja die haben Ein letztes Bild hier fest gefügt. Ich will die Art gar nicht erst wissen. Für mich soll er ein „Steinbutt“ sein. Er schmiegt im harten Ruhekissen. Sein Schuppenkleid bleibt noch sehr fein. Wo ist er damals her geschwommen? Wie tickte früher seine Zeit? Ich hab den Stein einfach genommen Als eine alte Kostbarkeit…. Weiterlesen

Fünf Gänsebrüste Zehn Keulen und fünf Gänsebrüste Die schüren bald Genießerlüste. Auch Gänseschmalz und Gänseleber Sind in der Küche Geschmacksträger. Die gute Kost liegt in der Sonne Ein Tieridyll in Glück und Wonne. Die Gänse riechen nicht den Braten – Sie müssen noch bis Martin warten. Dann hat ihr Schnattern jäh ein Ende Geraten dann in neue Hände. Ihr Leben war bis dato gut. Ein Apparat sorgte für Brut. Ihre Eltern haben… Weiterlesen

Verluste Der Häcksler kommt – greift sich den Mais Das Feld entblößt sich leer. Es schließt sich hier kein Lebenskreis Zurück bleibt Stümpfemeer. Der Mais wuchs richtig güllegut Bringt Biomasse satt. Was sich im Boden regt und tut ? – Steht auf dem andren Blatt. Die Landwirtschaft braucht Höchstertrag – Erst recht, wenn Preise sinken. Die Ökologie kaum jemand mag – Weil Euros selten stinken. Hier Boden krank, dort gar verbraucht Natur… Weiterlesen