Gerhard Laukötter's Blog

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Der Mais ist weg! Der Mais ist weg. Er erfüllt bald seinen Zweck. Wird von Rindviechern verdaut – dann erneut angebaut für möglichst hohen Biomassengewinn. So macht Landwirtschaft wohl Sinn. Mais ist ein erwünschter Migrant – seine Wertschätzung längst anerkannt. Er verwandelt Gülle in Kolben voller Korn Höchsterträge sind unersättlicher Ansporn. Auf dem Feld herrscht er für sich allein. Andere Pflanzen sollten hier nicht sein. Dafür sorgt ganz sicher Glyphosat – ein… Weiterlesen

In Memoriam Lithax obscurus Zum Gedenken an eine kleine Köcherfliegenart Seit ein paar Wochen steht Aufräumen im täglichen Programm. Das frühere Arbeitsleben verschwindet nach mehr als sechs Jahren beruflicher Tatenlosigkeit immer stärker im Nebel der Vergessenheit. Um Kinder und Kindeskinder vom Ballast des spätreifen Lebens zu befreien, muss ich mich in einem weiteren Schritt von Dingen lösen, die mir vor zwanzig Jahren noch enorm viel bedeutet haben. Als Biologe in der Naturschutzbildungsarbeit… Weiterlesen

Total verwanzt Auf dem Wasser kreisend tanzen sehr geschickt die Wasserwanzen. Teich- und Wasserläufer flitzen, ohne Wasser zu verspritzen. Füße sind perfekt gebaut für des Tümpels Wasserhaut. Kurz zum Luftholen tauchen immer oben auf die Rückenschwimmer. Ihre großen, roten Augen effektiv zum Jagen taugen. Manchem wurde zum Verhängnis Notonectas scharfer Biss. Schwimmwanzen sind fast noch frecher Gelten als fiesböse Stecher. In der Gruppe attackieren, heißt für Opfer schon verlieren.

Kinderreich Frosch, Libelle, Wasserfloh – fertig ist der Tümpelzoo. Nur wenig Wasser reicht schon aus fürs fröhlich feuchte Freudenhaus. Mit warmer Sonne reich beschienen das lockt die Mücken, Wasserbienen. Bald auf dem Wasser herrlich tanzen die jungverliebten Wasserwanzen. Den Grasfrosch drückt schon früh die Lust. im Februar nimmt er zur Brust sich seine Fröschin hier am Teich und flirtet bis zum ersten Laich. Auch Molche spielen Kavaliere zur Hochzeit lasterhafte Tiere. Mit… Weiterlesen

Koifliche Fische Was hier bunt schwimmt, gern Futter entgegen nimmt, sind bunte Kois in einem Teich. Neugierig kommen sie sogleich, wenn sich am Rand ein Mensch mal zeigt den Kopf zum Wasser tiefer neigt. Japanisch ist der Garten hier Eleganz und Ordnung zeigen mir, hier ist der Ort gänzlich verplant. denn Wildnis wird hier abgemahnt. Zurück zu buntgescheckten Fischen, die turbulent das Wasser mischen. Die Tiere sind bei uns eher fremd. Zu… Weiterlesen

Muschelmeer Warum liebe ich so die brausenden Wellen, die im Strandsand berstend in sich zerschellen? Weshalb erfüllt mich der unendliche Horizont, der von tiefster Sonne so feurig besonnt? Meia Praia heißt dieser faszinierende Flecken, wo ausufernde Wasser Muschelschalen belecken. Eigentlich nur tote Skelette kalkmanifestiert sind sie durch Fluten an den Strandsand saltiert. Ein Meer halber Schalen bezeugt altes Leben. Im tieferen Wasser wird es Natürliches geben. Venus- und Herzmuscheln sind aufs Engste… Weiterlesen

Artenerosion Die Welt gewinnt täglich an Menschen mehr verliert aber an Arten dafür um so sehr. Wenn homo sapiens Milliardenmarken knackt, die Biodiversität an Arten tief ins Minus sackt. Zahlt Menschheitswachstum mit neuen Rekorden mit einem Lebendigkeitsverlust durch Artenermorden? Ich gebe meinen Enkeln eine Welt in die Hand, aus der während meiner Zeit so viel Leben verschwand. Neulich fand ich auf dem Trödel ein schönes Objekt, in dem ein Stück Trauer der… Weiterlesen

Wintergerstenährenmeer In der warmen Juniluft wiegen sich die Gerstenähren. Ihre Blüten ohne viel Duft nur der Wind hilft beim Vermehren. Pollenwolken bringen morgen all den Blüten später Korn. Reiche Ernte nimmt die Sorgen wenig Scheffel bringt oft Zorn. Auf dem Feld reift nur noch Gerste Kornblume, Mohn sind ackerfern. Für den Landwirt gilt das Erste Unkräuter früh abzuwehrn. Drei Hektar: nur eine Pflanze Auch der Tierwelt geht es schlecht. Schnecke, Wurm, Käfer… Weiterlesen

Balkenschröter Nur mal eben zugegeben: mit Balkenschrötern habe ich – nicht wunderlich – eher sehr selten zu tun aber nun – wo ich auf ihn gestoßen bin, macht es Sinn, ihn zu respektieren auf ihn zu reagieren. Dass ich ihn sofort erkannte, seinen Namen nannte, liegt an der Studienzeit, die eine Ewigkeit zurückliegt Manche Erinnerung fliegt ins Gedächtnis zurück Finderglück. Beim Aufräumen vom toten Holz von Bäumen saß das schwarze Tier im… Weiterlesen

Schnabulieren Seit drei Jahren kommen sie wieder mit schwarzweißem Gefieder – ihre hohen Stelzen wie der Schnabel in rot ein Anblick, der sich nur kurze Zeit bot. Kaum hatte der Bauer die Wiese gemäht, das Schnittgut mit dem Kreisel locker verweht da landeten drei Adebare im frischen Gras. Sie kamen nicht nur so zum Spaß. Die Störche wissen scheinbar genau, ist der Himmel ein paar Tage himmlisch blau, dann hofft der Landwirt… Weiterlesen