Gerhard Laukötter's Blog

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Im Winterbach Baumständer grüßen kahl und leer Das Gras der Wiesen harret. Im Wald wiegt tief ein Blättermeer Die Amsel hungrig scharret. Natur versinkt im Winterschlaf Man spürt so wenig Leben. Der Igel träumt als Kugel brav. Spinnen nun nicht mehr weben. Ich lenke mich hinab zum Bach Und stiere durch die Wellen. Dabei wird mir Erinnerung wach Wie muntre kleine Quellen: Im Bach ist jetzt Entwicklungszeit Für ganz viel Larvenleiber. Die… Weiterlesen

Tausend kleine Muscheln In freier Flur von Wald und Feld Seh manches ich, was kaum gefällt. Als Wasserfan und Bachgourmet Ich öfter meine Schritte dreh, wenn da ein Graben voller Schlamm ins Blickfeld mir beim Wandern kam. Kein klares Wasser blank und munter Sprang hier im Jugendstil herunter. Vielmehr lag vor mir nur Morast, in den die Hand nur ungern fasst. Das alte Blattwerk kaum bewegt Das hat der Herbstwind reingefegt. Hinzu… Weiterlesen

An der schönen Renau Nah am kahlen Asten da quillt die Renau hoch oben am Hang. Ihr kühles und klares Wasser stillt Dem Durstigen bei seinem Gang. Inmitten von Milzkrautkissen Fließt Grundwasser  frei und so hell Alpenstrudelwürmer sie wissen Dies ist ein gar köstlicher Quell. Sie treffen dort kleinste Schnecken mit feinem Opalschimmerhaus. Die weiden in allen Ecken Und schauen so niedlich aus.

Ephemera – Hochzeit ohne Wiederkehr Was will ein langes Nymphenleben Eintagsfliegen eigentlich geben? Es dauert meistens rund ein Jahr, bis solch Insekt dann fertig war. Einige brauchen doppelt so lang Für den geflügelten Übergang. Ist Fliege frei, muss sie sich häuten, eh endlich dann die Glocken läuten zum Hochzeitsflug über Bach und Fluss, wo Ephemera bald enden muss.