Gerhard Laukötter's Blog

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Ein Bach Ein Bach wird aus der Tiefe wach. Aus irdenem Schoß Wasser abfloss – die offene Stelle eine Quelle. Kalt und klar seit 10 000 Jahr rinnt ein magerer Strahl stetig ins Tal. Aus der Unterwelt da hält sich kaum ein Tier im ersten Lichte hier. Wer hier lebt am Moos oder Steine klebt, ist mit Wenigem zufrieden. Kieselalgen werden abgerieben. Ein morsches Blatt wird verdaut, Totholz zerkaut. Die Lebensraumstube ist… Weiterlesen

Bachkonzert Dort, wo es aus der Tiefe quillt, Ein blinder Flohkrebs Hunger stillt. Die Höhlenassel körperzart An Sauberkeit so gar nicht spart. Von dem Besuch im Tageslicht Sie sich nicht allzu viel verspricht. Doch trifft sie an dem Quellenort Den Strudelwurm grad bei dem Mord. Der hat just seinen großen Schlund – Einzig allein aus Hungers Grund – Über den Flohkrebs aufgerissen. Das ist ein guter Frühstücksbissen. Die Quellenschnecke kriecht bedächtig raspelt… Weiterlesen

Besuch beim Bach Hinter unserem Garten fließt, wo Landschaft noch etwas Freiheit genießt, ein kleiner Alltagsbach mit Wasserströmen daumenflach. Das linke Ufer streckt sich hoch hinauf zur Bahn Am rechten malmt zu Sommerzeiten Rinderzahn. Das Bächlein rinnt in gerade Form gestreckt Es wirkt von braunem Schlamme leicht verdreckt. Vor Jahren fand ich ein paar Muscheln dort – Es war leider der letzte Ort, für diese sehr bedrohte Art.

Im Bache Es war einmal eine Schlammschnecke, die schleimte sich an einer Ecke. Doch plötzlich ging ihr Kleber aus, Da blieb sie lieber tief im Haus. Der Schneckenegel dieser Wicht, Der beißt beim Fressen einfach nicht. Wo anderswer recht lange kaut, da hat der Wurm sich voll gesaugt. Wenn ich die Köcherfliege störe, zieht sie zurück sich in die Röhre. Wird dunkel es am klaren Bach, dann wird der kleine Maurer wach…. Weiterlesen