Faules Ende

Faules Ende

Der Kürbis ist eine Beerenfrucht,
die wirklich seinesgleichen sucht.
Er rankt sich forsch durch seine Welt.
und was ihm besonders gut gefällt,
ist wohl ein Platz ganz in der Sonne
nur unweit von der Regentonne.
Die Pflanze hat enorm Appetit –
Ein Komposthaufen hält sie fit.
Da spreitet sie die rauen Blätter.
Die gelben Blüten kommen später.
Doch was am meisten imposant:
die Früchte, Beeren wohl genannt.
Hunderte Sorten zierlich bis phänomenal
Beim Kürbisfest fällt schwer die Wahl.
Wer ist der schwerste, welcher schmeckt
am besten, wenn man zu Tische deckt.

Ende Januar sind die Kürbisse weg.
Sie erfüllten zuvor so manchen Zweck.
Halloween brachte ihnen lustige Gesichter.
Innen brannten des öfteren Kerzenlichter.
Zu Erntedank waren sie die Stars beim Fest.
Danach der Hype immer mehr nachlässt. Weiterlesen

Was für eine Gurke!

GurkenscheibeWas für eine Gurke!

Das Ding ist grün und meistens krumm
liegt auf dem Beet im August rum.
Was an der Ranke schnell dort wächst,
wird bald mit Essigsud verhext.
Auch will man Gurken salzig baden,
das ist am Ende nicht ihr Schaden.
So kann man Gurken würzig essen –
wenn längst der Sommer ist vergessen.
Da wachsen aber auch noch Gurken
das sind so richtig lange Schurken.
Sie gleichen zwar nicht ganz den Schlangen
haben den Namen doch gefangen.
Sie lässt man gern im Glashaus treiben
und schnibbelt sie oft dünn zu Scheiben.
Man isst die Lange gern als Salat
weil sie viel frischen Saft so hat.
Dann gibt es noch die Gurkenscheiben,
die Stunden auf der Haut verbleiben.
Ob Gurken wirklich Falten straffen –
das wissen nur die Schönheitsaffen.
Geschmort im Fett warm aus der Pfanne –
das hält die Zunge wohl im Banne. Weiterlesen

Saure Gurken

GurkeSaure Gurken

Die Gurke wuchs zum krummen Ding,
Solang sie an der Pflanze hing.
Am Anfang leuchtet gelb die Blüte,
Lockt Hummeln tief in Nektartüte.
Bald streckt sich vor die grüne Wurst –
Derweil hat Gurkenmutter Durst.
Die Gurken produzieren Beeren.
Botaniker uns so was lehren.
Im Innern viele Samen stecken.
Das Fruchtfleisch will uns richtig schmecken,
wenn es in Salz und Essig liegt
oder geschmort sein Fett abkriegt. Weiterlesen

Efeuriges

EfeuEfeuriges

Um diese Pflanze ranken
Von alters her Gedanken
Efeu stand da für Liebe.
Die immergrünen Triebe
Versprachen Treue dir.
Mit dem Beerenelixier
half man bei bösem Husten,
was Weise früh schon wussten.
Erst wächst der Efeu flach am Grund
Die Blätter sind mehr spitz als rund.
Steht später dann ein Baum zur Hand
Dann wird der schnell zur Kletterwand.
Haftwurzeln greifen in die Rinde
Dass der Bewuchs sich eng verbinde.
Die Gemeinschaft bleibt meist bis zum Tod
Denn alles ist hier gut im Lot. Weiterlesen

Wenn da nicht die Vögel wären…

Wenn da nicht die Vögel wären…

Wenn da nicht die Vögel wären,
Gäb es bald Johannisbeeren.
Auch mit Zähneknirschen
Schau ich auf die Kirschen.
Selbst die Erdbeerfrüchte
Macht der Feind zunichte.
Werden Früchte zärtlich rot,
Trifft sie bald der Schnabeltod.
Größter Räuber roter Beeren
Sind die Amseln im Verzehren.
Schwarz die Männer – braun die Frauen
Sieht man sie nach Beeren schauen.
Auch das Rotkehlchen das mag
Frisches Strauchobst Tag für Tag.
Mancher Fruchtzweig plötzlich knackt,
wenn Tauben hier der Hunger packt.
Diese reißen ob grün oder rot
Viele Früchte in den Tod.
Rudelweise kommen Spatzen,
um das Rote zu verschmatzen.
Am Ende staune ich nicht schlecht
Sitzt im Strauche ein Buntspecht.
Hatte nicht mal Angst vor mir
Bei der roten Beerengier.
Ihn hab ich so abgelichtet –
Wie der Dieb die Frucht vernichtet.
Wenn da nicht die Vögel wären,
Gäb es so viel rote Beeren.
All die Vögel mich beglücken –
Brauch ich  selber kaum noch pflücken!