Gerhard Laukötter's Blog

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Birnenregen Im Garten ragt ein Birnenbaum. Er ist sehr alt, verschafft sich Raum. Zeigt seine Krone voller Stolz. Im Stamme ruht viel Jahresholz. Weil er in diesem frühen Jahr vom Blütenmeer geflutet war und auch die Bienen, Hummeln summten, die Früchtemengen nur so brummten. Der ganze Baum hing brechend voll – die Ernte mehr als übertoll. Gegen Ende August begann der Regen. Das war nicht nur der reinste Segen. Wie eine Bombe… Weiterlesen

Rapsodie in Gelb Leuchtend gelb erstrahlt das Feld. Wer all die Blüten für sich zählt, wird darüber alt und mäusegrau. Himmel malt dazu bestes Blau. Dass nun Raps wieder erblüht, früh durch meine Nase zieht. Süßer, schwerer Duft betäubt, lockt Bienenvolk, das gern bestäubt. Es macht aus diesem Blütenmeer alle Waben voll und schwer. Ohne diese Massentracht Imker kaum Geschäfte macht. Bauern lieben Honigbienen. Denn die Tiere ja sie dienen, als Bestäuber… Weiterlesen

Explosion der Pollen Ein kleiner Gartenweidenbaum wird jedes Jahr erneut zum Traum. Ein paar Häuser weiter nur wächst dieser Salix in Natur. Die Knospen sprangen letzte Wochen. Manch Silberschopf ist rausgekrochen, hat Astwerk edelfein geschmückt. Der Glanz der Härchen hat entzückt. Doch dieses war nur Intermezzo Es folgte bald ein Furioso. Aus jedem Silberweidenkätzchen sprangen wohl hundert gelbe Bätzchen: Volle Säcke lang auf Stielen, die mit Pollen mächtig dealen. Weidenblüte explodiert –… Weiterlesen

Blumengefühle Wenn Frühlingssonne Wärme macht, Marienblümchen dazu lacht, lässt seichter Wind die Lüfte hoffen, bleibt Tulpenkelch besucheroffen. Der Schneeglanz strahlt morgens so hell Seine Blütenstiele wachsen schnell. Zum Abend schließt sich manch Gesicht. Des Mondes Blässe sehnt sie nicht. Das Lungenkraut schaut eher bescheiden will himmelblau sein Antlitz kleiden. Doch altern seine Blütenblätter, erscheint ein Lilarot dann später. Sind Farben lauter stumme Sprachen – oder sind Wohldüfte die Sachen, über die Blumen… Weiterlesen

Bienenschön Nun fliegen sie wieder – zwar lockt noch kein Flieder. Doch auch die bunten Kroküsse sind nun voller süßer Genüsse. Auch die vielen Schneeglocken können immer noch verlocken. Der erste Nektar frühlingsfrisch holt reichlich Bienen an den Tisch. Wie wunderbar sind Irisblüten, die ihren Pollen kunstvoll tüten in Kronenblätter prachtgeschmückt, was Apisfräulein sehr entzückt. Sind Blumen eigentlich bienenschön? Was sie auf ihren Reisen sehn, ist eine Farbenflut an Reizen – Blüten… Weiterlesen

Candel in the night Im Kerzenlicht Es ist schon eine wunderbare Gabe, dass durch die Kunst der Bienenwabe das Wachs kam in die dunkle Welt. Es hat fortan die Nacht erhellt. Die Biene schuf für ihre Brut Einen Baustoff – der unendlich gut. Das Wachs hat beste Eigenschaften Lässt Wassertropfen nicht mal haften. Dazu entströmt ihm feinster Duft, der wohlig würzt in Räumen Luft. Der Mensch nahm dieses Wachs zur Hand. Die… Weiterlesen

Kommensalen Ein laut Gesumm im Birnenbrei – Die Süßigkeit verlockt, Führt allerlei Insekt herbei Am Fleisch manch Kiefer hockt. In großer Zahl sind Goldfliegen, nebst Verwandtschaft angereist. Jede will was vom Zucker kriegen Das Mus wird rasch verspeist. Der Birnenbaum ganz Spender ist. Er wirft sein Obst zu Erden. Was weich versinkt grad auf den Mist, Braucht nicht geopfert werden. Die Pflasterbirne jäh zerschellt. Aus schönster Form wird Brei. Was tragisch in… Weiterlesen

Traubenblau Himmelblaustes Kissen Trauben klein wie Glöckchen Locken mit Aromen Hyazinthen wissen, wie sie süß betören Bienen als auch Hummeln. Tief im Traubenwald Hört ein jeder bald Brummen hier und Summeln. Lebt ich als kleiner Wichtel dort, Dann wär für mich der blaue Ort Mein Paradies der Träume. Ich wandel durch die Räume, die einem Weinberg gleich an jedem Rebenzweig hängen die blausten Trauben, die mir Vernunft rasch rauben.