Filipendula – der zarte Duft des frühen Sommers

Filipendula –
der zarte Duft des frühen Sommers

Als würde der Holunder noch einmal blühen –
ein feinsüßer Duft schwebt um mich her.
Die letzte Junisonne beginnt zu glühen.
Die Schritte macht das ziemlich schwer.
Stolz steht das Mädesüß am Gartenteich,
reckt sein Blühwerk hoch gen blauen Himmel.
Das milde Weiß strahlt vornehm bleich –
alle Rispen voll Gewimmel.
Filipendula lädt heut köstlich ein.
Ihr Duft lockt reichlich Gäste. Weiterlesen

Ins Natürliche verwildert

Ins Natürliche verwildert

Vor Jahren stand im Garten hier
eine edle Rose von höchster Zucht.
In Blütentracht war sie voller Zier
von vielen Augen gern besucht.
Ihr Edelreis erkrankte dann.
Es trocknete bald Ast um Ast.
Ziemlich tot erschien sie irgendwann.
Vom Holze löste sich schon Bast.

Ich wollte sie eigentlich entfernen.
Da sah ich tief unten einen Trieb.
So sollte ich wohl wieder lernen,
dass die Natur hier anders schrieb. Weiterlesen

Frühstück!

MohnhummelnFrühstück!

Es ist grad sieben, noch kühl am Morgen
da gehen Hummeln schon besorgen.
Das erste Frühstück lockt knallrot
dort gibt es frisches Pollenbrot.
Und wie in einem Brötchenladen
kann etwas Warten gar nicht schaden.
Am Blütengrund ja da bedienen
sich schon die ersten dicken Bienen.
Zwei weitere hocken im Schweben.
Für sie soll es auch bald was geben.
Wer zuletzt kommt, wartet weiter oben
Man muss Geduld hier richtig loben.
Wenn dann der Hunger richtig beißt,
der Faden dann doch einmal reißt. Weiterlesen

Komposition zum Schönen

IrisblüteKomposition zum Schönen

Wie lassen Augen sich verwöhnen
grad beim Betrachten von dem Schönen.
Doch ist bei uns alles schon schön,
wenn es nicht hässlich anzusehn?
Der Gang im Garten jetzt im Mai
setzt Augenweiden täglich frei.
Heut schau ich mir die Iris an –
verzückt sie mich in ihren Bann.
Die Blüte will Bestäuber locken,
die auf der Narbe flüchtig hocken.
Zum Fruchten braucht es Blütenpollen,
den Pflanzen oft von andren wollen.
Die Schwertlilie zeigt Schönheit pur.
Was konstruiert sie alles nur,
um weithin göttlich hübsch zu flirten
mit Schmuckdesign – ganz unerhörtem.
Das Blütenkleid ein einziger Traum
edel gelupft bis in den Saum.
Die Kronenblätter stolz drapiert,
dass sich viel Licht darin verliert. Weiterlesen

Auf der wilden Möhre

P1290090Auf der wilden Möhre

Seit ein paar Jahren
wächst vorne im Garten
Ein Doldenblütler
wohl aus Wildblumensaaten.
Ich wusste lange Zeit nicht,
was für ein Kraut das war.
Doch was auf den Blütentellern
im Junisommer geschah,
das war wie ein gedrängter Insektenzoo
und machte das Herz eines Biologen froh.
Der schaute dann in der Botanik nach:
Das brachte „ Wilde Möhre“ an den Tag.
Die Bestimmung gelang auch zweifelsfrei;
Denn die Dolde hat immer grüne Blätter dabei.
Ab Juni lockt
betörender Blütenduft
Weithin riechbar
in wohliger Sommerluft.
Beflügelt kommen sie angeflogen
Ganz voller Sucht nach den Nektardrogen. Weiterlesen

Fette Henne

Fette Henne

Wir haben es nicht mit einem
Suppenhuhn
zu tun.
Diese Fette Henne,
So wie ich sie kenne,
Blüht
Mit viel Nektargemüt
Vom späten August
In den Herbst hinein.
Manch
Insektenbein
Läuft über den
Blütenteller
In rot, rosa
Und heller.

Wenn die Fette Henne wieder blüht,
Pfeif ich ihr mein erstes Herbsteslied.
Keine Blume, die ich im Garten kenne,
ist mütterlicher als meine Fette Henne.
Wenn die Fette Henne wieder blüht,
Wird der späte Sommer langsam müd.
Im Nektar strömt das Süße –
Des Sommers letzte Grüße.
Die Fette Henne meint es gut –
Erfrischt noch einmal Falterblut.

Angelica

Angelica

Eigentlich wollte ich Brombeeren suchen
Unten an Ludbrocks Graben
Für einen Kuchen.
Da haben
mich
Blühende Stauden am Saum beeindruckt
Mit ihren großen Doldenständen.
Habe hin geguckt.
Sie spenden
wohl
Leckeren Nektar und feinen Blütenstaub
Für ganz viele Schwebfliegen
Und mit Verlaub:
Da kriegen
auch
Brummer, Wespen, Falter und Bienen
ihren Anteil Blüten – frisch
Denn alle dienen
Bei Tisch
Mit. Weiterlesen