Gerhard Laukötter's Blog

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Fünf faule Birnen Fünf faule Birnen liegen gesellig auf der Mauer. Hier kommen keine Fliegen. Es gibt auch keine Trauer. Sie hingen, um zu reifen. Die Frucht war prall und groß. Ich konnte sie bald greifen – dann kam ihr Todesstoß. Schimmelpilze sind als Täter. für Birnenmord bekannt. Mal früher oder später nimmt Fäulnis überhand. Werbeanzeigen

Die Birne ruft! Die Birne ruft – fast alle Wespen kamen. Der tiefe Fall durch Morgenluft kannte am Ende kein Erbarmen. Am Boden lag frischgelber Brei. Die Form war sturzzerstört. Das Birnenfleisch lockte herbei, als hätten sie den Plumps gehört: Wespen, Hornissen wie auch Fliegen. Sie hocken nun ganz dicht gedrängt am süßen Tische ja da kriegen sie kaum Futterneid – so reich beschenkt. Es fallen wieder fast minütlich die Birnen; denn… Weiterlesen

Birnenregen Im Garten ragt ein Birnenbaum. Er ist sehr alt, verschafft sich Raum. Zeigt seine Krone voller Stolz. Im Stamme ruht viel Jahresholz. Weil er in diesem frühen Jahr vom Blütenmeer geflutet war und auch die Bienen, Hummeln summten, die Früchtemengen nur so brummten. Der ganze Baum hing brechend voll – die Ernte mehr als übertoll. Gegen Ende August begann der Regen. Das war nicht nur der reinste Segen. Wie eine Bombe… Weiterlesen

Sieben Admiräle Sieben auf einen Streich – ich sehe sie zugleich. Es flattern schmucke Admiräle Sieben, wenn ich sie hier zähle. Alle haben sich hübsch rausgeputzt Die Uniform ist nicht verschmutzt. Der Körper ist ganz braun behaart. Oranger Ring folgt dann apart, Flügelspitzen rabenschwarz beschuppt mit weißen Flecken keck betupft. Wie aus dem Himmel lichtes Blau zeigt sich am Rand der Flügelschau. Die Admiräle inspizieren am Boden dort mit anderen Tieren die… Weiterlesen

Kommensalen Ein laut Gesumm im Birnenbrei – Die Süßigkeit verlockt, Führt allerlei Insekt herbei Am Fleisch manch Kiefer hockt. In großer Zahl sind Goldfliegen, nebst Verwandtschaft angereist. Jede will was vom Zucker kriegen Das Mus wird rasch verspeist. Der Birnenbaum ganz Spender ist. Er wirft sein Obst zu Erden. Was weich versinkt grad auf den Mist, Braucht nicht geopfert werden. Die Pflasterbirne jäh zerschellt. Aus schönster Form wird Brei. Was tragisch in… Weiterlesen

Lucilia Wenn Früchte reifen im August, lockt Zuckriges die Schlemmerlust. Die gelbe Birne springt vom Ast Zu schwer war bald die süße Last. Zerschmettert platzt das Fruchtfleisch auf Und Fliegen gibt es nun zuhauf. Ganz viele sind grüngold lackiert Vom Sonnenlicht funkelnd poliert. Ihr Körper glänzt metallisch schön Hab solch ein Schillern kaum gesehn. Goldfliegen bunt wie sie mal sind Bleiben vom Aas das ärmlich Kind.

Süßer die Birnen nicht locken (2) Süßer die Birnen nicht locken Als zu dieser Spätsommerzeit. Am Birnenmus fast friedlich hocken Die Wespen im gelbschwarzen Kleid. Sie nagen am süßen Fleische Im innigen Schwesternverbund. Man hört keine bösen Geräusche Für Neid gibt es keinen Grund. Sie fressen fast wie Maschinen Und kauen in einem fort Als wären sie fleißigste Bienen Nur an einem falschen Ort.

Herbstliches Nach frischer Nacht trieft wieder Tau Im Grase feuchten Schuhe. Gestern da strömte es noch lau Im Abendwind der Ruhe. Vom Westen schiebt die Wolkenfront Nun kühles, raues Wetter Es hat sich vorerst ausgesonnt Heut wird es wenig netter. Wild reißt der Wind am Blätterhemd Mit seinen neuen Farben. So wie er forsch die Zweige kämmt, bricht er dort frische Narben.

Süßer die Birnen nicht locken Süße Birnen regnen dicht Ihr Baum lässt sie tief fallen. Die reife Frucht am Boden bricht Man hört ihr dumpfes Prallen. So süßer Saft quillt aus dem Spalt Lockt Fliegen, Wespen, Falter Es lecken saugen, fressen bald Die Birnenfruchtverwalter. Wespen sind voll Futterneid Vertreiben Kommensalen Die Fliege nutzt Gelegenheit – Verkriecht sich unter Schalen.