Gerhard Laukötter's Blog

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Seerosenrot Jeden Tag mehrt sich die Blütenzahl der Seerosen – beim ersten Sonnenstrahl da öffnen sich prachtvolle Kronenblätter Staubfadenbeutel zeigen sich erst später, wenn der Tag erstrahlt im hellsten Mittagslicht die Wasserrose herrlich uns anspricht. Im Ursprunge war Nymphaea blütenweiß Die Krone schmückte schön ein großer Kreis von Blütengeschmeide in bräutlicher Zier. Nichts Ebenbürtiges fand sich im Weiher hier. Wenn jede Seerose immer im Weiß erblüht, sich keineswegs um andere Farben je… Weiterlesen

Ausgeblüht Nicht immer ist es hübsch und schön länger Verblühtes anzusehen. Was vorher Farbenpracht versprühte, im Blütenrund zutiefst erglühte, das welkt nun blässlich trist ins Braun. Man möchte kaum noch rüberschaun. Das Trauerspiel wird abgeschmissen Ein kahler Stiel bleibt den Narzissen. Vielleicht wächst hier bei etwas Glück eine Samenschote aus dem Stück. Ganz anders machen es Kuhschellen. Wenn sie sich aus dem Farbkleid pellen, dann sprießen bald aus alter Blüte federige Haare… Weiterlesen

Unbekannte Blume Unbekannte Blume im mediterranen Morgenlicht dein zartblaues Blütengesicht kenne ich noch nicht. Im Vorbeigehen bleibe ich fast andächtig vor dir stehen. Ich muss zur dir hochblicken doch voller Entzücken. Eine solche Anmut tut jedem Auge gut. Du schwelgst nicht im Ultramarinblau bist aber auch keine blässliche Frau. Eher vornehm im Farbenniveau machst du die Szene froh.

Wie aus dem Nichts Eine kleine Insel mir zu Füßen will mich zum ersten Mal begrüßen. In der zweiten Woche vom Advent auf Comino Wundersames brennt. Das Eiland ist fast gänzlich hart. Die Welt hat nicht am Stein gespart. Ein Felsenmeer mit steilen Riffen und viel Geröll mit inbegriffen. Ganz zwergenhaft gedeiht Bewuchs. Kaninchen gibt’s – doch keinen Fuchs. Soweit das Auge Blicke lenkt, kein Baum hier wohl ans Wachsen denkt. Obwohl… Weiterlesen

Blauer Eisenhut Als ein sehr später Gast zum Winter hin fast besitzt der blaue Eisenhut immer noch Blütenblut. Ein frisches Azurblau zeigt er zur Schau, wenn der Sommerblumenrest nach und nach die Bühne verlässt. Verspätete Wespen suchen noch Nektar und Pollenkuchen. Bienen und Hummeln königlich schlafen. Erster Frost würde sie strafen. Der Eisenhut blüht gegen die Zeit. Fast trotzig wirkt sein Farbenkleid. Derweil die Ginkgoblätter fallen sich feucht am Boden klebrig ballen,… Weiterlesen

Van Gogh`s Sommerherzen Wenn seit ein paar Tagen wieder die Sonnenblumen blühen, meine Gedanken unwillkürlich zu den magischen Bildern von Vincent ziehen. Eine breite Vase leuchtender Sonnengesichter. Ihre Farbengewalt macht den Sommer noch dichter. Jedes Kronblatt zeigt seine eigene Kraft pastöser Pinselstrich solches nur schafft. Helianthus, die Sonnenblume kann keiner übersehen. Sie will dem Himmel am nächsten stehen. In Frankreichs Süden lavendelbetört strahlt diese Pflanze so unerhört. Ihre Samen sind als Ölquelle… Weiterlesen

Hechtkraut – made in USA Mit zartblauen Lippen hübsch anzusehen imponiert Hechtkraut zur Zeit besonders schön. Seit ein paar Jahren ziert es auch unseren Teich. Hat es zu tun mit den Hechten und Laich? Vor ein paar Jahren wurde es uns geschenkt. Es wuchs dort so üppig und eingeengt. In unserem Teich war kaum ein Platz noch frei. Alles wächst um die Wette und das schon seit Mai. Zwischen Hahnenfuß, Schwertlilien, Fieberklee… Weiterlesen

Kratzdisteln Unsere Schafe machen einen großen Bogen herum. Denn sie sind im Fressen wirklich nicht dumm. Kaum lässt eine Kratzdistel ihre ersten Blätter sehen, ist es um jede nahe Freundschaft auf Dauer geschehen. Mit spitzen Dornen gänzlich böse übersät wird jedes Blatt zum perfiden Abwehrgerät. Sollte ein Wiederkäuer hier gerade fressen, wird er die schmerzhaften Wunden niemals vergessen. Die fiesen Dornen stechen und schneiden alle die, die hier so ahnungslos weiden. Was… Weiterlesen

Orchideenversammlung Ich hatte diese Insel früher schon gebucht – den Tulpen- und Lilienfrühling dort gesucht. Amsterdam lag dabei gar nicht so fern Doch auf dem Texel-Eiland da war ich gern. In diesem Jahr reiste ich später dorthin. Soeben von dem Juni war der Anbeginn. Die Osterblüher standen welk, im Lichte tot – die großen Felder ohne jedes Gelb und Rot. Dieses Mal sah ich ganz andere Pflanzen. Die Neugierde groß, ließ die… Weiterlesen

Immer wieder neu Jedes Jahr da freu ich mich immer wieder neu am Goldlack in seinem Farbenkleid dazu Duftaromen weit und breit. Die Pflanze ist mir kindbekannt, sah sie schon früh in Tantes Hand. Als ich das Gärtnern selbst entdeckte, der Goldlack bald im Erdreich steckte. Jetzt, wo der Mai lädt zum Blütenball erstrahlt das Goldgelb überall. Ein steinig Grund genügt dem Lack. Fällt Samen aus dem Schotensack, dann will die Pflanze… Weiterlesen