Gerhard Laukötter's Blog

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Heuschrecklich An der Zierlauchkugel hockte heut eine Heuschrecke für eine Zeit. Sie kletterte durch das Dickicht suchte den Platz im Rampenlicht. Ich kam ihr nah, das merkte sie, bewegte leicht das linke Knie. Danach – es überraschte nicht – die rechte Hüfte die Lethargie unterbricht. Werbeanzeigen

Goldregen Goldregen- was für eine märchenhafte Illusion – dem braven Mädchen wurde er zum reichen Lohn. Jetzt blüht die Pflanze üppig, ihr Gelb so richtig satt. Ein schöner Strauch, doch der es böse in sich hat. So verschwenderisch sich all die Blüten präsentieren ihre inneren Werte sich in starkem Gift verlieren. Hummeln und Bienen haben Goldregen richtig lieb. Sie werden allzu gern hier zum Pollen- und Nektardieb. Hier brummt und summt es… Weiterlesen

Gänseblümchenmeer Eigentlich ist es nur ein Fusballspielfeld vielleicht aber das schönste auf der Welt. Im Vorbeifahren auf dem Weg zum nächsten Ziel kamen urplötzlich wahnsinnig viele Gänseblümchen ins Spiel. Ich sah, vom satten Maiengrün umrahmt, was ich niemals zuvor wohl so geahnt, ungewarnt eine große schneeweiße Fläche, worauf hin ich die Weiterfahrt abrupt unterbreche. Erst dachte ich, ist das feinsplittriger Schotterbelag? Doch wenn so etwas auf einem Sportplatz lag, wäre das Spiel… Weiterlesen

Vom Reiz der späten Blüte Fast geht es mir ein wenig zu schnell, wenn ich jetzt neue Blüten zähl. Was gestern noch verschlossen blieb, öffnete sanft der Frühlingstrieb. Primeln, Tulpen und Narzissen um ihre bunte Schönheit wissen. Sie zeigen sich in bester Farbe locken von weitem hin zur Narbe. Die Zeit der Anmut währt nur kurz. Danach erfolgt oft tiefer Sturz der Kronenblätter auf die Erde, dass Humus irgendwann draus werde.

Vor dem Erblühen Manchmal dauert es schon Tage, manchmal doch nur Stunden dann haben Blüten ihr Gesicht gefunden. Wenn grüne Knospenhüllen brechen, öffnet sich Münder fast zum Sprechen. Verborgenes kommt zögerlich ans Licht Mein Auge in die Tiefe sticht. Das Blütenkleid ist noch gefaltet. Mein Blick sich in die Teile spaltet, die diese Blume mir grad gewährt. Der Rest bleibt züchtig noch versperrt. Geheimnisvoll und doch schon offen lässt die Kuhschelle vieles… Weiterlesen

Frühlingsblau Wenn ich jetzt in den Garten schau, färbt früher Lenz manch Blüten blau. Eine Irisgruppe liebt das Azur Gelbe Zungen stören wenig nur. Vom Leberblümchen ist das Blau milder, doch zaubert es sehr schöne Bilder. Buschwindröschen im hellhimmelblau zeigen sich vornehm am Waldrand zur Schau. Wo jetzt Traubenhyazinthen blühen, kann man ein Meer an Blauheit finden. Ein Blau, das oft Violett schon grüßt, zeigen die Veilchen – ihr Duft versüßt die… Weiterlesen

Lungenkraut Im Wäldchen vorn unter den Buchen brauch ich nicht lang nach ihm zu suchen. Hier find ich reichlich Lungenkraut, das gerade jetzt am schönsten schaut. Seit zwei Wochen in zarten bunten Farben die Blüten hier vom Boden ragen. Wenn eine Knospe neu aufgeht, diese in rotem Kelche steht. Zwei, drei Tage später zeigt diese Blüte ein blaues Violett von feinster Güte.

Sechszehn Prozent Eine Insel maiengrün, übersät von Blüten, die muss ein besonderes Geheimnis hüten. Madeira gleicht vielleicht einem Garten Eden. Es scheint so, als wollten Pflanzen hier reden. Bougainvilla, Hibiscus, Papageienblume beduften die Insel zu prachtvollem Ruhme. Agapanthus als Liebesblume bei uns hoch geehrt säumt hier die Straßen, wo immer man fährt. Noch nie habe ich so eine bunte Insel gesehen. Wie konnte solch Traum in Erfüllung nur gehen?

Kapuzinerkresse Kapuzinerkresse esse ich erst seit ein paar Jahren. Da habe ich erfahren, dass die schönen Blüten nicht nur Salate vergüten. Zuletzt durfte ich auf Tagetes kauen. Ihre Bitterstoffe helfen verdauen. Wenn man erstmals die gelben Blüten schmeckt, entdeckt das Zungenepithel Geschmäcker jenseits von einfach und lecker. Auch Gänseblümchen sind ein Genuss nicht nur als Frühlingsgruß. Ich kenne kaum das Pflanzenreich. Es bietet mir trotzdem so reich an vielfältigen Aromen, die in… Weiterlesen

Herbstliche Blütenquelle Den mörderischen Trockensommer überlebt hat eine bodendeckende Aster an steiniger Stelle. Spät im Oktober- wenn das Herbstlaub windgefegt schäumt diese Pflanze blütenvoll wie eine Quelle. Blätter sind kaum noch zu erkennen. Zu dicht ist hier der Blütenfluss. Man könnte dies fast einen Gletscher nennen. Vom Stein herab ergießt sich weißer Blumengruß. Im Blütenmeer sperren sich alte, braune Blätter. Sie warten nur noch auf den modrigen Zerfall. Doch heute ist noch… Weiterlesen