Matschmohn

Matschmohn

In kalten Nächten wuchs Novemberreif.
und später Tau erfror zu Eisestränen.
Die letzten Rosenknospen ragen steif
Bewaffnet fein mit kleinsten Glitzerzähnen.
Im morgendlich erwachtem Sonnenlicht
Da lösen sich vom Eis die starren Häute.
Der grad gehauchte weiße Zauber bricht.
Er tröpfelt nass und rinnt hinein ins Heute.

Die frühlingshaften noch so warmen Brisen
Sie haben Blüten hoffnungsfroh wohl nachgeschickt.
Marienblümchen lachen in den Wiesen
Ob wohl Novemberuhr noch richtig tickt?
Seit Wochen schon da glaubt der dicke Mohn,
er müsse sich noch einmal sündig schmücken.
Drei Knospen öffnen sich in Bälde schon.
Wollen mit rotem Feuer blühend uns entzücken. Weiterlesen