Gerhard Laukötter's Blog

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Harte Zeiten Seit Tagen klirrt die Luft gefroren. Vom Schnee ein Rest der wirkt verloren. Laubbäume harren gänzlich nackt Bei Sternenklarheit richtig sackt im Januar die Temperatur – harte Zeiten für die Natur. Der Maulwurfhaufen nun felsenhart, kein Vogel mehr am Boden scharrt. Den Teich verschließt längst dickes Eis Schneegriesel färbt die Haut zart weiß. Was macht ein Regenwurm im Winter? Da komme ich noch rasch dahinter. Er vergräbt sich tiefer in… Weiterlesen

Beschissene Bilanzen Eigentlich macht unser Hund jeden Morgen und jeden Abend nicht mal ein halbes Pfund. Er geht immer wieder auf das gleiche Feld. Eine gute Gewohnheit, die uns gut gefällt. Nicht am Rand sondern gehörig weit weg macht er gekrümmt seinen Dreck. Danach wird tüchtig mit den Beinen gescharrt. Mit Erdreich wird nicht gespart. So endet stets sein Geschäft – Nicht ein einziges Mal wird danach gekläfft. In Gedanken addiere ich… Weiterlesen

…weil Zukunft Leistung braucht! Das steht auf einem Silobehälter hier – doch lesen kann ja wohl kein Tier. Ein Häuschen wird am Platz gebaut. Gerad putzt man ihm die Außenhaut. Viel Stahlbeton und Mauergestein die mussten schon verarbeitet sein. Ein Kunststoffmantel deckt zum Schluss, weil Energie man sparen muss. Dies Haus hat Zukunft, ist solid. Eine gute Leistung, wie man sieht. Für den Menschen geht die Rechnung auf. Betrachtet man den Bauverlauf,… Weiterlesen

Bodenfurchtbarkeiten Wenn ich den Erdboden genauer betrachte, bekomme ich es mit dem Fürchten zu tun. Über lange Zeit im Leben ja da dachte ich, das Erdreich würde noch gut in sich ruhn. Luft wie Wasser schienen mir weit mehr bedroht. Der Boden funktionierte in Wald und Feld – fast überall. Doch die schleichende, zerstörende Bodennot wird vielleicht zum bösesten Zukunftsknall. Die schlimmste aller Furchtbarkeiten bleibt seine Versiegelung, wenn Boden verschwindet für immer… Weiterlesen

Plötzlicher Haustod Vor unserer Tür da stirbt ein Haus. Das Ganze schaut recht traurig aus. Seit gestern beißt ein Bagger Stücke und immer größer wird die Lücke. Das Haus war sicher hochbetagt. Die Baudemenz hat auch genagt. Man hat die Pflege lang vergessen. Wer es zuletzt noch hat besessen, der lebt im Heim – dort gar nicht schlecht. Am Haus pickt grob der Mauerspecht. Was hat das Haus bis heut erlebt –… Weiterlesen

Vom Baufieber zum Bodentod Historisch niedriges Hypothekenzinsniveau macht viele Bauwillige stark und froh. Wozu noch staatliche Abschreibmodelle? Selbst mit stattlichem Baugeld geht Abzahlung auf die Schnelle. 400 000 neue Wohnungen werden pro anno gebraucht, in denen schnellstmöglich der Schornstein raucht. Bagger scharren mit den Schaufeln, Kräne recken sich. Nach verkürzter Bauplanung kommt erster Spatenstich. In vielen Städten scheint das Baufieber ausgebrochen. Es wird viel vom Neubau im Grünen gesprochen. Eine Firma zu… Weiterlesen

Überflüssig Überflüssig erscheint der warme Januarregen. Seit Tagen Wolkenfetzen über das Land her fegen Regenrinnen die Fluten oft nicht mehr schlürfen. Unzählige Tropfen nicht mehr in das Erdreich dürfen. Der Ackerboden mag gar kein Wasser mehr trinken Mit jedem Schritt beginne ich, tiefer im Schlamm zu versinken. Im Boden herrscht überall große Überschwemmungsnot Überflüssiges Wasser bringt manchem Bodentier den sicheren Tod. Sind alle Porenkanäle restlos gefüllt und getränkt, ist bald aller Sauerstoff,… Weiterlesen

Dezemberregen Nächte zehren mehr vom Tageslicht. Kein Blatt dem nackten Zweig noch bricht. Viel warmer Wind streicht durch die Fluren nestelt verstreut an Herbstfallspuren. Die Luft tiefgrau im Regenhemd bald wieder Wasser nieder schwemmt. Bis an den Hals ist Boden nass. Seit Tagen quillt das Speicherfass. Wohin ich meine Füße lenke, da füllt sich rasch die Abdrucksenke. Noch ist kein Ende abzusehen. Die Wolkenleiber schwanger blähen. Dezemberregen füllt die Bäche verschlammt die… Weiterlesen

Auf der Straße gelandet Über Nacht lag es da. Keiner weiß, wo es vorher war Novemberfrost hat es vereist kurz, nachdem es verreist. Es hat nicht mehr viel vor, seitdem es jeglichen Halt verlor Vom Winde orientierungslos verweht das Schicksal hier weiter geht. Vielleicht, um in der Gosse landen? Auch andere Blätter fanden ihre verletzte Ruhe dort, fuhren gemeinsam zu einem Ort, wo sie all ihre Strukturen verlieren beim kommunalen Kompostieren. Vielleicht… Weiterlesen

Vom Maise befreit… Vom Maise befreit sind Ackerflächen, des Häckslers Maul wollte sie alle. Scharfe Zähne reife Kolben zerbrechen Es kaut die Ernte bald das Vieh im Stalle. Der Mais stand einsam oft mit sich geklont. Kein Gesellschaftspflänzchen fand bei ihm Asyl. Vorm Herbizid blieb keines hier verschont – Die brachte Bauer mehrfach fies ins Spiel. Der heiße Sommer stieß die geilen Pflanzen in neue Höhen – düngerhochgedopt. Am Acker selten Mücken… Weiterlesen