Vom Baufieber zum Bodentod

BodenVom Baufieber zum Bodentod

Historisch niedriges Hypothekenzinsniveau
macht viele Bauwillige stark und froh.
Wozu noch staatliche Abschreibmodelle?
Selbst mit stattlichem Baugeld geht Abzahlung auf die Schnelle.
400 000 neue Wohnungen werden pro anno gebraucht,
in denen schnellstmöglich der Schornstein raucht.
Bagger scharren mit den Schaufeln, Kräne recken sich.
Nach verkürzter Bauplanung kommt erster Spatenstich.

In vielen Städten scheint das Baufieber ausgebrochen.
Es wird viel vom Neubau im Grünen gesprochen.
Eine Firma zu finden, das ist schon ziemlich schwer.
Es drängeln die Aufträge von Tag zu Tag mehr.
Vor nicht allzu langer Zeit wurde im Land befunden:
Wir haben den Boden längst genug schon geschunden.
Fast 20 Prozent der Flächen mehr oder weniger versiegelt
zu Straßen geteert, zu Häusern verputzt und verziegelt.
Die Krankheit des Bodens hieß bald: der Flächenfraß
Der Verlust an lebendigem Boden überstieg jegliches Maß.
Als oberstes Ziel wurde hoffnungsvoll spekuliert,
dass unser Land keinen weiteren Grund an den Bau verliert. Weiterlesen