Gerhard Laukötter's Blog

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Harte Zeiten Seit Tagen klirrt die Luft gefroren. Vom Schnee ein Rest der wirkt verloren. Laubbäume harren gänzlich nackt Bei Sternenklarheit richtig sackt im Januar die Temperatur – harte Zeiten für die Natur. Der Maulwurfhaufen nun felsenhart, kein Vogel mehr am Boden scharrt. Den Teich verschließt längst dickes Eis Schneegriesel färbt die Haut zart weiß. Was macht ein Regenwurm im Winter? Da komme ich noch rasch dahinter. Er vergräbt sich tiefer in… Weiterlesen

Fruchtkörperlose Zeiten So trocken war der Boden lange nicht, dass lehmige Erde rissig zerbricht. Was wir bis dato Rasen nannten, zeigt sich als Wüste der Verbrannten. Das Gras liegt welk und braun dazu. Auf Weiden hungert manche Kuh. September ist sonst Sammelzeit für Pilze, die als Köstlichkeit mit ganz besonderen Aromen manchem Gericht schmackhaft beiwohnen. Doch Sammelkörbe bleiben leer Nichts wird es aus dem Pilzverzehr. Suchen ist keinen Pfifferling wert – auch… Weiterlesen

Überflüssig Überflüssig erscheint der warme Januarregen. Seit Tagen Wolkenfetzen über das Land her fegen Regenrinnen die Fluten oft nicht mehr schlürfen. Unzählige Tropfen nicht mehr in das Erdreich dürfen. Der Ackerboden mag gar kein Wasser mehr trinken Mit jedem Schritt beginne ich, tiefer im Schlamm zu versinken. Im Boden herrscht überall große Überschwemmungsnot Überflüssiges Wasser bringt manchem Bodentier den sicheren Tod. Sind alle Porenkanäle restlos gefüllt und getränkt, ist bald aller Sauerstoff,… Weiterlesen

Krebse auf dem Holzweg Was machen Krebse nur im Wald? Sie lieben Wasser warm und kalt. Ich finde sie an allen Küsten, wo sie mit Scheren arg sich brüsten. Auch Tümpel, Weiher das sind Stellen, da schweben Krebse durch die Wellen. Ob Hüpferling, ob Wasserfloh sie schwimmen dort und sind sehr froh. Doch auch im Wald am Fuß von Buchen kann ich sehr viele Krebse suchen. Dem Meer kehrten sie einst den… Weiterlesen

Bodenzersetzungsorchester Damit unsere Erde immer fruchtbar sei – Ein Wonnemonat erblühet im Mai, damit uns der Herbst mit Früchten beschenkt, muss Boden zersetzen – uneingeschränkt. Was das Erdreich in dunkler Stille vollbringt, bleibt nahezu unfassbar, weshalb es uns zwingt, diese unglaubliche Leistung erdlich zu begreifen, damit späte Einsichten hoffentlich noch reifen, wie wir mit diesem so perfektem System zukünftig nachhaltig sorgsam umgehn. Ein Bodenorchester spielt das Lied vom Leben. Alle Zersetzer wollen… Weiterlesen

Bald ruht die Erde Was von dem Maisfeld übrig blieb, Zerhäckselt unterm Messerhieb, Kommt bald schon unter Egg und Pflug. Zu Ende geht der Erntespuk. Der Acker liegt zur Winterszeit Ganz ohne ein Bedeckungskleid. Er fröstelt, friert tief in der Krume Sah ein Jahr lang gar keine Blume. Monateviel bis Anfang Mai Zeigt sich die Erde nackt und frei. Im Wäldchen neben solchem Feld Herrscht eine völlig andre Welt. Hier schmiegt sich… Weiterlesen

Gangstar Einsam in der Unterwelt Gräbt er seine Gänge. Was der Nase dort gefällt, gerät bald in die Fänge. Schaufelbeine helfen ihm, Sein Reich auszudehnen. Selten ist er mal intim. Nur kurz sein Liebessehnen. Gern haust er für sich ganz allein. Arbeit machen die Haufen. Mit kurzem Fell ganz schwarz und fein – Lässt es sich rückwärts laufen. Klitzeklein die Äugelein Wollen kaum noch sehen. Etwas Licht vom Sonnenschein – Das wird… Weiterlesen

Milbentraum Hoch zum Himmel ragen Berge Alter Blätter in die Höh. Milben sind hier Kletterzwerge Wirken fast wie Gletscherflöh. Tief im Tale liegen Stämme Angefräst durch Asselbiss. Geweberippen bauen Dämme Sind den Milben Hindernis. Weiter unten ziehen Schächte Blattetagen stapeln dicht Tage sind hier eher wie Nächte Sparsam arm wird jedes Licht.

Das alte Blatt Das alte Blatt liegt unzerkaut Ganz spröde auf der Bodenhaut Vermisst Kontakt zum Erdenreich – So wird kein Körper feucht und weich. Hart rascheln viele Blätterleichen. Niemand will sie zum Mahle reichen. Kein Asselchor, kein Milbenheer Die dächten hier an den Verzehr. Auch meiden Würmer diesen Ort Und Schnecken sind seit langem fort. Hainbuchen steh’n in Reih und Glied, wo Landwirtschaft das sonst vermied. Vor Jahren war hier Ackerbau… Weiterlesen

Wenn ich ein Springschwanz wär…. Wenn ich ein Springschwanz wär, ich machte tausend oder mehr Sprünge im trauten Wald – Da leb ich hüpfend halt. Wenn ich ein Springschwanz wär, beherrscht ich Saltos sehr. Ich kann mich rückwärts überschlagen An kühlen feuchten Tagen. Wenn ich ein Springschwanz wär, ich hätt nur indirekt Verkehr. Leg Spermapäckchen vor die Füße Als meine Art der Liebesgrüße Und hoffte, dass die Herzensdame Entscheidet sich für die… Weiterlesen