Gerhard Laukötter's Blog

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Milbentraum Hoch zum Himmel ragen Berge Alter Blätter in die Höh. Milben sind hier Kletterzwerge Wirken fast wie Gletscherflöh. Tief im Tale liegen Stämme Angefräst durch Asselbiss. Geweberippen bauen Dämme Sind den Milben Hindernis. Weiter unten ziehen Schächte Blattetagen stapeln dicht Tage sind hier eher wie Nächte Sparsam arm wird jedes Licht.

Das alte Blatt Das alte Blatt liegt unzerkaut Ganz spröde auf der Bodenhaut Vermisst Kontakt zum Erdenreich – So wird kein Körper feucht und weich. Hart rascheln viele Blätterleichen. Niemand will sie zum Mahle reichen. Kein Asselchor, kein Milbenheer Die dächten hier an den Verzehr. Auch meiden Würmer diesen Ort Und Schnecken sind seit langem fort. Hainbuchen steh’n in Reih und Glied, wo Landwirtschaft das sonst vermied. Vor Jahren war hier Ackerbau… Weiterlesen

Wenn ich ein Springschwanz wär…. Wenn ich ein Springschwanz wär, ich machte tausend oder mehr Sprünge im trauten Wald – Da leb ich hüpfend halt. Wenn ich ein Springschwanz wär, beherrscht ich Saltos sehr. Ich kann mich rückwärts überschlagen An kühlen feuchten Tagen. Wenn ich ein Springschwanz wär, ich hätt nur indirekt Verkehr. Leg Spermapäckchen vor die Füße Als meine Art der Liebesgrüße Und hoffte, dass die Herzensdame Entscheidet sich für die… Weiterlesen

Im Schnurwurmparadies Wo Blätter, Holz am Boden liegen, Da ist für ihn Schlaraffenland. Da kann er niemals Hunger kriegen: Denn Leckeres ist stets zur Hand. Die hat er nicht – dafür viel Beine, sie kann wer zählen, der das will. Dem Schnurwurm geht es nur alleine, dass es viel Blätter regnen will. Wenn dann vom Baum ein dicker Brocken Vom Sturm krachend zur Erde fällt, Ist unser Schnurwurm kaum erschrocken; Denn altes… Weiterlesen

Ins Innerste der Erde Der Blick im Wald zur Erde hin Er trifft auf braune Blätter. Da krabbeln graue Asseln drin. Ein Wurm schleimt dort, ein netter. Im Asselkot – ich staune nur winzige Milben fressen. Bis ich verfolg die nächste Spur, muss ich weit feiner messen. Im Humusreich wird Leben klein Und ist doch übermächtig. Bakterien wuseln dort gemein Und Pilze wuchern prächtig. Die Mikrowelt kommt mir so vor wie ewiges… Weiterlesen

Der Pflug der bösen Tat Ist der Erntetag gekommen, schaut der Boden ganz beklommen Pflüge werden wieder blitzen – Furchen in die Erde ritzen. Alles, was noch oben war, wird beerdigt Jahr für Jahr. Der Acker ist es längst gewohnt, dass man ihn selten nur noch schont. Wenn Bauern ihn wieder mal pflügen, sie guter Praxis nur genügen, Das Wenden von dem Bodenreich Kommt immer wieder – immer gleich. Tausendmal mit blankem… Weiterlesen

Da mach ich mich vom Acker… Die Wintergerste reift zu früh Nach regenlosen Zeiten. Der Mais gibt sich seit Tagen Müh, Sein Blattwerk auszuspreiten. Kartoffeln zeigen welkes Stroh Lässt Knollen kaum erstarken. Der Rapsertrag stimmt auch nicht froh – Heu lässt sich spärlich harken. Die Landwirtschaft braucht Höchstertrag – Sonst gibt es nichts zu erben. Auch wenn es nur am Wetter lag, droht weiter Höfesterben.

In guten Böden steckt der Wurm! Es gibt auf Erden kaum ein Wesen, das ähnlich segensreich wohl wirkt. Bei Darwin konnten wir schon lesen, welch Wunder unser Boden birgt. Was so gerühmt ist fleischesrot Ein Tier mit endlos vielen Ringeln. Die Sonne strahlt es schnellstens tot – Doch flüchtend kann es schlingeln.

Exodus der Bodentiere Im Märzen der Bauer die Rößlein einspannt – Seit Jahrzehnten werden sie Traktoren genannt. Er pflügt wie gewohnt den Maisboden perfekt, er muss alles ernten, was in ihm nur steckt. Er düngt mineralisch dazu auch mit Mist Fürs Pflanzenschutzspritzen da kennt er die Frist. Die Ernte wird kommen – sie geht in den Handel Da stört momentan kaum der Klimawandel. Was wenig interessiert, ist das Leben in der Erde…. Weiterlesen