Nahezu unberührte Gewässergüte

Nahezu unberührte Gewässergüte

Ein Eifelbach nicht namenlos
der wurde im Betrachten groß.
Ich stand am Sonntag am Uferrand
und machte mich mit ihm bekannt.
Was mir als erstes gut gefiel,
das war sein schönes Wellenspiel.
Bachwasser floss ins Tal hinab
und jeder Stein im Fließen gab
dem Strömen seine eigene Welle.
Nirgendwo gab es eine gleiche Stelle.
Das Foto, das ich dort gemacht ,
hat mir noch mehr Kenntnisse gebracht. Weiterlesen

Brauchen Steine für die Beine

EifelbachBrauchen Steine für die Beine

Von weither schallt`s wie Rauschmusik.
Noch eh ich ihn zu sehen krieg,
da weiß ich, bald steh ich am Bach.
Sein Wasserlied macht mich hellwach.
Erst milde Ströme züchtig quellen,
dann türmen höher sich bald Wellen.
Sie hüpfen über Stock und Stein –
wollen dabei nur flüchtig sein.
Wird Moosgestalt eilig durchflossen,
dann zappeln lustig deren Sprossen.
Schießt über Quader Wasserstrahl,
kommt unser Bach dort tief zu Fall.
Von Tieren ist kaum was zu sehen,
weil sie auf Tageslicht nicht stehen.
Doch wie ich einen Stein mal wende,
erschrecken fast dabei die Hände.
Die Unterseite ist gut bewohnt,
so dass das Schauen sich echt lohnt. Weiterlesen

Doppelschwänzige Aderhafte

EpeorusDoppelschwänzige Aderhafte

Der starke Bach, der flotte Berglandfluss
Wasserbewegung hält sie gut in Schuss.
Die kühle Welle sauerstofferfüllt
den schweren Stein ständig umspült.
Unter diesem lebt eng angeschmiegt
was später einen Sommertag nur fliegt.
Die doppelschwänzige Aderhafte
sich diesen Lebensraum verschaffte.
Ganz flach gedrückt so eng am Stein
da will die Strömung einmal gnädig sein.
Der wilde Wasserstrom am frischen Ort
reißt sonst Getier, treibt pausenlos es fort.
Die Aderhafte passte sich hier an.
Machte alles flach, so weit sie es nur kann.
Die Augen liegen auf dem Rücken
Die Kiemen an den Stein fast drücken.
Haarsäume lassen Wellen sanfter gleiten,
so wie sie auf den langen Beinen reiten. Weiterlesen

Bachkonzert

BergbachBachkonzert

Dort, wo es aus der Tiefe quillt,
Ein blinder Flohkrebs Hunger stillt.
Die Höhlenassel körperzart
An Sauberkeit so gar nicht spart.
Von dem Besuch im Tageslicht
Sie sich nicht allzu viel verspricht.
Doch trifft sie an dem Quellenort
Den Strudelwurm grad bei dem Mord.
Der hat just seinen großen Schlund –
Einzig allein aus Hungers Grund –
Über den Flohkrebs aufgerissen.
Das ist ein guter Frühstücksbissen.
Die Quellenschnecke kriecht bedächtig
raspelt die scharfe Zunge mächtig. Weiterlesen

Hochzeit ohne Wiederkehr

Ephemera –
Hochzeit ohne Wiederkehr

Was will ein langes Nymphenleben
Eintagsfliegen eigentlich geben?
Es dauert meistens rund ein Jahr,
bis solch Insekt dann fertig war.
Einige brauchen doppelt so lang
Für den geflügelten Übergang.
Ist Fliege frei, muss sie sich häuten,
eh endlich dann die Glocken läuten
zum Hochzeitsflug über Bach und Fluss,
wo Ephemera bald enden muss. Weiterlesen