Gerhard Laukötter's Blog

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Bodenfurchtbarkeiten Wenn ich den Erdboden genauer betrachte, bekomme ich es mit dem Fürchten zu tun. Über lange Zeit im Leben ja da dachte ich, das Erdreich würde noch gut in sich ruhn. Luft wie Wasser schienen mir weit mehr bedroht. Der Boden funktionierte in Wald und Feld – fast überall. Doch die schleichende, zerstörende Bodennot wird vielleicht zum bösesten Zukunftsknall. Die schlimmste aller Furchtbarkeiten bleibt seine Versiegelung, wenn Boden verschwindet für immer… Weiterlesen

Wie viel? Wie viel Boden muss noch sterben? Wie viel Erde bleibt noch grün? Was kann Boden noch vererben? Was wird morgen ihm noch blühn? Wie viel Straßen fressen Schneisen? Wie viel Häuser braucht ein Ort? Wie viel Boden muss verreisen Und verschwindet immerfort?

Böserdig Könnte ich fühlen wie Mutter Erden Ich hätte wohl die schlimmsten Beschwerden. Im naturnahen Wald unter schattigen Bäumen Darf ich noch von der heilen Welt träumen. Dort leb ich als Boden ziemlich naturgesund In meinem Gefüge läuft das Leben noch rund. Verlasse ich jedoch diesen heimeligen Ort, dann treffe ich Übel wie Pestilenz und Mord. Boden wird vergiftet und gefoltert wie noch nie Degradierung von Erde wird zur Ideologie. Monokulturen soweit… Weiterlesen

Eine Hand voll Boden Eine Hand voll Boden, die ist unendlich alt. Eine Hand voll Boden ist dunkel, feucht und kalt. Eine Hand voll Boden fällt selten ins Gewicht. Eine Hand voll Boden, die interessiert wohl nicht. Eine Hand voll Boden, die bläst der Wind leicht fort. Für eine Hand voll Boden gibt es kein liebes Wort. Eine Hand voll Boden beachten Menschen kaum. Eine Hand voll Boden ernährt noch keinen Baum…. Weiterlesen

Komponieren Componere (lat.) heißt einfach nur: zusammen legen – Von dem, was irgendwie verstreut erscheint. Der Maler wandelt hier auf Farbenwegen, die er mit Kopf, Hand, Herz zu einem Bild vereint. Der Musiker wählt zunächst Ton und Töne. Daraus entsteht als Ganzes Harmonie. Erst im Konzert der Laute da erklingt das Schöne. Ein Einzelton ist wertlos und erreicht das nie. Auch im Garten lässt sich trefflich komponieren: All das, was sich zunächst… Weiterlesen

Die Haut der Erde Die Haut der Erde kann ich kaum beschreiben. Sie zeigt lebendig sich am fernen Ort. Wo Ozeane Meeresgründe reiben, setzt fernste Vita abgrundtief sich fort. Beherrscht vom Wasser hab ich Hautprobleme. Was ist beim Meer denn wohl die Erdenhaut? Wenn ich jedoch die Kontinente nehme, ist mir die irden Haut schon fast vertraut. Dort, wo Natur blieb, treibt ein stetig Wachsen. Die Haut erbaut sich ganz aus sich… Weiterlesen

Schöpfungstage Die Erde dreht sich ganz erschöpft, seit Menschen so stark schöpfen. Tagtäglich wird sie neu geschröpft- Dank gilt den klügsten Köpfen. Unser Grundwasser wird  unendlich tief Gesaugt aus reinsten Schätzen, bis jeder Tropfen käuflich lief in profitablen Netzen. Kohle, Gas, Petroleum, die sind bald ausgebeutet. Die Industrie wächst wild herum, solang der Rubel leuchtet.

Auf den grünen Zweig Wie viele Bäume möchte ich hier noch pflanzen In eine laute Welt, wo Profite nur tanzen?