Gerhard Laukötter's Blog

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Mittendrin Jedes Jahr finde ich diese Blätter. Gestern bei schwülwarmem Herbstwetter war ich wieder ganz fasziniert, was hier inmitten eines Blattes passiert. Winzige Minierfliegenlarven fressen auf krummen Wegen. In ihrem Schlaraffenland da legen sie eine blässlich weiße Spur durch das Grüne im Blatt. Am Ende in der Speisekammer sind sie dann satt. Hier verpuppt sich die Made, wartet auf den Schlupftermin. Vom Ei bis zur Fliege oft nur wenige Tage ziehn. Jede… Weiterlesen

Beerenauslese Die Sonne meinte es gut mit den Trauben. Sobald sie erröten, Amseln sie rauben. Doch sind alle Beeren nun mal sehr rund. Da fallen beim Angriff sehr viele zum Grund. Dort platzen sie auf, der Saft quillt heraus. Das lockt viele Fliegen zum süßklebrigem Schmaus. Auch späte Wespen riechen den leckeren Brei- kommen minütlich zum Schlachtfest herbei. Als größter Verzehrer aus dem Insektenreich landen Hornissen hier und fressen sogleich. Besonders sind… Weiterlesen

Die Birne ruft! Die Birne ruft – fast alle Wespen kamen. Der tiefe Fall durch Morgenluft kannte am Ende kein Erbarmen. Am Boden lag frischgelber Brei. Die Form war sturzzerstört. Das Birnenfleisch lockte herbei, als hätten sie den Plumps gehört: Wespen, Hornissen wie auch Fliegen. Sie hocken nun ganz dicht gedrängt am süßen Tische ja da kriegen sie kaum Futterneid – so reich beschenkt. Es fallen wieder fast minütlich die Birnen; denn… Weiterlesen

Am Boden Am Boden liegen fast wie gesät herrliche Äpfel novemberspät. Der gute Baum hat sich so angestrengt hat alle Kraft in sein Obst gelenkt. Die beste Herbstsonne lachte sie reif. Heut zuckert sie frostig der erste Reif. Am Boden liegt hier ein Apfelmeer – doch leider fehlt hier fast jeder Verzehr. Es kommen zwar Vögel, die fressen sich satt, was kaum einen Einfluss auf die Menge hat. Keine wollte sie ernten… Weiterlesen

Lauter Tomaten Früher oder später wurden alle Tomaten rot. Es war zunächst ein überschaubares Angebot. Unreife erröteten später auf Fensterbänken- hatte man zu viele, konnte man sie verschenken. Im Garten suchte man einen recht sonnigen Ort hütete und pflegte sie als wäre es Gartensport. Wer hat die ersten, meisten und größten? Tomaten Wettkampfstimmung auslösten. Seit einiger Zeit erleben unsere Tomaten eine Vielzahl an ganz neuen Saaten. Sie sind gelb, schwarz oder dunkel… Weiterlesen

Erröten Die Weichen der Zeit sind herbstgestellt. Erstes Laub zu Boden fällt. Noch hat die Sonne stärkste Kraft, obwohl Zenit schon längst geschafft. Mit jedem späten Sonnenstrahl erhöht sich nun die Öchslezahl. Trauben gibt es mal wieder viele. Sie warten aufgereiht am Stiele. Noch ist die Erntezeit nicht nah. Doch was ich heut so richtig sah, das waren erste lila Zeichen: Unreifes Grün will endlich weichen. Jeden Tag erröten neue Trauben. Sie… Weiterlesen

Birnenregen Im Garten ragt ein Birnenbaum. Er ist sehr alt, verschafft sich Raum. Zeigt seine Krone voller Stolz. Im Stamme ruht viel Jahresholz. Weil er in diesem frühen Jahr vom Blütenmeer geflutet war und auch die Bienen, Hummeln summten, die Früchtemengen nur so brummten. Der ganze Baum hing brechend voll – die Ernte mehr als übertoll. Gegen Ende August begann der Regen. Das war nicht nur der reinste Segen. Wie eine Bombe… Weiterlesen

Etwas Sommer fällt… Etwas Sommer fällt vom Quittenbaum. So manches Blatt ist rostig braun. Die süße Kirsche von nebenan verliert vom Laub auch dann und wann. Der Birnbaum wirft die Birnen hin, wo lange schon die Maden drin. Vom Rosenbusch trudeln pinke Blätter sind für den Sommer wie Verräter. Dem Gerstenfeld bleiben nur noch Stoppeln – da darf der Hase wieder hoppeln. Erste Weichen sind zum Herbst gestellt. Manch Morgenblatt zu Boden… Weiterlesen

Ernteausfälle Da liegen sie die reifen Quitten, die am Boden noch um Kundschaft bitten. Kein Mensch, kein Tier zeigt Interessen. Wohl niemand will ihr Fruchtfleisch essen. Die Amsel, die sonst obstverliebt, im Herbst auch öfter Kohldampf schiebt, die schenkt der Quitte keinen Blick – schon gar nicht erst den Schnabelpick. Auch Mäuse nagen nicht an Quitten als Mahlzeit ziemlich ungelitten. Kennen die Früchte kein Erbarmen – nicht mal als Speise für die… Weiterlesen

Als wär es bunter Mais… Am Sonntagmittag endlich starten meine Füße. Der Botanische Garten will nicht länger warten. Ein restlos aufgeräumter Himmel noch etwas fernes Glockengebimmel so grüßt Münster überschwemmt vom Sonnenlicht. So kannte ich Monasterium bisher nicht. Hinter dem Schlaun’schen Schloss ist heute mächtig was los. Müßige Menschen jung oder alt die lässt die Botanik heute nicht kalt. Ich wusste: Botanische Gärten sind bunte Beete, die sich durch Schilder erklärten. Überall… Weiterlesen