Gerhard Laukötter's Blog

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Himmellos Kaum ein Tag – schwer oder leicht – der verstreicht, ohne zum Himmel aufzublicken. Manchmal da verstricken sich Gedanken zu illusionären Ranken. Schöne und grausame Wolken ziehen vorbei – dann räumt sich alles frei. Was macht den Himmel so blau? Sicher weiß das jemand genau. In der Nacht bestaune ich das Firmament. Ein Sternenmeer uraltes Licht verbrennt. Hier erlebe ich endlose Weiten, die meinem Verstehen Grenzen bereiten. Gibt es einen Anfang… Weiterlesen

Versteinert Zwei Ammoniten blicken Versteinert in die Welt. Die schönen Schalen schmücken, Wenn sie zur Schau gestellt. Ein Brachiopod zur Seiten Zeigt sich in ganzer Pracht Kommuniziert aus Zeiten, Als die Lagune lacht. Erstarrt sind nur die Schalen – Dazu fast unversehrt. Doch wie hier Formen strahlen Geschichte sich erklärt. Dies Bild in Stein gegossen Kam spät ans Licht zurück. Die Meere sind verflossen – So Schönes blieb zurück.

Druckfisch Uralte Erdgeschichten Kann manch Gestein berichten. Im Mineral gebettet Wurd Lebensform gerettet. Was früher schwamm in Meeren, kann als Fossil uns lehren, wie damals Lebensräume erfüllten Daseinsträume. Wie kann es nur gelingen, Dass ich von vielen Dingen, die sonst vergänglich sind, nun alte Spuren find? Muscheln und schöne Schnecken Noch ganz im Steine stecken. Doch manches zeigt sich später platt wie ein Millimeter.

Quelliges Sie murmelt leise Plätschert und singt, Wenn sie hüpft und springt. Ihre Wasserspeise macht eine Reise zieht dabei Kreise, will Kiesel belecken, sich tosen in Becken, sich im Moose verstecken und Tiere frisch wecken. Aus felsigem Spalt Noch vom Grunde kalt Gurgelt sie hervor Am Wellentor – Bricht dann ins Licht Mit Zuversicht. Aqua perpetua Ist immer nun da – Nach der Eiseszeit Zum Fließen bereit.

Ins Innerste der Erde Der Blick im Wald zur Erde hin Er trifft auf braune Blätter. Da krabbeln graue Asseln drin. Ein Wurm schleimt dort, ein netter. Im Asselkot – ich staune nur winzige Milben fressen. Bis ich verfolg die nächste Spur, muss ich weit feiner messen. Im Humusreich wird Leben klein Und ist doch übermächtig. Bakterien wuseln dort gemein Und Pilze wuchern prächtig. Die Mikrowelt kommt mir so vor wie ewiges… Weiterlesen

Schöpfung Folge ich des Wassers Spur, Finde ich am Anfang nur ärmlich eine Stelle: Des Bächleins kleine Quelle. Fast schüchtern flüstert sie Und steckt doch voll Magie. Feinwellig tanzt ihr Start – Schwillt an auf seiner Fahrt. Was aus den Tiefen drängt wird oben frei verschenkt, quillt kühl, so blank und rein, küsst keusch den ersten Stein, streicht weich durch Moosgestalten, Kennt auf dem Weg kein Halten.