Am Moorsee

MoorseeAm Moorsee

Novemberfahles kaltes Licht
Aufs Wasser fällt, wo es sich bricht.
Faschinenreste ragen stumm
Am Uferrand vom See herum.
Kein Windeshauch lässt Wellen rollen.
Kupferne Binsenhalme wollen
Nicht einmal augenblicklich zittern.
Das Birkengelb will nur verwittern.
Ganz fern erkenn ich Silhouetten
Da bilden Wasservögel Ketten.
Gedämpftes Quaken schallt herüber –
Die Sicht zum Ufer dunstig trüber.
Es sind wohl Enten, die dort rasten.
Die schwachen Klänge ja die passten
Wohl einzig zu dem Schnabeltier,
die ich bald aus dem Blick verlier.
Der Moorsee atmet tiefen Frieden.
Heut wird Bewegung ganz vermieden. Weiterlesen