Gerhard Laukötter's Blog

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Der Boden isst! Am Ende stürzt die Frucht vom Baum. Auch endet nun der Blätter Traum, sich endlos weich im Wind zu wiegen. Vom Zweig gebrochen viele liegen als Gefallene im gemeinsamen Verbund. Boden nimmt alles in seinen Mund. Diese Streuschicht die verschlingt er bald. Alles Abfällige lässt ihn nicht kalt. Was hier die Erde reichlich bedeckt, verschiedenen Essern richtig gut schmeckt. Zwar holen Vögel sich noch von den Früchten, die schimmelnd… Weiterlesen

Ein altes Blatt Ein altes Blatt wehte der Wind so ganz geschwind ins Haus hinein. Es sollte so sein. Da lag es nun ganz regungslos Kein Hauch gab ihm einen weiteren Stoß, um durch die Welt zu treiben, mit anderen Blättern sich zu reiben. Was mach ich mit dem Blatt? Findet der Abtransport jetzt statt? Werfe ich das welke, braune Stück in die Außenwelt einfach zurück? Es kann so nicht liegen bleiben…. Weiterlesen

Die letzten Blätter Letzte Blätter sind wie Abschiedsbriefe. Auch sie trudeln windhauchgeknickt in die Tiefe. Bald erscheint der Baum splitternackt Im Blätterfallen da sackt alle Herbstfarbe ins Erdenreich. Regen und Frost machen Gewebe weich. Ein Wurm zieht den Blattleib in sein Röhrensystem vermengt Verdautes mit Schleim und Lehm.

Ein Baum kann ziemlich schnell Ein Baum kann ziemlich schnell sein Blätterkleid ausziehen. Gestern war alles Laub noch sonnenhell, als hätte es wohl lauter Gold geliehen. Der Gingko steht an unseres Nachbarn Seiten. Vor kurzem war sein Blattbehang noch grün. Fast plötzlich änderten sich dann die Zeiten Der ganze Baum nur noch im gelbsten Gelb erschien. Was war das jetzt ein spätherbstliches Leuchten. Von Blatt zu Blatt raschelte leis der Wind …. Weiterlesen

Galläpfelchen Wie Hexenwerk erschien mir das, was ich als Kind schon oft entdeckte. Die Unterseite eines Blattes zeigte etwas, das meine Neugierde ziemlich weckte. Da klebten Kugeln rund und grün, wie von Geisterhand dort hin fixiert. Im Herbst fingen sie sogar an zu glühen. Ein Scharlachrot die Bäckchen ziert. Heut nahm ich Herbstlaub in die Hand, wollte Farbenvielfalt blicken. Was ich dann plötzlich darin fand, ließ Inneres bald wieder ticken. Eine Eichengallwespe… Weiterlesen

Herbstliche Blütenquelle Den mörderischen Trockensommer überlebt hat eine bodendeckende Aster an steiniger Stelle. Spät im Oktober- wenn das Herbstlaub windgefegt schäumt diese Pflanze blütenvoll wie eine Quelle. Blätter sind kaum noch zu erkennen. Zu dicht ist hier der Blütenfluss. Man könnte dies fast einen Gletscher nennen. Vom Stein herab ergießt sich weißer Blumengruß. Im Blütenmeer sperren sich alte, braune Blätter. Sie warten nur noch auf den modrigen Zerfall. Doch heute ist noch… Weiterlesen

Am Boden Rot, gelb, grün mit schwarz vereint – das ist gar nicht politisch gemeint. Am Boden liegt dies Farbenspiel als Quittenblatt mit kurzem Stiel. Sondieren kann ich bunte Töne, das späte Jahr kreiert das Schöne. An die Tür klopft baldig der Advent. Im alten Laub viel Feuer brennt. Parteienfarben werden nicht vermischt. Vertrauen mehr und mehr erlischt, als dass Gemeinsames verbindet – Erreichbares schlussendlich schwindet. Das Blatt am Boden hat es… Weiterlesen

Ein Kirschenblatt Ein Kirschenblatt liegt platt im Gartenteich. Sogleich kommen Schnecken aus allen Ecken raspeln mit scharfer Zunge das nicht mehr ganz so junge Teil vom Kirschengeäst ein Schlemmerfest für Schlamm- und Tellerschnecke. Auf der Kirschblattdecke liegt überall Kot: Zeichen fehlender Hungersnot. Vom Blatt wird nicht viel bleiben durch Einverleiben. Viele Tiere fressen gern beim Falllaubessen. Alles Gewebe, alle Haut werden verdaut.

Blattende Weißt du wie viel Blätter fallen ganz für sich im Gartenwald? Deine Schritte raschelnd schallen Morgenluft haucht ziemlich kalt. Schwacher Wind kann Blattwerk brechen torkelt blind hinab zum Grund. Bald ergreif ich großen Rechen Blättermeer rauscht farbenbunt. Weißt du wie viel Würmer warten, krumentief graben sie herum? Leben glücklich feucht im Garten ziemlich blind und ziemlich stumm. Blätter, die zu Boden fliegen, zieht der Wurm ins Röhrenheim. Wenn sie dort ein… Weiterlesen

Blattgold So monoton grün waren die Blätter Im Frühlings- und im Sommerwetter. Der Ahorn braucht sein Chlorophyll Photosynthese bleibt das Ziel. So sammelt er für sich die Kraft, die Wachstum immerzu dann schafft. Im Herbst da endet die Saison. Das Sonnenlicht sinkt früher schon. Die Nächte länger und taukalt Erwarten ersten Raureif bald. Der Ahorn wechselt sein Gesicht Gelbgolden strahlt er nun im Licht.