Himmellos

p1170602Himmellos

Kaum ein Tag – schwer oder leicht –
der verstreicht,
ohne zum Himmel aufzublicken.
Manchmal da verstricken
sich Gedanken
zu illusionären Ranken.
Schöne und grausame Wolken ziehen vorbei –
dann räumt sich alles frei.
Was macht den Himmel so blau?
Sicher weiß das jemand genau.
In der Nacht bestaune ich das Firmament.
Ein Sternenmeer uraltes Licht verbrennt.
Hier erlebe ich endlose Weiten,
die meinem Verstehen Grenzen bereiten.
Gibt es einen Anfang oder ein Ende im System?
Ungewissheit bleibt unangenehm.

Aber war da nicht noch ein Himmel-
jenseits vom Sternengewimmel?
Im kindlichen Kopf sprühten Fantasien.
In schönsten Träumen erblühen
prachtvolle Säle randvoll mit Glück
Wer dort einmal schwebte,
brauchte nie mehr zurück.
Ewiges Leben und alles wird gut
beruhigte damals das ängstliche Blut.
Der Sinn alles Lebens hieß,
in den Himmel kommen.
Doch dort treffen sich leider nur die Frommen.
In der Jugend kamen die ersten Zweifel
vor allem am Fegefeuer samt dem Teufel. Weiterlesen