Zug um Zug

RegionalbahnZug um Zug

Im Stundentakt oft zeitgenau
Fährt regional der Zug.
Der Himmel zeigt sich ziemlich grau.
Der Wolken sind genug.
Die Eisenbahn verbindet heut
Im Land fast jede Stadt.
Was Reisende wohl sehr erfreut
für Ziele, die man hat.
Der Zugverkehr ist menschenlieb,
Erhöht Kommunikation.
Er ist aber ein Flächendieb
Erst recht in der Station.
Was Menschen zueinander bringt,
das trennen Schienenstränge.
Die Tierwelt oft zur Umkehr zwingt –
Das auf enormer Länge. Weiterlesen

Landschaftskultur

Bild

Landschaftskultur

 

Gäb es nur Wald in wilder Form,

wir hielten diesen für abnorm.

Wenn über allem Bäume schießen,

würd solche Öde uns verdrießen.

Bei uns ist halt Landschaftskultur

Ein steter Wechsel von Natur

Mit unser einer Nutzungsflächen,

jenseits von Mooren und von Bächen.

Vom Stadtrand ist es für uns schön,

in offne Landschaft rein zu sehn.

Wir lieben Wiesen, Hecken, Säume

Am Straßenrand Alleenbäume.

Wenn Heide blüht spät im August,

dann fördert das die Landschaftslust.

Auch Auen werden neu geschaffen,

wo uns Hornochsen jetzt angaffen.

Wir tun was für die Kleingewässer,

da geht es Molch und Frosch bald besser.

Obstwiesen sind ein weitrer Trumpf-

Geschützt wird Torf vom letzten Sumpf.

Wir basteln uns ein Landschaftsbild:

Hier arg gestutzt und dort dann wild.

Überall Wald – das war einmal

Ganz ohne – ist uns auch zu kahl.

Von allem wollen wir was haben. Weiterlesen

Bodenkämpfe

Bodenkämpfe

Das Schlachtfeld scheint unendlich groß.
Es liegt vor uns am Boden.
Um diesem weiten Erdenschoß
Kämpfen die Antipoden.
Die Wirtschaft fordert Flächen mehr –
kann Wachstum damit kaufen.
Die Landwirtschaft will dem Verzehr
Entrüstet gegen laufen.
Der Bodenfraß setzt sich so fort,
weil Menschheit das verrichtet.
Manch grün vitaler Lebensort
Wird baulich rasch vernichtet.
Bauern beklagen den Verlust
kämpfen für ihre Scholle.
Mit lautem Ton und reichlich Frust
Spielen sie ihre Rolle.
Sie brauchen Boden – mehr denn je:
Denn Mais soll mächtig schießen.
Sie liefern Strom für RWE.
Rendite damit sprießen.
Die Bullen fressen auch nicht schlecht –
Das nötigt reichlich Futter.
Subventioniert nach EU-Recht –
Prämien für Milch und Butter.
So wird der Kampf um Boden hart.
Den treffen nur noch Leiden.
Versiegelung ihm nur erspart
Nitrat und Pfluges Schneiden.
Verloren ist der Bodenkampf
An beiden diesen Fronten.
Die Konjunktur macht weiter Dampf –
Gewinner sind nur Konten.
Der Mensch verliert an Boden sehr.
Er gräbt beide zu Grabe.
Natur zieht er aus dem Verkehr
Schöpfung nimmt er die Farbe.

Betroffenheit

Betroffenheit

Das Weihnachtsfest ist grad vorbei –
Es nieselte fast immer.
Der Boden schmiert langsam zu Brei
Von Schnee und Frost kein Schimmer.
Ein Umweltbrief zeigt Boden vorn –
wie dieser wird zerstört.
Im Müll und Unrat wächst zwar Zorn –
Aufschrei bleibt unerhört.
In dem Bericht voll Grausamkeit
Find ich perfide Zahlen.
Die Wüste wächst in schnellster Zeit
Muss Dürre tödlich malen.
23 Hektar sind verdorrt
Weltweit in der Minute.
Versieglung ist der andre Mord
An unsrem Bodenblute.
Pro Tag schwinden im deutschen Land
An Boden 80 Hektar.
Dies Maß raubt jeglichen Verstand.
Ich nehm das finster wahr. Weiterlesen

Bodenschutz in NRweh

Bodenschutz in NRweh
(Kein schöner Land in dieser Zeit…)

Eine bodenlose Gemeinheit
Was unter unseren Füßen passiert:
Politik schwört den Meineid,
Solang der Flächenfraß grassiert.
22% versiegelt – von Natur entfernt
Bleibt Appetit ungezügelt
wird Boden gründlich entkernt.
10% der Flächen lautlos getötet –
Bodenschutz kam immer zu kurz.
Verantwortlichkeit nicht mal errötet
Beim Bodenverbrauchskassensturz.
Allianz für die Flächen
Kontra Wirtschaftswachstum
Welcher Trumpf soll da stechen –
Schlägt das Ruder herum?

Kein schöner Land in dieser Zeit
Versiegelt alles weit und breit
Was wir auch finden
Zwischen Bonn und Minden
Ist Traurigkeit.
Da haben wir so manche Stund
Geplant den Bau und dessen Grund
Und taten mehren:
Flächen verzehren
Mit vollem Mund. Weiterlesen

Sieben Milliarden

Sieben Millliarden

Auf dem frühen Weg zur Arbeit erfuhr ich sie:
Die abnorme Zahl der humanen Fortpflanzungbiologie.
Wenn um zwölf Uhr mittags uns die Stunde schlägt,
Sich auf Erden der 7 milliardenste Homo bewegt.
Die Bibel sagt: Macht euch die Erde untertan!
Das hat die Menschheit wohl reichlich getan.
Mit sieben Milliarden ist noch lange nicht Schluss:
In Afrika und Asien schießt der Geburtenüberschuss.
Gutes Wasser wird knapp in der dürren Welt.
Für Nahrung fehlt Armen das nötige Geld.
Naturschöne Wildnis weicht immer mehr
Für Landwirtschaft, Siedlung, Gewerbe, Verkehr.
Der Mensch raubt sich selber die Lebensnatur
Der Verlust an der Vielfalt stört wenige nur.
Überbevölkerung gilt als lässliche Sünde
vermehrt größte Armut – und fetteste Pfründe. Weiterlesen

Sind fünf Hektar okay?

Sind fünf Hektar okay?

Die Politik im ganzen Land
Setzt stets auf Wachstum und Wohlstand.
Wirtschaftsblüte das ist klar
Wird gefördert Jahr um Jahr.
Hierfür braucht man neue Flächen,
die den Umsatz wieder brechen.
Industrie und viel Gewerbe
Schmücken Zukunft bringen Erbe.
Konjunktur braucht dazu Flächen –
Sie wird Wiesen, Felder schwächen.
Jeden Tag geht hier verloren,
was als Schöpfung einst geboren.
15 Hektar sind Bilanzen,
wenn Konjunkturen richtig tanzen.
22 Prozent in unsrem Land
Sind nun verbraucht nach letztem Stand. Weiterlesen