Gerhard Laukötter's Blog

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Wasserkreislaufgeflechte Die Sonne kratzt am Horizont. Ich sitze äußerst ungewohnt über tausend Meter in der Höhe. Was ich da unten riesig sehe, ist schillernd eine Wasserwelt, die mir den Kreislauf schnell erzählt. Im flachen Licht wird Wasser Gold. Das nahe Meer zur Küste rollt. Ein großer Fluss kurvt weit durchs Land bringt neuen Sand zum alten Strand. Auf dem Weg dahin fließen nach und nach von beiden Seiten Bach um Bach in… Weiterlesen

Tod einer Fliege Wie oft ist das wohl schon passiert- dass eine Fliege falsch adressiert in meine Kreise flugs eindringt, mich dabei nur zur Weißglut bringt, da sich das Zweiflügelgetier immer wieder gerade bei mir auf die Hand setzt – das kitzelt sehr da kommen schnell Mordgelüste daher. Sie mit der Hand zu fangen, um sie zu zerdrücken – das will mir einfach nicht glücken. Immer wieder ist das kleine Biest schneller… Weiterlesen

Nur ein Hühnerschiss Der Sonntagsmorgen grüßt fast blau. So wie ich froh nach draußen schau, entdecke ich auf meinem Weg vom Hühnerenddarm den Beleg. Eine Glucke läuft seit Tagen herum. Drei Küken sind nur selten stumm. Der Freilauf der Alleinerzieherin ist für den Garten nur Gewinn. Doch lässt es sich kaum hier vermeiden, dass diese Tiere auch ausscheiden. Hier liegt ein frischer Hühnerkot, der schillert bald in buntem Gold. Sein unverkennbar scharfer… Weiterlesen

Möwenblick Nein, sie hieß nicht Jonathan. Sie kam zu mir und sah mich an mit etwas strengem Blick. Ihr Federclothing das war chic. Früh morgens landete sie schon Dem Schnabel wich ein lauter Ton. So machte sie aufmerksam auf sich. Ich näherte vorsichtig mich. Da trippelt sie leicht defensiv, hielt ihren Kopf neugierig schief. Es war wohl erste Frühstückszeit da könnte eine Kleinigkeit vom frischen Brötchen doch abfallen – das würd der… Weiterlesen

Aasfliegenblumen Monatelang fristen sie ein Schattendasein inmitten vom prallsten Sonnenlicht. Ihre Sprosse kakteenhaft weder groß noch klein. stehen gern aneinander gerückt dicht an dicht. Als Pflanze wirkt sie schmucklos in Aschenputteltracht. Doch im Blühen entwickelt sie eine zauberhafte Pracht. Stapelia heißt sie – auch Aasblume genannt ist wegen ihrer aufregenden Blüten bekannt. Doch wer ihr tief ins hübsche Antlitz blickt, abrupt am üblen Geruche erstickt. Pfui Teufel, das stinkt nach Kadavergeruch. Das… Weiterlesen

Der Brummer Er kann gar nichts dafür – Zu offen steht die Küchentür. Der Braten kühlt grad auf dem Tisch, Ist knusprig, lecker, noch ganz frisch. Es strömt herum der Fleischesduft Zu denen, die man lockend ruft. Der Brummer lässt sich nicht lang bitten, Sitzt bald ganz tief und zwar inmitten Der eng verschmorten Bratenspalten, die langsam immer mehr erkalten. Der Brummer versteckt dort die Eier. Die Maden sind demnächst die Geier… Weiterlesen

Lucilia Wenn Früchte reifen im August, lockt Zuckriges die Schlemmerlust. Die gelbe Birne springt vom Ast Zu schwer war bald die süße Last. Zerschmettert platzt das Fruchtfleisch auf Und Fliegen gibt es nun zuhauf. Ganz viele sind grüngold lackiert Vom Sonnenlicht funkelnd poliert. Ihr Körper glänzt metallisch schön Hab solch ein Schillern kaum gesehn. Goldfliegen bunt wie sie mal sind Bleiben vom Aas das ärmlich Kind.

Süßer die Birnen nicht locken Süße Birnen regnen dicht Ihr Baum lässt sie tief fallen. Die reife Frucht am Boden bricht Man hört ihr dumpfes Prallen. So süßer Saft quillt aus dem Spalt Lockt Fliegen, Wespen, Falter Es lecken saugen, fressen bald Die Birnenfruchtverwalter. Wespen sind voll Futterneid Vertreiben Kommensalen Die Fliege nutzt Gelegenheit – Verkriecht sich unter Schalen.

Apfelfall Seit Tagen fallen sie ins Gras Mit plumpem Aufprallton. Den Vögeln macht das großen Spaß. Sie picken fleißig schon. Die klaren Äpfel madenfies Sie reifen um so schneller. Der Baum sie einfach fallen ließ – Der Boden wird zum Teller.

Nur nervig! Da hat man Zeit für etwas Ruh passend ein Sofa noch dazu. Müdigkeit bringt Schlafbegier Doch da besucht mich so ein Tier. Leis summend kommt es angeflogen Und landet dann in seichtem Bogen Mitten auf dem Nasenbein – Und das juckt schier ungemein. So wie der Störenfried erkannt, da fuchtelt wild bald meine Hand.