Gerhard Laukötter's Blog

Archiv

Frei fließende Bäche – tierisch gut! Ist unser Bach recht krumm und wild, Erzählt er gern sein Lebensbild: Von kleinen zarten Glockentieren Sehn wir die Härchen ondulieren. Wo weiche Schwämme samtig sitzen, erkennt man fiese Nadelspitzen. Moostierchen mit Tentakelkränzen Durch elegante Schönheit glänzen. In ruhigeren, trüben Ecken Schlammschnecken allzu gerne stecken. Ist frisch das Wasser vom Grunde kalt, Da findet man Quellschnecken bald. Im Sediment und feinem Grus Gräbt sich manch Erbsenmuschelfuß… Weiterlesen

Wann ist ein Bach ein Bach? Im Siebengebirge nah am Rhein Fand nun zum dritten Male Ein Jugendcamp statt – dazu lud ein Der VVS Verschönerungsverein. In vier Modulen gab’s viel zu tun. Natur und Kultur zu erlernen. Von Stiefeln oder Wanderschuhn War manches zu entfernen. Im Modul eins ging es zum Bach, um Wildnis zu erkunden. Wir schauten gründlich alles nach Getier wurd viel gefunden. Im Walde oben quellennah War Gutes… Weiterlesen

Quelliges Sie murmelt leise Plätschert und singt, Wenn sie hüpft und springt. Ihre Wasserspeise macht eine Reise zieht dabei Kreise, will Kiesel belecken, sich tosen in Becken, sich im Moose verstecken und Tiere frisch wecken. Aus felsigem Spalt Noch vom Grunde kalt Gurgelt sie hervor Am Wellentor – Bricht dann ins Licht Mit Zuversicht. Aqua perpetua Ist immer nun da – Nach der Eiseszeit Zum Fließen bereit.

Schöpfung Folge ich des Wassers Spur, Finde ich am Anfang nur ärmlich eine Stelle: Des Bächleins kleine Quelle. Fast schüchtern flüstert sie Und steckt doch voll Magie. Feinwellig tanzt ihr Start – Schwillt an auf seiner Fahrt. Was aus den Tiefen drängt wird oben frei verschenkt, quillt kühl, so blank und rein, küsst keusch den ersten Stein, streicht weich durch Moosgestalten, Kennt auf dem Weg kein Halten.

Warum ist es am Bach so schön? Wo Wasser fließt, da ist was los – Da ändern sich Gestalten. Hier rollt ein Stein, da kämmt ein Moos – Die Welle kennt kein Halten. Im Quellenmund rinnt es noch zart Aus kühlem tiefen Grunde. Doch nach dem ersten Wasserstart, schlägt bald die Wirbelstunde. Der Bach er tanzt, er springt und hüpft Ist schnell und dann fast stille. Er ist durch Blätter, Holz geschlüpft… Weiterlesen

Aurige Zeiten Schwarze Pappeln, Silberweiden Bäume-Dschungel breit am Fluss Leider kann ich nur beneiden Zeiten reich an Wassernuss. Flüsse dürfen nicht mehr reißen. Hochwasser das soll nicht sein. Was soll heut noch Aue heißen Neben, Weser, Lippe, Rhein? Wasser zaubert Paradiese Treibt Natur zu höchster Form. Mit dem Ausbau kam die Krise Auenträume sind abnorm.

Milzkraut (die edle Quellbraut) Wo in Bergtälern sehr leise Quellwasser gurgelt, wo weicher Buchenwaldboden so kühl atmet, da wächst früh im Jahr ein liebliches Kraut. Seine rundlichen Blätter stehen sich stets gegenüber. Die wenigen knolligen Würzelchen sind schwach ausgebildet – könnten sich nicht gegen rauschendes Wasser behaupten. An seinem Lieblingsplatz den sickernder Quellen streicht das unermüdlich aufsteigende Grundwasser in verlässlichen Mengen an seinen Füßen vorbei. Das klare, kalte Wasser gilt als der… Weiterlesen

Corbicula oder die Invasion der Körbchenmuscheln Ich traf sie jüngst am Sonntag ziemlich vorbereitet. Eine Kanuexkursion zur Lippe hat mich zu ihnen geleitet. Die südostasiatische Körbchenmuschel Corbicula Lebt im Vater Rhein inzwischen schon über 20 Jahr. Im Sandbett des Flusses stecken die Muscheln sehr gern. Ihre ursprüngliche Heimat ist wirklich sehr fern. Sie kam nach Nordamerika über den Schiffsverkehr. Vielleicht dann nach Europa – das weiß keiner mehr. Im Rhein angekommen da… Weiterlesen

An der schönen Renau Nah am kahlen Asten da quillt die Renau hoch oben am Hang. Ihr kühles und klares Wasser stillt Dem Durstigen bei seinem Gang. Inmitten von Milzkrautkissen Fließt Grundwasser  frei und so hell Alpenstrudelwürmer sie wissen Dies ist ein gar köstlicher Quell. Sie treffen dort kleinste Schnecken mit feinem Opalschimmerhaus. Die weiden in allen Ecken Und schauen so niedlich aus.