In den Teich gesetzt

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In den Teich gesetzt

Sag mir, wo die Teiche sind?
Wo sind sie geblieben?
Früher spielte ich als Kind
dort mit alten Sieben.

Sag mir, wo die Tümpel sind?
Wo sind sie geblieben?
Wenn ich heut die Stellen find,
sind Häuser drauf geschrieben.

Sag mir, wo die Weiher sind?
Wo sind sie geblieben?
Grast seitdem so manches Rind
auf drainierten Wiesen. Weiterlesen

Die schwarze Pest

Die schwarze Pest

Da hocken sie die schwarzen Vögel.
Sie sorgen sich um Kind und Kegel.
Gedeckt wird immer nur mit Fisch
bei Kormoranen stets der Tisch.
Wenn sie beherzt ins Wasser tauchen,
all ihre Schwimmkraft dort gebrauchen,
dann hat es mancher Fisch schon schwer
bei hochrasantem Begegnungsverkehr.
Im Jagen ist der Kormoran geschickt.
In Vogelrudelbildung glückt
es, einen Fischschwarm eng zu treiben,
um reiche Beute dann zu schreiben.
Im Meer, wo Fische reichlich leben,
kann man vom Überfluss wohl geben.
Den Kormoranen geht es hier gut –
belohnt wird frecher Tauchermut.

Der Angelfreund auf dem festen Land
sieht solche Vögel kaum entspannt.
Der Kormoran gilt ihm als Feind.
Sein Fischfanghunger der vereint
die Freizeitfischer, hart zu kämpfen:
die Kormoranzahl arg zu dämpfen. Weiterlesen

Wasser bis zum Hals

WasserpfützeWasser bis zum Hals

Wenn ich böse und aber ehrlich denke,
Sind Hochwässer tolle Naturgeschenke.
Was ansonsten brav zu den Meeren hin fließt,
Sich urplötzlich als wahre Sintflut ergießt.
Niederungen und Auenflächen
Dann als Seen im Überfluss bestechen.
Wären Flusslandschaften doch menschenleer,
dann gäb es kein Wehklagen und Zetern mehr.
Das an sich so kluge Menschengeschlecht
Verteufelt die Fluten nach eigenem Recht.
Man hat sich an Flüssen viel Städte gebaut,
in denen sich meterhoch Wasser nun staut.
Obwohl jeder weiß, die Fluten kehren wieder,
Reißt keiner sein Haus in der Aue nieder.
Wer vorsätzlich blöd in der Rinne baut,
hat Weisheit niemals mit Löffeln gekaut. Weiterlesen

Lieber Biber

Lieber Biber

Im Kinderlied, ja das vom Biber,
 hat dieses Tier nur ständig Fieber!
Auch wissenschaftlich immer wieder
heißt unser Nager Castor fiber!
Sein Pelz und Fleisch war‘n so beliebt,
dass es das Tier fast nicht mehr gibt.
Der einst so scheue, starke Fäller
er duftet nicht mehr auf dem Teller.
Doch ohne jeden Castorzweifel
gibt es den Biber in der Eifel.
Vor zwanzig Jahren kehrt er zurück
und fand im Hürtgenwald sein Glück.
Hier darf er an den Bäumen nagen,
ohn dass die Menschen ihn gleich jagen. Weiterlesen

Corbicula

Corbicula
oder
die Invasion der Körbchenmuscheln

Ich traf sie jüngst am Sonntag ziemlich vorbereitet.
Eine Kanuexkursion zur Lippe hat mich zu ihnen geleitet.
Die südostasiatische Körbchenmuschel Corbicula
Lebt im Vater Rhein inzwischen schon über 20 Jahr.
Im Sandbett des Flusses stecken die Muscheln sehr gern.
Ihre ursprüngliche Heimat ist wirklich sehr fern.
Sie kam nach Nordamerika über den Schiffsverkehr.
Vielleicht dann nach Europa – das weiß keiner mehr.
Im Rhein angekommen da merkte sie gleich:
Dieser Fluss der ist super – mich stört auch kein Deich.
In Rotterdam ging es los bis zum Bodensee –
Wem tat dieser Vormarsch eigentlich weh? Weiterlesen