Wasserträume

Wasserträume

Glitzernd, spiegelnd wellig kräuselnd
liegt der Teich in grünem Grund.
Warmer Wind an Blättern säuselnd
Wasser riecht aus seinem Mund.
Auf der alten Bank da sitze
ich und träume vor mich her.
Sehe auf der Binsenspitze
der Libellen Wiederkehr.
Runden fliegend, flatternd, kreisend
Flügel blinken sonnig hell –
cyanblau gefärbte Reisen
mal fast schwebend dann sehr schnell.
Aus dem Wasser taucht die Spitze
einer Schnauze etwas auf. Weiterlesen

Teicherwachen

Teicherwachen

Hauchfeine Nebel schweben
früh morgens um den Teich.
Wie Atemdünste kleben
sie an dem Wasser weich.

Den flatterhaften Binsen
hängt schwerer Tau am Blatt.
Auch auf den Wasserlinsen
sind Kugeltröpfchen satt.

Die grünen Frösche dösen
noch still am Teichesgrund.
Mit quakenden Getösen
wird laut die nächste Stund.

Ruhig weilt die Spiegelhaut.
Die Tänzer fehlen noch.
Erst wenn die Sonne richtig schaut,
beginnt der Reigen doch. Weiterlesen

Heimkehrer

Heimkehrer

Herrlich milder Frühlingsabend
kurz nach Ostern im April.
Stundenlang im Garten grabend
Möhren säend und auch Dill.
Gartenarbeit weckt Gefühle,
hebt das Herz in frischem Takt.
Wie ich in der Erde wühle,
hab ich Sorgen abgehakt.

Abends in der Dämmrungs Mitte
kehr ich an den Ort zurück.
Lenke meine müden Schritte
in mein kleines Gartenstück.
An dem Teich da bleib ich stehen.
Dottergelbe Blütenpracht
kann ich in dem Spiegel sehen –
sag den Blumen „Gute Nacht“. Weiterlesen

Ist ein Frosch eigentlich schön?

Ist ein Frosch eigentlich schön?

Im launigen April tauchen die meisten wieder auf.
Ab Mai haben sie ihren unüberhörbaren Lauf.
Zum Oktober hin sind sie erst mal wieder weg.
Tief unten im Schlamm liegt ihr dunkles Versteck.
Grünfrösche werden diese Kreaturen genannt
Sind neben den braunen im Land gut bekannt.
Wenn die Sonne den Teich kräftig bescheint,
sind bald viele Anbeter am Ufer vereint.
Heut hab ich Rana esculenta badend entdeckt
und sein Outfit mal kritischer gecheckt.
Ist solch ein Teichfrosch eigentlich schön?
Mit welchen Augen soll ich mein Urteil sehen?
Auffallend groß sind seine Glubschaugen,
die wohl zum Räubern recht gut taugen.
Aber ist dieser Blick gleichsam faszinierend –
oder einfach nur dümmlich fast blöde stierend?
Dann hätten wir da noch ein großes Maul im Gesicht –
viel zu breit für sein übriges Körpergewicht. Weiterlesen

Eiszeit im Bett

P1130494Eiszeit im Bett

Eiszeit im Bett
ist gar nicht so nett.
Was ist es doch auf mal so kalt –
macht nicht mal vor dem Frosche halt.
Der Schnee von gestern heute kühlt,
was sich zuvor noch warm gefühlt.
Dieses Bett das sah auch heiße Zeiten
mit Froschkonzert voll Lustbarkeiten.
Um das Bett herum war reichlich los –
der Hochzeitswunsch überall so groß.
Die Maienhitze ist längst vorbei.
Im Winter bleibt dies Bett nur frei.
Eiszeit im Bett – wer will die haben?
Der Winter malt nur weiße Farben.
Beschneit steht hier das Bettgestell
So niemand wärmt es allzu schnell.
Wenn irgendwann das Eis dann bricht
und Frühling aus der Sonne spricht,
wird diese Eiseszeit gebrochen. Weiterlesen

Von Frosch zu Frosch

FröscheVon Frosch zu Frosch

Der eine sitzt da wie versteinert
der andere wirkt fast wie verkleinert.
So hocken sie im Wasserbett
posieren dort wie auf dem Set.
Erkennt der Kleine wohl den Riesen –
oder den Trick den reichlich miesen?
Das Monstrum ist aus dünnem Ton.
Der echte braucht kein Mikrofon.
Wie hässlich glotzt das Dekotier
Doch etwas Kitsch den brauchen wir.
Das Original im grünen Rock
hat wenig auf den Großen Bock.
Es türmen sich die Albernheiten.
Wer lässt ein Bett zu Teiche gleiten?
Was will der Frosch von der Attrappe?
Gibt es aus Stein auch die Kaulquappe? Weiterlesen

Krötennöte

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Krötennöte

In einer Woch dann ist`s April
Und Kälte macht noch, was sie will.
Am Teich da herrscht die Eiseszeit
Ist gar nichts für den Lenz bereit.
Kein kecker Frosch, kein Krötentier
Spielen die Liebesflöten hier.
Sie hocken stumm noch im Verlies.
Die Hochzeitsstimmung ist nur mies.
Da gab`s ein Freien manches Jahr
Nach Lichtmess bald im Februar.
Im März da schwamm manch Molchesmann
Ganz aufgeregt zum Weibe ran. Weiterlesen