Gerhard Laukötter's Blog

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Ewig eisfrei Januarkälte friert uns ein. Jetzt nützt nicht mal der Sonnenschein, um Wasser flüssig zu erhalten Die ganze Umwelt will erkalten. Der Teich im Garten spiegelt blank Die Frösche ruhen gottseidank im tiefen Schlick am Bodengrund und bleiben ruhend so gesund. Das Regenfass erstarrt von Tag zu Tag, so lang das Eis zu wachsen mag. Der Wasserhahn, der so oft lief, ist abgesperrt und inaktiv. Werbeanzeigen

Gulliauge Die funkelsterneklare Nacht hat klirrenden Frost vorbei gebracht. Was gestern Pampe, Schlamm noch war, ist heut wie Stein unendlich starr. Die Pfütze, die ich weit umquerte, zeigt eisbespannt ganz neue Werte. Der Weidenpfahl durch Zeit gegerbt hat sich mit Reifkristall bewehrt. Das frühe Januarmorgenlicht durch Schornsteinqualm zartrosa bricht. Die Welt erscheint überall verfremdet, wenn sich das Wasserschicksal wendet. Ich will gerade wieder ins Haus gehen, da bleib ich mitten auf der… Weiterlesen

Auf Draht sein… Auf Draht sein wollen hier Kristalle. Der Nachfrost der erschuf sie alle. Der Stacheldraht – sonst böse schaut – zeigt glitzernd seine Winterhaut. Was spitz verletzend scharf abwehrt, ist von feinem Eise kalt begehrt. Gläserne Plättchen dicht an dicht fügen zusammen Raureifschicht. Heut zeigt die Kälte Zauberkräfte macht auf dem Draht kühle Geschäfte. Wie fast in Zucker eingetaucht, hat Frost sein Silber aufgehaucht. Auf Draht sein, war einst Revolution:… Weiterlesen

Endlich! Willkommen erster kalter Frost – eher weiter Wintersommer sprosst, räumst du mit deiner Eiseshand den bunten Unsinn aus dem Land. Endlich vorbei die falschen Blüten, die sich zur Unzeit hier bemühten. Der Blumentisch wird demontiert, seit Winterhauch mit Nachtfrost schnürt. Geranien sind im Schock entzaubert. Die Ringelblume schlapp nun trauert. Das Rosenherz zerbricht im Eise. Das letzte Gingkoblatt löst sich leise. Ein Maisfeld, das ganz welk noch stand, die späte Ernte… Weiterlesen

Taufrost Die Ostertage grad verstrichen, wo Frühling hielt sich kühl versteckt. Die kalten Winde sind gewichen. Der Himmel zeigt sich noch bedeckt. Die letzte Nacht brachte dann Klarheit. Der Vollmond rundet sein Gesicht. Am Tautropfen hängt harte Wahrheit. Im Frost das weiche Wasser bricht. Die Kugeln schwer am Halmesblatt sind kalt zu Eisbergen erfroren. Was vorher grün und feuchteglatt bekommt vom Raureif spitze Ohren. So sieht die Lenzbotschaft kaum aus. Vom Winter… Weiterlesen

Des Eises Kunst Gestern Abend war in der Luft Noch  Nieselregen satt – Der so feuchte Wasserduft Macht Tageslicht so matt. Im Neuen Jahr hatte die Sonne Ihr Gesicht noch nicht einmal gezeigt. Aus der veralgten Regentonne Der Überfluss andauernd steigt. In der Nacht zog Kälte spät herbei. Das Wolkenband riss so entzwei, Bis funkelnd fein das Sternenlicht bald offen aus dem Himmel bricht. Der erste Frost im Januar vereiste, was so… Weiterlesen

Wintermantel Ach ich sehn mich nach dem Frühling krokusgelb hyazinthenblau. Doch wie ich heut nach draußen ging, war alles frostig grau.

Wintergarten In den dunklen Jahreszeiten Schläft der Garten vor sich her. Zeigt sich kärglich all die Seiten, Grünes gibt es fast nicht mehr.