Gerhard Laukötter's Blog

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Fast nichts im Wege Raues Gestein in allen Größen liegt auf dem Weg mir tief zu Füßen. Jeder Schritt der knackt und kracht, weil meine Sohle Druck hier macht. Wie anders fühlt der Weg im Wald, wo gar nichts – nur ein Ast mal knallt, wenn ich auf ihn den Fuß schwer setze und sein Skelett brüchig verletze. Sonst kann aus Moos und Blätterschichten ein weiches Bett sich hier einrichten. Doch schnell… Weiterlesen

Papilio Die Leichtigkeit des frohen Seins liegt hier weit außerhalb des Weins. In frühlingshaften, lauen Lüften aromenhaft gewürzt mit Düften will er aus tausend Blütenmündern, den süßen Nektar saugend plündern. Er tanzt im Wind, gaukelt ins Freie zieht flatternd Kreise immer neue. Er schaukelt trunken hin und her dann segelt er schwerelos gen Meer. Doch bald schon kehrt er gern zurück. Denn nur an Land findet er sein Glück. Ob Fenchel, Dill… Weiterlesen

Farbengewitter Es war einfach nur braches Land, wo ich ein Farbenmeer jüngst fand. Dies Blütenfeuer sah ich erst spät, weil Strauchwerk schirmend davor steht. So war der Anblick wie ein Knall ein Farbengewitter überall. Klatschmohn, Wucherblume, süßer Klee nur lauter Blüten, wohin ich seh. Ein kleines Stückchen von dieser Erde in paradiesischer Gebärde. Lässt man Natur nur einfach walten, kann sich von selbst so was entfalten, wo ich ein Wort wie wunderbar… Weiterlesen

Nur einen Mittag Vor ein paar Tagen da lagen ganz viele blaue Blüten mir tief zu Füßen. Ich kannte sie noch nicht denn solch ein Frühlingslicht hatte ich hier noch nicht erlebt. An diesem Morgen schwebt sonnige Luft über allen Wegen. Der frühere wohltätige Regen hat überall Blumen geweckt. Selbst im steinigsten Pfad da hat es manche Blüte gewagt, ihr schönes Gesicht zu zeigen. Ich muss über sie steigen, um sie nicht… Weiterlesen

Der gefleckte Walzenskink Den Frühling auf einer fernen Insel erleben, das kann soviel Neues am Wegrande geben. Die letzten Tage war mein Blick zum Boden gerichtet. Überall wurde von mir ganz Unbekanntes gesichtet. Kaum eine Pflanze konnte ich sofort benennen. Woher sollte ich sie auch nur kennen? Erstmals lief ich heute und hier ja umher. Jede Art von Diagnose fiel mir schwer. Die ausgetauschte Pflanzenwelt war die eine Seite. Auch die Analyse… Weiterlesen

Überall nun Aufbruchstimmung Es ist nun Zeit für Explosionen. Nichts will mehr abgrundtief noch wohnen. Am Schlehenzweig da springen heut die ersten Blüten auf. Das freut die ausgehungerten Insekten, die lang nicht mehr am Nektar leckten. Gewaltig drückt aus dem Gemüsebeet feuerrot, wie ihr im Bilde seht, Rhabarber aus dem Erdenreich. Ein zweites Blatt , das schlüpft sogleich. Die Hülle kann den Druck noch halten. Doch bald wird alles sich entfalten.

Heimkehrer Herrlich milder Frühlingsabend kurz nach Ostern im April. Stundenlang im Garten grabend Möhren säend und auch Dill. Gartenarbeit weckt Gefühle, hebt das Herz in frischem Takt. Wie ich in der Erde wühle, hab ich Sorgen abgehakt. Abends in der Dämmrungs Mitte kehr ich an den Ort zurück. Lenke meine müden Schritte in mein kleines Gartenstück. An dem Teich da bleib ich stehen. Dottergelbe Blütenpracht kann ich in dem Spiegel sehen –… Weiterlesen

Kinderreich Frosch, Libelle, Wasserfloh – fertig ist der Tümpelzoo. Nur wenig Wasser reicht schon aus fürs fröhlich feuchte Freudenhaus. Mit warmer Sonne reich beschienen das lockt die Mücken, Wasserbienen. Bald auf dem Wasser herrlich tanzen die jungverliebten Wasserwanzen. Den Grasfrosch drückt schon früh die Lust. im Februar nimmt er zur Brust sich seine Fröschin hier am Teich und flirtet bis zum ersten Laich. Auch Molche spielen Kavaliere zur Hochzeit lasterhafte Tiere. Mit… Weiterlesen

Frühlingsanfang Heute am zwanzigsten des März ist Frühlingsanfang und kein Scherz. Ich mach die Tür zum Garten offen und will auf gute Laune hoffen. Narzissen sind zart weiß bereift Krokusse starr, weil Frost sie kneift, dass sie die Blüten geschlossen halten. Sie wollen sich heut kaum entfalten. Das Gras knirscht hart vom feinen Eis – die Vogelstimmen fern und leis. Am Gartenteich spiegelt sich Licht, das sich im Eis ganz zackig bricht…. Weiterlesen

Lauwarmer Regen Lauwarmer Regen bricht nun das Eis. Ein Amselmann probt sein Singen. Vom Wind bläst Bö durchs Haselreis, um Pollen weit zu bringen. Die Erde lässt den Winterkrampf vom Froste langsam weichen. Die Kröten voller Liebeskampf den Tümpel bald erreichen. Manch Maulwurf gräbt so richtig los. Er schaufelt schönste Haufen. Die Frühlingsfreude wächst so groß, seit Frösche buhlend raufen.