Gerhard Laukötter's Blog

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Frühlingsbläuling Im Blühkonzert der Frühlingsblumen da spielen gern drei Farben mit. Aus warm erwachten Bodenkrumen macht Bärlauchgrünes Appetit. Das duftig Kraut erheitert weiß, das Buschwindrosen heut schon schenken. Am Feldrand will ein Ehrenpreis mit Himmelblau Interesse lenken. Das Scharbockkraut bedeckt wie Kissen den feuchten Boden – gelbgespickt Es liefert Bienen Leckerbissen, so lang es in die Sonne blinkt. In zartem Rosa fein gewandet so kleidet sich manch Lerchensporn. Bei ihm die schwere… Weiterlesen

Der Januar, der keiner war Die Sonne scheint, die Winde bürsten Jenseits der Feste ja da dürsten Wir alle schon nach Frühlingstrank Das Wetter hilft da Gott sei dank! So milde schmeichelt heut die Luft Zu warm wird mir die Winterkluft. Kamelien sind blütendrall Da wird die Röte bald zum Knall. Als gestern ich zum Ziele fuhr, da traute ich nicht der Natur. Im Lichte früher Morgenröte War platt gefahren eine Kröte…. Weiterlesen

Snowbells Januarschnee schmilzt zart dahin, lässt Winterkleid erweichen. Im nassen Weiß ganz mittendrin Blüht auf ein Frühlingszeichen. Schneeglöckchen läuten hell im Hauch, der ziellos umher windet. Am dornbewehrten Rosenstrauch Sich letzte Butte findet. Im Winter bleibt manch Glöckchen still. Fern ist das Maiensummen. Die Pflanze dennoch strahlen will – Ganz ohne Majas Brummen.

Flatterhaft im Vollmondlicht Nach dem Winter kommt der Sommer. Sonnenstrahlen brennen heiß. Frühling scheint nur kurzes Komma, Hitzetempo bringt viel Schweiß. Alles will auf einmal blühen, was sonst schön im Wechsel stand. Kalte Sonne wärmt zum Glühen, Wachstum außer Rand und Band. Gartenarbeit kummuliert: Altes raus und Neues Pflanzen. Blütentempo irritiert. Mückenwolken lustvoll tanzen. Abendluft schwingt leicht und mild. Vollmondscheibe leuchtet hell. Schattenschön zeichnet das Bild, das der Teich im Spiegel wellt…. Weiterlesen

Spitzenträume Der Schlaf geht zu Ende. Unzählige Knospenwände Beginnen zu schwellen. Grüne Zungen schnellen Aus dem schwangeren Bauch Von Baum und Strauch. In nur wenigen Tagen Beginnt fast ein Jagen Um den Platz an der Sonne. Lichtwärmewonne Lässt Grünes sprießen, Zweige vor schießen.

Kaltstart Jeden Morgen ist der Boden Ewig kalt vom Frost so hart. Zwingt erneut Frühlingserwachen Lähmend mühsam zum Kaltstart. Die allerersten Scharbocksblüten Müssen sich vorm Eise hüten. Das violette Lungenkraut Ungläubig hin zur Sonne schaut. Von Buschwindröschen sehe ich Noch keinen weißen Blütenstich. Hier kriechen grüne Blätter flach. Der Rest ist lange noch nicht wach. Bezauberte das zarte Gelbe Am Ort der immer blieibt derselbe, Seh ich die Primelblattrosette.

Zwischen den Zeiten Winter macht die letzte Schicht Doch Frühlingwerden will es nicht. Was heute im Kalender steht, ist frommer Wunsch und obsolet. Da fällt noch Schnee vom Firmament, der unten keine Form mehr kennt. Im kahlen Strauch die Knospen drücken Doch will ihr Aufsprung noch nicht glücken. Die Krokusblüten sind verschlossen Von Eisesregen übergossen. Die Spatzen zwitschern aus den Hecken Weil sie doch längst in Stimmung stecken. Doch vor der wilden… Weiterlesen

Später Schnee Später Schnee Tut der Seele so weh. Hoffnung auf grüne Wärme Schwindet in weite Ferne. Himmel grauschwer verhangen Lässt Knospenglück bangen. Der aufblühende Teppich farbengesättigt Von Krokus und Hyazinth Fröstelt im ostigen Wind. Ostern scheint wie abgesagt. Eine Schneeflocke jagt Der anderen hinterher – Ist ja nicht schwer.

Pool Position Noch ganz am Boden flachgedrückt Rosettenartig blattbestückt So schaut zum Märzenanbeginn Die Distel zu der Sonne hin. Kommt Wärme in das Erdenreich, Macht Wasser wieder Krume weich, dann schießt der Spross keck in die Höh, dass jeder ihn auch richtig seh und auf der Spitz hoch in der Luft strömt wunderbarer Blütenduft. Wenn violett die Distelköpfe Im Juli bieten Nektartöpfe, dann landen Hummeln gern und Falter sind alle fast vom… Weiterlesen

Weidenkätzchen Seit gestern schmust das Weidenkätzchen Mit seinen gelben Pollenbätzchen Im lauen Märzenwind. Des Kätzchens silbrig Haare Sind seidigst weiche Ware, die fein den Leib umhüllt und Frühlingstraum erfüllt. Der Strauch lockt erste Bienen: Denn Blütenstäube dienen Als frühes Lenzenbrot Gegen die Hungersnot.