Gerhard Laukötter's Blog

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Zum Läusemelken Der Honigtau ist sehr begehrt. Wenn eine Laus sich grad entleert, da gibt es viele, die sich freuen und solch Kontakte gar nicht scheuen. Zuckersüß ist Läusekot. Solch ein leckeres Pausenbrot lassen Ameisen sich gut schmecken. Wenn sie Läuse irgendwo entdecken, kommt bald das ganze Ameisenheer aus dem Nest heraus schleunigst hierher. Jede Laus wird gründlich kontrolliert, ob sie nicht hinten was verliert. Quillt am Anus dann ein Tröpfchen, lauert… Weiterlesen

Wenn das Hechtkraut blüht Wenn das Hechtkraut blüht, im Gartensommer Herbstliches heranzieht. Am Teich schwindet die Zahl der Seerosensonnen Jeden Tag werden immer mehr Netze gesponnen. Von den Bäumen fällt jetzt schon das erste Laub Bienen finden immer weniger Blütenstaub. Johannisbeeren funkeln seit Tagen rot. Der Amselmagen kennt daher keinerlei Not. Die Vögel mögen kaum noch Kirschen fressen. Diese bleiben am Baum fast wie vergessen. Das tägliche Froschkonzert wird öfter abgesagt. Das… Weiterlesen

Aus Uruguay Aus dem weitfernen Uruguay kam einst der Portulak herbei. Mit runden Blättern prallgefüllt wird Wasserdurst lange gestillt. Wenn dann im warmen Sonnenlicht die erste Blüte ganz aufbricht, dann leuchten Farben vollster Kraft. Die kleine Pflanze ja sie schafft, in Rosenschönheit zu erstrahlen. Solch Violettrot gar nachzumalen das schafft ein Künstler wahrlich kaum. Die Farbgewalt schafft sich hier Raum.

Teicherwachen Hauchfeine Nebel schweben früh morgens um den Teich. Wie Atemdünste kleben sie an dem Wasser weich. Den flatterhaften Binsen hängt schwerer Tau am Blatt. Auch auf den Wasserlinsen sind Kugeltröpfchen satt. Die grünen Frösche dösen noch still am Teichesgrund. Mit quakenden Getösen wird laut die nächste Stund. Ruhig weilt die Spiegelhaut. Die Tänzer fehlen noch. Erst wenn die Sonne richtig schaut, beginnt der Reigen doch.

Tote Blüten Unterm Birnbaum regnet es beträchtlich. Ein schwacher Windhauch wirkt so mächtig, dass tote Blütenstiele brechen – wie brauner Schnee sind all die Flächen, wo tagelang hier Leichen fallen. Doch dieses Schicksal droht nicht allen. Vielleicht eine aus tausend ist befruchtet Ihr Blütenbauch scheint rund gebuchtet. Da wächst nun eine kleine Frucht. Die Biene hat sie gut besucht. Was hat der Birnbaum toll geblüht! Die ganze Krone grell geglüht vor lauter… Weiterlesen

Uralt Verdörrtes Im Küchenkeller gut versteckt ziemlich spinnwebenstaubverdreckt da stand ein Glas, das war randvoll und Trockenobst wohl speichern soll. Es waren Äpfel, die vor Jahren als Scheibchen heiße Luft erfahren. Trocken verdörrt wurden Apfelsorten, die lecker waren auf Sonntagstorten, die gelagert zahlreich kühl in Kisten im Winter kaum Geschmack vermissten. Ein Teil vom Boskoop, Gravensteiner wurde getrocknet klein und kleiner. Am Ende blieben dünne Scheiben, die runzlig dann in Gläsern bleiben.

Kinderreich Frosch, Libelle, Wasserfloh – fertig ist der Tümpelzoo. Nur wenig Wasser reicht schon aus fürs fröhlich feuchte Freudenhaus. Mit warmer Sonne reich beschienen das lockt die Mücken, Wasserbienen. Bald auf dem Wasser herrlich tanzen die jungverliebten Wasserwanzen. Den Grasfrosch drückt schon früh die Lust. im Februar nimmt er zur Brust sich seine Fröschin hier am Teich und flirtet bis zum ersten Laich. Auch Molche spielen Kavaliere zur Hochzeit lasterhafte Tiere. Mit… Weiterlesen

Frühlingsanfang Heute am zwanzigsten des März ist Frühlingsanfang und kein Scherz. Ich mach die Tür zum Garten offen und will auf gute Laune hoffen. Narzissen sind zart weiß bereift Krokusse starr, weil Frost sie kneift, dass sie die Blüten geschlossen halten. Sie wollen sich heut kaum entfalten. Das Gras knirscht hart vom feinen Eis – die Vogelstimmen fern und leis. Am Gartenteich spiegelt sich Licht, das sich im Eis ganz zackig bricht…. Weiterlesen

Mangoldreif Nicht viel Gemüse überlebt, wenn Frost sein Eis im Winter webt. Den Sellerie kneift Kälte kaum. Für Melde ist längs aus der Traum. Der Grünkohl zeigt sich frisch im Blatt. Ihn macht der Winter selten matt. Was mich schon wundert, ist der Mangold – eine Pflanze blieb, eher ungewollt, im Beete stehen einsam verwaist. Jetzt war ihr Outfit kühl vereist. Die letzte Nacht brachte viel Reif. Der Boden fror im Froste… Weiterlesen

Nebulöses Von Erlenhänden eingefasst hält sich versteckt der kleine Weiher. Als leichteste von aller Last schwebt über ihm ein Nebelschleier – weich über schwarze Spiegelhaut. Wo feuchte Dünste flauschig küssen, solange bis es Wasser taut, wo Spinnenfäden lange wissen, wie Tröpfchen hängen perlgesäumt, da kann Natur verweilen. Im fahlen Morgenschwaden klebt manch nachtgekühlter Wassergruß. Verschlafener Binsen wirkt verträumt. Beträufelt schwimmt die Wassernuss.