Gerhard Laukötter's Blog

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Hühneraugen Wer an Hühneraugen denkt, meist seine Blicke auf die Zehen senkt. Hier entstehen böse Reibungsflächen, rote Beulen, die nur so vor Schmerzen stechen. Ich denke an alte Zeitungsreklame vom Hühneraugenpflaster stand da der Name. Auch gab es Tropfen zur Linderung Die gab es aufs Auge zur Besserung. Nach ein paar Tagen löste sich dann die tote Haut. Das Hühnerauge war pellig abgebaut. Eigentlich sind Hühneraugen doch recht munter. Tausende Male geht… Weiterlesen

Buchenrotschwanz Beim Quittensammeln auf der Gartenwiese saß eine Raupe – so gelb wie diese. Nur ein hinteres Haarbüschel war leuchtend rot ein schöner Anblick, der sich mir bot. Eine gelbe Raupe auf gelber Quittenfrucht – hat die Larve den Aufenthalt so gesucht? Oder war es nur Zufall, dass sich die zwei begegneten eigentlich nur nebenbei. Für mich war die Raupe echt spektakulär. Ich fragte mich sogleich. Wo kommt die nur her? War… Weiterlesen

Streifenwanze mit Langeweile Jeden Tag kann ich sie wiedersehen bleib ich am Engelwurz nur stehen. Auf dem längst verblühten Doldenteller da geht die Zeit nur langsam schneller. Schon in der zweiten Woche da sitzt eine Streifenwanze – vielleicht ritzt sie an jungen Samenstielen, um süßen Saft dort zu erzielen. Warum bleibt sie dem Ort so treu? Die Welt ist anderswo doch neu. Sie braucht nur ihre Flügel schlagen. Dann könnte sie woanders… Weiterlesen

Zum Läusemelken Der Honigtau ist sehr begehrt. Wenn eine Laus sich grad entleert, da gibt es viele, die sich freuen und solch Kontakte gar nicht scheuen. Zuckersüß ist Läusekot. Solch ein leckeres Pausenbrot lassen Ameisen sich gut schmecken. Wenn sie Läuse irgendwo entdecken, kommt bald das ganze Ameisenheer aus dem Nest heraus schleunigst hierher. Jede Laus wird gründlich kontrolliert, ob sie nicht hinten was verliert. Quillt am Anus dann ein Tröpfchen, lauert… Weiterlesen

Wenn das Hechtkraut blüht Wenn das Hechtkraut blüht, im Gartensommer Herbstliches heranzieht. Am Teich schwindet die Zahl der Seerosensonnen Jeden Tag werden immer mehr Netze gesponnen. Von den Bäumen fällt jetzt schon das erste Laub Bienen finden immer weniger Blütenstaub. Johannisbeeren funkeln seit Tagen rot. Der Amselmagen kennt daher keinerlei Not. Die Vögel mögen kaum noch Kirschen fressen. Diese bleiben am Baum fast wie vergessen. Das tägliche Froschkonzert wird öfter abgesagt. Das… Weiterlesen

Aus Uruguay Aus dem weitfernen Uruguay kam einst der Portulak herbei. Mit runden Blättern prallgefüllt wird Wasserdurst lange gestillt. Wenn dann im warmen Sonnenlicht die erste Blüte ganz aufbricht, dann leuchten Farben vollster Kraft. Die kleine Pflanze ja sie schafft, in Rosenschönheit zu erstrahlen. Solch Violettrot gar nachzumalen das schafft ein Künstler wahrlich kaum. Die Farbgewalt schafft sich hier Raum.

Teicherwachen Hauchfeine Nebel schweben früh morgens um den Teich. Wie Atemdünste kleben sie an dem Wasser weich. Den flatterhaften Binsen hängt schwerer Tau am Blatt. Auch auf den Wasserlinsen sind Kugeltröpfchen satt. Die grünen Frösche dösen noch still am Teichesgrund. Mit quakenden Getösen wird laut die nächste Stund. Ruhig weilt die Spiegelhaut. Die Tänzer fehlen noch. Erst wenn die Sonne richtig schaut, beginnt der Reigen doch.

Tote Blüten Unterm Birnbaum regnet es beträchtlich. Ein schwacher Windhauch wirkt so mächtig, dass tote Blütenstiele brechen – wie brauner Schnee sind all die Flächen, wo tagelang hier Leichen fallen. Doch dieses Schicksal droht nicht allen. Vielleicht eine aus tausend ist befruchtet Ihr Blütenbauch scheint rund gebuchtet. Da wächst nun eine kleine Frucht. Die Biene hat sie gut besucht. Was hat der Birnbaum toll geblüht! Die ganze Krone grell geglüht vor lauter… Weiterlesen

Uralt Verdörrtes Im Küchenkeller gut versteckt ziemlich spinnwebenstaubverdreckt da stand ein Glas, das war randvoll und Trockenobst wohl speichern soll. Es waren Äpfel, die vor Jahren als Scheibchen heiße Luft erfahren. Trocken verdörrt wurden Apfelsorten, die lecker waren auf Sonntagstorten, die gelagert zahlreich kühl in Kisten im Winter kaum Geschmack vermissten. Ein Teil vom Boskoop, Gravensteiner wurde getrocknet klein und kleiner. Am Ende blieben dünne Scheiben, die runzlig dann in Gläsern bleiben.

Kinderreich Frosch, Libelle, Wasserfloh – fertig ist der Tümpelzoo. Nur wenig Wasser reicht schon aus fürs fröhlich feuchte Freudenhaus. Mit warmer Sonne reich beschienen das lockt die Mücken, Wasserbienen. Bald auf dem Wasser herrlich tanzen die jungverliebten Wasserwanzen. Den Grasfrosch drückt schon früh die Lust. im Februar nimmt er zur Brust sich seine Fröschin hier am Teich und flirtet bis zum ersten Laich. Auch Molche spielen Kavaliere zur Hochzeit lasterhafte Tiere. Mit… Weiterlesen