Gerhard Laukötter's Blog

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Balkenschröter Nur mal eben zugegeben: mit Balkenschrötern habe ich – nicht wunderlich – eher sehr selten zu tun aber nun – wo ich auf ihn gestoßen bin, macht es Sinn, ihn zu respektieren auf ihn zu reagieren. Dass ich ihn sofort erkannte, seinen Namen nannte, liegt an der Studienzeit, die eine Ewigkeit zurückliegt Manche Erinnerung fliegt ins Gedächtnis zurück Finderglück. Beim Aufräumen vom toten Holz von Bäumen saß das schwarze Tier im… Weiterlesen

Seerosenrot Jeden Tag mehrt sich die Blütenzahl der Seerosen – beim ersten Sonnenstrahl da öffnen sich prachtvolle Kronenblätter Staubfadenbeutel zeigen sich erst später, wenn der Tag erstrahlt im hellsten Mittagslicht die Wasserrose herrlich uns anspricht. Im Ursprunge war Nymphaea blütenweiß Die Krone schmückte schön ein großer Kreis von Blütengeschmeide in bräutlicher Zier. Nichts Ebenbürtiges fand sich im Weiher hier. Wenn jede Seerose immer im Weiß erblüht, sich keineswegs um andere Farben je… Weiterlesen

Am Tag, als der Zünsler kam… Am Tag, als der Zünsler kam weltweit gereist, voller Fressenslust er jedes Buchsbaumblatt zu sich nahm vor nimmersatte Larvenbrust. Wenn kaum noch Blatt am Strauche hing, knabberten Raupen auch die Rinde. Scheusale machten ihr fieses Ding, bis ich vom Buchs nur Totes finde. Am Tag, als der Zünsler kam, das war wie eine Gartenwende. Weil er sich allen Buchsbaum nahm, war dies für ihn das jähe… Weiterlesen

Ausgeblüht Nicht immer ist es hübsch und schön länger Verblühtes anzusehen. Was vorher Farbenpracht versprühte, im Blütenrund zutiefst erglühte, das welkt nun blässlich trist ins Braun. Man möchte kaum noch rüberschaun. Das Trauerspiel wird abgeschmissen Ein kahler Stiel bleibt den Narzissen. Vielleicht wächst hier bei etwas Glück eine Samenschote aus dem Stück. Ganz anders machen es Kuhschellen. Wenn sie sich aus dem Farbkleid pellen, dann sprießen bald aus alter Blüte federige Haare… Weiterlesen

Gartenvertriebene Gärten sind schon merkwürdige Flächen Die Anzahl der Pflanzenarten brechen sicherlich regionale Rekordmarken: ein Segen durch Spaten und auch durch Harken. Manches Gewächs kommt als wildes vorbei. Ein anderes ist durch Züchtung fast neu. Wiederum welche sind aus der Heimat hier. Viele reisten um den halben Globus zu mir. Im Garten sind Flüchtlinge aus der Natur. Zugereiste ferner Länder gastieren nicht nur. Sie breiten sich aus, als wären sie immer schon… Weiterlesen

Amselfieber Jetzt, wo an Zweigen Knospen springen, wo höchst im Baum die Vögel singen, da zieht ein wunderbarer Duft aus Blütenmeeren durch die Luft. Die Meisen schon seit Wochen brüten Die Vogelkästen gut behüten. Der Zaunkönig fand ein Mauerloch holt Moos herbei wohl immer noch, damit sein Nest wird warm und weich – es ist ja für sein Königreich. Die Amseln sind nun brunftverrückt. Wenn morgens ihr Gesang verzückt, dann geht der… Weiterlesen

Moosgesichter Mit der Zeit – so sagt man oft wächst Gras über manche Sachen Für demnächst wohl ein jeder hofft, gibt´s deshalb wieder was zu lachen. So verschwindet das Erlebte mehr und mehr aus jedem Sinn. Was gestern noch so lastend schwebte, ist heute fort und weit dahin. Auch über banale Gegenstände wuchert Zeit, lässt Spuren grünen. Die Natur nimmt es in die Hände – braucht sich dazu kaum groß bemühn. Naive… Weiterlesen

Der Garten ruht Der Garten ruht sich ziemlich aus. Der Gärtner hockt nun warm im Haus. Der Boden fröstelt Nacht für Nacht. Das Eis hat Härte ihm gebracht. Es blüht nur wenig noch im Beet. Was dort verfroren kläglich steht, sind nur noch Pflanzentrümmer. Die Kälte macht`s noch schlimmer. Am Gartenteich ist nichts mehr weich. Die Eiseshaut am Tage nicht taut.

Eisrosen Voller Optimismus sind noch die Rosen nicht so empfindlich wie die Mimosen. Selbst wenn der November trauernd geht, so manche Rose noch im Blütenfeuer steht. Sogar einige Knospen, die Zeit noch brauchen, wollen aus ihren duftigen Mund noch Sinnliches hauchen. Hält sich der späte Herbst mit Kälte zurück, gibt es vor Weihnachten rosafarbenes Glück. Letzte Nacht, da hat der Winter einen kurzen Abstecher gemacht. Die schirmenden Wolken am Himmel auseinandergebracht. So… Weiterlesen

Blauer Eisenhut Als ein sehr später Gast zum Winter hin fast besitzt der blaue Eisenhut immer noch Blütenblut. Ein frisches Azurblau zeigt er zur Schau, wenn der Sommerblumenrest nach und nach die Bühne verlässt. Verspätete Wespen suchen noch Nektar und Pollenkuchen. Bienen und Hummeln königlich schlafen. Erster Frost würde sie strafen. Der Eisenhut blüht gegen die Zeit. Fast trotzig wirkt sein Farbenkleid. Derweil die Ginkgoblätter fallen sich feucht am Boden klebrig ballen,… Weiterlesen