Gerhard Laukötter's Blog

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Oktoberfest Den Garten im Oktober zu sehen, ist widersprüchlich hässlich schön. Hier lacht ein Meer asternviolett – dort ertrinke ich im Falllaubbett. Heut zeigt sich bunt ein Schmetterling rollt aus sein rüsselhaftes Ding, um letzten Nektar süß zu schlürfen. Die reifen Äpfel ja sie dürfen am Zweige nicht mehr länger hängen. Denn Vogelschnäbel sie bedrängen. Bald liegt die Frucht fies angepickt. Wenn sie am Boden reglos liegt, dann fault der Rest bald… Weiterlesen

Blütenfeuerwerk Im Juligarten ist viel schon verblüht. Doch eine neue Welle feurig glüht, wenn der Sommer gibt die Hitze frei – lachen bunte Blumengrüße täglich neu. Hortensien in vielen Tönen für Wochen uns den Blick verwöhnen. In diesem Jahr bleibt kleiner die Pracht. Zu später Frost hat Unheil gebracht. Kokardenblumen und Sonnenhüte öffnen täglich Blüte für Blüte. Taglilien wetteifern im Sonnenlicht, wer die anderen an Grazie aussticht.

Mit der Passion zum Blühen Selten sah ich solche Blüten, welch Geheimnis sie behüten – ist versteckt im Blühgesicht, öffnet Mystik lange nicht. Um die Bienen zu betören, Passifloren darauf schwören, dass ein Strahlenkranz gewinnt, eh der Nektarraub beginnt. Wie ein Kirmeskarussel Gondeln drehen sich so schnell grad so wirkt weißblaues Rad actionpower jedes hat.

Der Alant lockt! Der Alant lockt am Juli, zwei Wildbienen an und davon drei. Sie sitzen mitten auf der Blüte saugen vom Nektar bester Güte. Wie Alant in den Garten kam, und seinen großen Platz einnahm, das lässt sich kaum noch heut klären nur noch Verdachtideen mehren. Vor langer Zeit hat das Helenenkraut von Osten her hier reingeschaut. Als es hier wuchs, wurd es bekannt – denn Volksmedizin nahm es zur Hand.

Balkenschröter Nur mal eben zugegeben: mit Balkenschrötern habe ich – nicht wunderlich – eher sehr selten zu tun aber nun – wo ich auf ihn gestoßen bin, macht es Sinn, ihn zu respektieren auf ihn zu reagieren. Dass ich ihn sofort erkannte, seinen Namen nannte, liegt an der Studienzeit, die eine Ewigkeit zurückliegt Manche Erinnerung fliegt ins Gedächtnis zurück Finderglück. Beim Aufräumen vom toten Holz von Bäumen saß das schwarze Tier im… Weiterlesen

Seerosenrot Jeden Tag mehrt sich die Blütenzahl der Seerosen – beim ersten Sonnenstrahl da öffnen sich prachtvolle Kronenblätter Staubfadenbeutel zeigen sich erst später, wenn der Tag erstrahlt im hellsten Mittagslicht die Wasserrose herrlich uns anspricht. Im Ursprunge war Nymphaea blütenweiß Die Krone schmückte schön ein großer Kreis von Blütengeschmeide in bräutlicher Zier. Nichts Ebenbürtiges fand sich im Weiher hier. Wenn jede Seerose immer im Weiß erblüht, sich keineswegs um andere Farben je… Weiterlesen

Am Tag, als der Zünsler kam… Am Tag, als der Zünsler kam weltweit gereist, voller Fressenslust er jedes Buchsbaumblatt zu sich nahm vor nimmersatte Larvenbrust. Wenn kaum noch Blatt am Strauche hing, knabberten Raupen auch die Rinde. Scheusale machten ihr fieses Ding, bis ich vom Buchs nur Totes finde. Am Tag, als der Zünsler kam, das war wie eine Gartenwende. Weil er sich allen Buchsbaum nahm, war dies für ihn das jähe… Weiterlesen

Ausgeblüht Nicht immer ist es hübsch und schön länger Verblühtes anzusehen. Was vorher Farbenpracht versprühte, im Blütenrund zutiefst erglühte, das welkt nun blässlich trist ins Braun. Man möchte kaum noch rüberschaun. Das Trauerspiel wird abgeschmissen Ein kahler Stiel bleibt den Narzissen. Vielleicht wächst hier bei etwas Glück eine Samenschote aus dem Stück. Ganz anders machen es Kuhschellen. Wenn sie sich aus dem Farbkleid pellen, dann sprießen bald aus alter Blüte federige Haare… Weiterlesen

Gartenvertriebene Gärten sind schon merkwürdige Flächen Die Anzahl der Pflanzenarten brechen sicherlich regionale Rekordmarken: ein Segen durch Spaten und auch durch Harken. Manches Gewächs kommt als wildes vorbei. Ein anderes ist durch Züchtung fast neu. Wiederum welche sind aus der Heimat hier. Viele reisten um den halben Globus zu mir. Im Garten sind Flüchtlinge aus der Natur. Zugereiste ferner Länder gastieren nicht nur. Sie breiten sich aus, als wären sie immer schon… Weiterlesen

Amselfieber Jetzt, wo an Zweigen Knospen springen, wo höchst im Baum die Vögel singen, da zieht ein wunderbarer Duft aus Blütenmeeren durch die Luft. Die Meisen schon seit Wochen brüten Die Vogelkästen gut behüten. Der Zaunkönig fand ein Mauerloch holt Moos herbei wohl immer noch, damit sein Nest wird warm und weich – es ist ja für sein Königreich. Die Amseln sind nun brunftverrückt. Wenn morgens ihr Gesang verzückt, dann geht der… Weiterlesen