Gerhard Laukötter's Blog

Archiv

Vom Reiz der späten Blüte Fast geht es mir ein wenig zu schnell, wenn ich jetzt neue Blüten zähl. Was gestern noch verschlossen blieb, öffnete sanft der Frühlingstrieb. Primeln, Tulpen und Narzissen um ihre bunte Schönheit wissen. Sie zeigen sich in bester Farbe locken von weitem hin zur Narbe. Die Zeit der Anmut währt nur kurz. Danach erfolgt oft tiefer Sturz der Kronenblätter auf die Erde, dass Humus irgendwann draus werde.

Vom letzten Jahr Wie spannend zeigt sich Frühlingszeit. Knospen sind täglich platzbereit. Blüten beherrschen nun das Bild von schlehenweiß bis tulpenwild. Das Gras, das ewig stumpf erschien, ist binnen Tage jugendgrün. Nicht alles, was das Aug erspäht, erscheint in frischer Qualität. Der Frühjahrsputz quer durch den Garten darf jetzt wohl länger nicht mehr warten. Vom letzten Jahr blieb so viel liegen Verstreute Blätterreste wiegen windtrocken meist wenig nur an Gewicht. Doch wenn… Weiterlesen

Als ob vom Himmel Farben regnen Unser Nachbar ist sehr kreativ Was hier zu sehen – etwas schief ist ein in den Raum gestelltes Objekt, das sich befreit zum Himmel reckt. An sich verkörpert es nur Glas, hat von der Tür etwa das Maß. Dann nahm der Künstler Acrylat ließ Farben fließen bunt und satt. So stand die Wand auf grüner Au – wenn dann der Himmel auch mal blau – dann… Weiterlesen

Im Schneetau geboren Das bisschen Schnee von gestern taut. Was dottergelb hervor hier schaut, sind Winterlinge deren drei – sehnen den Frühling schon herbei. Vor Tagen föhnte warm das Wetter. Aus dem Boden trieben grüne Blätter. Bad schob sich hoch ein Knospenrund. Am anderen Tag war es hier bunt. Frühlingserwachen währte kurz. Beim nächsten Winterkältesturz streuten die Wolken Schneekristalle.

Sanddornlese Im Garten steht ein Sanddornstrauch da landet nun manch hungriger Bauch. Der Tisch ist hier noch reich gedeckt Denn Frucht an Frucht am Zweige steckt. Im Garten gibt´s nicht mehr viel zu holen. Birnen und Äpfel sind verschollen. Die meisten Beerensträucher sind längst leer Im späten Sommer endete der Verzehr. Kornelkirschen gab es dieses Mal viele. Am Boden liegen Stein und Stiele. Die Trauben vom süßen und wilden Wein sind auch… Weiterlesen

Ein Baum kann ziemlich schnell Ein Baum kann ziemlich schnell sein Blätterkleid ausziehen. Gestern war alles Laub noch sonnenhell, als hätte es wohl lauter Gold geliehen. Der Gingko steht an unseres Nachbarn Seiten. Vor kurzem war sein Blattbehang noch grün. Fast plötzlich änderten sich dann die Zeiten Der ganze Baum nur noch im gelbsten Gelb erschien. Was war das jetzt ein spätherbstliches Leuchten. Von Blatt zu Blatt raschelte leis der Wind …. Weiterlesen

Tropfenküsse Ewig und drei Tage her ist der Tag, an dem am Himmel etwas Graues lag. Heute am Morgen war es endlich so weit Feiner Nieselregen beendet die Trockenheit. Ich spürte den ersten Regenstaub – Noch raschelte knisternd vergängliches Laub. Am Tage zuvor hatten die Winden gelacht In der milden Brise haben sie gedacht, der Sommer würde wohl nie vergehen. Sie haben auch muntere Bienen gesehen. Im Morgengrauen kam die Kaltfront daher… Weiterlesen

Späte Winden Zehn Tage noch dann der November graut Doch wenn mein Blick in den Vorgarten schaut, dann glaube ich nicht an düstere Tristesse Ein Windenmeer lockt vielmehr mein Interesse. In wunderbar pastellierten Tönen wollen hier Ranken die Augen verwöhnen. Ganz groß, dabei hauchzart sind die Trichter, in die fallen hinein nun die Sonnenlichter Man glaubt, man schwebt im Sommertraum. Doch herbstlich ist ja schon längst der Raum. Wie kommt es nur… Weiterlesen

Hühneraugen Wer an Hühneraugen denkt, meist seine Blicke auf die Zehen senkt. Hier entstehen böse Reibungsflächen, rote Beulen, die nur so vor Schmerzen stechen. Ich denke an alte Zeitungsreklame vom Hühneraugenpflaster stand da der Name. Auch gab es Tropfen zur Linderung Die gab es aufs Auge zur Besserung. Nach ein paar Tagen löste sich dann die tote Haut. Das Hühnerauge war pellig abgebaut. Eigentlich sind Hühneraugen doch recht munter. Tausende Male geht… Weiterlesen

Buchenrotschwanz Beim Quittensammeln auf der Gartenwiese saß eine Raupe – so gelb wie diese. Nur ein hinteres Haarbüschel war leuchtend rot ein schöner Anblick, der sich mir bot. Eine gelbe Raupe auf gelber Quittenfrucht – hat die Larve den Aufenthalt so gesucht? Oder war es nur Zufall, dass sich die zwei begegneten eigentlich nur nebenbei. Für mich war die Raupe echt spektakulär. Ich fragte mich sogleich. Wo kommt die nur her? War… Weiterlesen