Gerhard Laukötter's Blog

Archiv

Vor dem Abflug Ein Maientag der besten Sorte ich stehe fröhlich an dem Orte, wo grüne Frösche quaken laut und ein Insekt steigt aus der Haut. Als es der Hülle dann entsteigt, hab ich mich zu ihm hin geneigt. Ich strecke ihm bald meine Hand. Die Frischgeschlüpfte darauf fand für sich einen Platz schön an der Sonne Für beide war es eine Wonne. War es ein Plattbauch oder Vierfleck? Bestimmungsroutine war leider… Weiterlesen

Heimkehrer Herrlich milder Frühlingsabend kurz nach Ostern im April. Stundenlang im Garten grabend Möhren säend und auch Dill. Gartenarbeit weckt Gefühle, hebt das Herz in frischem Takt. Wie ich in der Erde wühle, hab ich Sorgen abgehakt. Abends in der Dämmrungs Mitte kehr ich an den Ort zurück. Lenke meine müden Schritte in mein kleines Gartenstück. An dem Teich da bleib ich stehen. Dottergelbe Blütenpracht kann ich in dem Spiegel sehen –… Weiterlesen

Schmuddelkrebse Gelblichgrüne dicke Brühe hat den Weiher eingedickt. Keschern macht enorme Mühe. Algenfäden sind verstrickt. Mit den Händen zieh ich Stränge lauter Pflanzen hier an Land. Überraschend ist die Menge kleiner Tiere, die ich fand. In dem Dickicht klettern viele Wasserasseln träg umher. Haben scheinbar keine Ziele, laufen alle kreuz und quer.

Bosmina longirostris Nur ein halber Millimeter misst der Krebs, dies Weihertier. Winzig größer sind die Väter Mütter schaffen 0,4. (mm) Doch sie treiben massenhaft oben in der Wasserhaut. Mit der Filterbeine Kraft wird Geschwebe dort verdaut. Rüsselartig ausgezogen wächst der Kopf zur Nase fast. Diese ist recht krumm gebogen bis zu dem Antennenast. Nur ein Auge dient zum Sehen ist ein großer schwarzer Fleck.

Hufeisenwirbler Ruhig schwimmt ein Rosenblatt sonnt sich auf dem Altarmweiher. Oberfläche glänzt, ist glatt unten kleben Schneckeneier. Zwischen all den Laichgelegen hängt ein seltsam zartes Tier, will sich weich und sanft bewegen. Alles wird zur Schönheit hier. Feine Fäden bilden Kränze spielen als Tentakel mit, zeigen leichte Schwebetänze Moostierchen im Wiegeschritt. Ständig wirbeln Wimpernbänder Wasser strömt durch sie heran, wird dabei zum Nahrungsspender, Algen zieht es in den Bann.

Kinderreich Frosch, Libelle, Wasserfloh – fertig ist der Tümpelzoo. Nur wenig Wasser reicht schon aus fürs fröhlich feuchte Freudenhaus. Mit warmer Sonne reich beschienen das lockt die Mücken, Wasserbienen. Bald auf dem Wasser herrlich tanzen die jungverliebten Wasserwanzen. Den Grasfrosch drückt schon früh die Lust. im Februar nimmt er zur Brust sich seine Fröschin hier am Teich und flirtet bis zum ersten Laich. Auch Molche spielen Kavaliere zur Hochzeit lasterhafte Tiere. Mit… Weiterlesen

Im Spiegel Der Weidenstumpf schräg abgesägt bietet mir etwas Platz. Die Sorgen hab ich abgelegt. Ich pfeife wie ein Spatz. Das Wasser spiegelt mein Gesicht zerfließt in kleinste Wellen. Wo eins der Mückenbeine sticht, beginnt mein Bild zu quellen. Gedanken sinken auf den Grund. suchen dort alte Träume. Erinnerung malt sie spät bunt. Es rauschen Kindheitsbäume. Die Sonne strahlt ihr hellstes Licht, bis Wasser schleudert Feuer. Der Augenblick im Nu zerbricht. Dafür… Weiterlesen

Frühlingsanfang Heute am zwanzigsten des März ist Frühlingsanfang und kein Scherz. Ich mach die Tür zum Garten offen und will auf gute Laune hoffen. Narzissen sind zart weiß bereift Krokusse starr, weil Frost sie kneift, dass sie die Blüten geschlossen halten. Sie wollen sich heut kaum entfalten. Das Gras knirscht hart vom feinen Eis – die Vogelstimmen fern und leis. Am Gartenteich spiegelt sich Licht, das sich im Eis ganz zackig bricht…. Weiterlesen

Gelbrand Von unten taucht zur Wasserhaut ein Käfer plötzlich hoch. Sein Hintern grad zur Luft raus schaut atmend verweilt er noch. Dann schießt er rudernd zum Abgrund versteckt sich nah am Stiel. Er putzt sich Fühler und den Mund vor seinem Angriffsspiel. So lauert er am stillen Ort- wartend auf fette Beute. Und seine Tat zum nächsten Mord erleben wir noch heute. Die Quappe kault recht ahnungslos will ein paar Algen essen.

Frühlingserwachen Das Wintereis schmilzt weich dahin an letzten Februartagen. Jetzt wandelt sich der Vögel Sinn verliebt beginnt das Jagen. Schneeglöckchen läuten blütenweiß schon lang den Frühling ein. Krokusse sprießen bunt im Kreis. Ein Käfer sonnt am Stein. Wenn milder Regen Nächte nässt, beginnt das große Wandern. Der Grasfrosch sein Versteck verlässt stößt hüpfend auf die andern.