Gerhard Laukötter's Blog

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Libellenende Vorige Woche da flogen sie noch beschwingt voller Lust am Teichhimmel hoch. Ihre Flugkreise waren voller wildem Elan. Für Nachkommenschaft wurde reichlich getan. Als ich diese Tiere in der Luft jagen sah, da wusste ich gleichwohl: Ihr Ende ist nah. Auch wenn sie heute vor Leben nur so sprühen, wird solch ein Tag wohl nicht mehr ihnen blühen. Das Wetter fand doch dann zu seinem Herbst zurück. Jäh endet in Kälte… Weiterlesen

Wenn das Hechtkraut blüht Wenn das Hechtkraut blüht, im Gartensommer Herbstliches heranzieht. Am Teich schwindet die Zahl der Seerosensonnen Jeden Tag werden immer mehr Netze gesponnen. Von den Bäumen fällt jetzt schon das erste Laub Bienen finden immer weniger Blütenstaub. Johannisbeeren funkeln seit Tagen rot. Der Amselmagen kennt daher keinerlei Not. Die Vögel mögen kaum noch Kirschen fressen. Diese bleiben am Baum fast wie vergessen. Das tägliche Froschkonzert wird öfter abgesagt. Das… Weiterlesen

Wasserträume Glitzernd, spiegelnd wellig kräuselnd liegt der Teich in grünem Grund. Warmer Wind an Blättern säuselnd Wasser riecht aus seinem Mund. Auf der alten Bank da sitze ich und träume vor mich her. Sehe auf der Binsenspitze der Libellen Wiederkehr. Runden fliegend, flatternd, kreisend Flügel blinken sonnig hell – cyanblau gefärbte Reisen mal fast schwebend dann sehr schnell. Aus dem Wasser taucht die Spitze einer Schnauze etwas auf.

Zwei (bis drei) Welten Die Sonne lacht warm in den Teich. Es blinken Wasserlichter. Seerosenblätter tellergleich verschwimmen immer dichter Die Oberfläche von dem Blatt wird strahlend hell bebrütet. Sie lockt den Frosch zum Sonnenbad, der so den Tag vergütet. Libellen himmlischblau geschmückt verkrümmen ihre Bäuche, bis dass das letzte Ei entrückt gebären ihre Schläuche.

Total verwanzt Auf dem Wasser kreisend tanzen sehr geschickt die Wasserwanzen. Teich- und Wasserläufer flitzen, ohne Wasser zu verspritzen. Füße sind perfekt gebaut für des Tümpels Wasserhaut. Kurz zum Luftholen tauchen immer oben auf die Rückenschwimmer. Ihre großen, roten Augen effektiv zum Jagen taugen. Manchem wurde zum Verhängnis Notonectas scharfer Biss. Schwimmwanzen sind fast noch frecher Gelten als fiesböse Stecher. In der Gruppe attackieren, heißt für Opfer schon verlieren.

Vor dem Abflug Ein Maientag der besten Sorte ich stehe fröhlich an dem Orte, wo grüne Frösche quaken laut und ein Insekt steigt aus der Haut. Als es der Hülle dann entsteigt, hab ich mich zu ihm hin geneigt. Ich strecke ihm bald meine Hand. Die Frischgeschlüpfte darauf fand für sich einen Platz schön an der Sonne Für beide war es eine Wonne. War es ein Plattbauch oder Vierfleck? Bestimmungsroutine war leider… Weiterlesen

Heimkehrer Herrlich milder Frühlingsabend kurz nach Ostern im April. Stundenlang im Garten grabend Möhren säend und auch Dill. Gartenarbeit weckt Gefühle, hebt das Herz in frischem Takt. Wie ich in der Erde wühle, hab ich Sorgen abgehakt. Abends in der Dämmrungs Mitte kehr ich an den Ort zurück. Lenke meine müden Schritte in mein kleines Gartenstück. An dem Teich da bleib ich stehen. Dottergelbe Blütenpracht kann ich in dem Spiegel sehen –… Weiterlesen

Schmuddelkrebse Gelblichgrüne dicke Brühe hat den Weiher eingedickt. Keschern macht enorme Mühe. Algenfäden sind verstrickt. Mit den Händen zieh ich Stränge lauter Pflanzen hier an Land. Überraschend ist die Menge kleiner Tiere, die ich fand. In dem Dickicht klettern viele Wasserasseln träg umher. Haben scheinbar keine Ziele, laufen alle kreuz und quer.

Bosmina longirostris Nur ein halber Millimeter misst der Krebs, dies Weihertier. Winzig größer sind die Väter Mütter schaffen 0,4. (mm) Doch sie treiben massenhaft oben in der Wasserhaut. Mit der Filterbeine Kraft wird Geschwebe dort verdaut. Rüsselartig ausgezogen wächst der Kopf zur Nase fast. Diese ist recht krumm gebogen bis zu dem Antennenast. Nur ein Auge dient zum Sehen ist ein großer schwarzer Fleck.

Hufeisenwirbler Ruhig schwimmt ein Rosenblatt sonnt sich auf dem Altarmweiher. Oberfläche glänzt, ist glatt unten kleben Schneckeneier. Zwischen all den Laichgelegen hängt ein seltsam zartes Tier, will sich weich und sanft bewegen. Alles wird zur Schönheit hier. Feine Fäden bilden Kränze spielen als Tentakel mit, zeigen leichte Schwebetänze Moostierchen im Wiegeschritt. Ständig wirbeln Wimpernbänder Wasser strömt durch sie heran, wird dabei zum Nahrungsspender, Algen zieht es in den Bann.