Gerhard Laukötter's Blog

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Ein bisschen Weihnacht Ein bisschen Weihnacht würd ich mir erhoffen vom Wettergott – doch der ist wohl verreist. Ein bisschen Weihnacht, dass mein Herz wird offen dass Alltagstrott in mir nicht fest vereist. Ein bisschen Weihnacht – ja: „Wir schaffen das!“ dass Heimatlose bei uns endlich Frieden finden. Ein bisschen Weihnacht macht das Flüchtlingsauge nass, wenn wir uns nächstenliebend mehr verbinden. Ein bisschen Weihnacht verklärt mit Kitsch aus Engelshaaren dazu der Tisch… Weiterlesen

Zerrissen Ein alter Weidepfahl in sich zerrissen – spaltet sich bald wohl selbst entzwei. Sein Faserwerk so tief gesplissen Standfestigkeit ist längst vorbei. Seine Jahresringe arg zerklüftet – manch Höhle klafft lichtleer zum Grund. Der Zeitverbund sich spröde lüftet. Leicht frostig küsst die Morgenstund. Wie faltig schaut das Holzgesicht nach vielen rauen Wetterjahren. Der stärkste Kern inmitten bricht – wo einst die größten Kräfte waren. Ein jedes Jahr zeugt neuen Ring Der… Weiterlesen

Blumengefühle Wenn Frühlingssonne Wärme macht, Marienblümchen dazu lacht, lässt seichter Wind die Lüfte hoffen, bleibt Tulpenkelch besucheroffen. Der Schneeglanz strahlt morgens so hell Seine Blütenstiele wachsen schnell. Zum Abend schließt sich manch Gesicht. Des Mondes Blässe sehnt sie nicht. Das Lungenkraut schaut eher bescheiden will himmelblau sein Antlitz kleiden. Doch altern seine Blütenblätter, erscheint ein Lilarot dann später. Sind Farben lauter stumme Sprachen – oder sind Wohldüfte die Sachen, über die Blumen… Weiterlesen

Eigentlich… Eigentlich haben die meisten schon fast alles, Wir müssen zuerst Müll produzieren, um neu zu konsumieren. Eigentlich haben wir schon alles, Wir müssen Weihnachtsgebäck probieren, um nicht an Übergewicht zu verlieren. Eigentlich haben wir schon alles, Wir schmücken unsere Räume weihnachtsneu, Was die Chinaimporte hoch erfreut. Eigentlich sind wir schon mehr als satt, um mal wieder Appetit zu bekommen, haben wir Exotisches zu uns genommen. Eigentlich sind wir längst glaubensentwöhnt Doch… Weiterlesen

An Tagen, wie diesen… An Tagen, wie diesen, Bleibt der Himmel oft grau An Tagen, wie diesen, Werd ich aus dem Himmel nicht schlau. An Tagen, wie diesen, Soll wohl Weihnachten sein. An Tagen, wie diesen, Bedienen wir den Schein. An Tagen, wie diesen, Da schmiert das Geschäft. An Tagen wie diesen, geht des Ärmsten nur schlecht.

Ein Toast auf den Parkteich Es schnattern die Enten am Schlossparkteich. Am Ufer treibt Toastbrot ganz butterweich. Kinder und Rentner werfen händeweise Brötchen und Brot ziehen Wellenkreise.