Gerhard Laukötter's Blog

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Alles Möhre – oder was? Jetzt, wo der Winter spät und kalt braucht man was Warmes ziemlich bald. Heut möchte ich mir Möhren kochen. Es gab sie nicht die letzten Wochen. Ein Sack voll Wurzeln stand im Keller, die kamen sonst nicht auf den Teller; denn unsere Schafe kriegten sie: was Gutes braucht das arme Vieh. Futtermöhren sind die gewesen, die als unschön waren ausgelesen. Zu groß, zu klein, zu krumm, zu… Weiterlesen

Möhren Von Möhren ja da hören wir, sie seien gesund. Aus diesem Grund macht das kleine Kind z. B. mit Karotten und Rind frühe Kunde im Munde. Das Carotin – wie man weiß – löst sich am besten heiß in goldiger Butter. Meine Mutter das erlernte sie: mit Petersilie können die Möhren geschmacklich betören. Für unterwegs – viel besser als ein Keks – werden Möhren geschält. Das Knabbern das zählt zu den… Weiterlesen

Paprika Wie ich anfing, Mittagsgerichte zu studieren, und in der Rinderbouillon zerschnittene Nieren fand – im Rindsgulasch kleine rote Granaten entdeckte, deren gewaltige Schärfe mein Zünglein erschreckte, stand ich unwissend vor einer seltsamen Gemüsefrucht, die auf dieser Welt wohl ihresgleichen sucht. Dann – es war wohl um das siebte, achte Lebensjahr, da begegnete ich erstmals der großen roten Paprika. Wann mir später die fleischigen unreif grünen Schoten als Mahlzeit testweise wurden angeboten,… Weiterlesen

Rettichrosen Man glaubt es erst, wenn man es sieht. Gestaltungsfantasie scheint grenzenlos. Was da so zart zu Markte blüht, ist blumenschön doch rosenlos. Ein alter Mann weit aus Fernost, den sah ich hockend sitzen. In seiner Hand Gemüsekost tat er kunstvoll beschnitzen. Mit exaktem Maß und sicherem Schnitt wird rote Beete fein seziert. Die neue Form teilt sich bald mit, weil sich das Knollige verliert. Aus klobigem Rübengesicht ganz plötzlich eine Rose… Weiterlesen

Blumenkohl Der Blumenkohl Der wächst sehr wohl Im Garten wie im Feld Im ersteren fast ganz umsonst – Im zweiten eher für Geld. Nach außen spreizt er große Blätter. Im Inneren entwickeln später Sich unendlich viel an kleinen Blüten, die sich vor Sonne müssen hüten. Die Knospenkugel jung und zart Ist fleischig dick – und weich gegart Ein Hochgenuss als Kohlgemüs Schmeckt vornehm mild und etwas süß. Geb ich Zitronensaft hinzu –… Weiterlesen

Vergessenes Gemüse Seit gestern landet erster Schnee umzuckert zärtlich Pflanzenreste. Was ich am Morgen fröstelnd seh, sind weiß verpudert Winteräste.