Gerhard Laukötter's Blog

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Nahezu unberührte Gewässergüte Ein Eifelbach nicht namenlos der wurde im Betrachten groß. Ich stand am Sonntag am Uferrand und machte mich mit ihm bekannt. Was mir als erstes gut gefiel, das war sein schönes Wellenspiel. Bachwasser floss ins Tal hinab und jeder Stein im Fließen gab dem Strömen seine eigene Welle. Nirgendwo gab es eine gleiche Stelle. Das Foto, das ich dort gemacht , hat mir noch mehr Kenntnisse gebracht. Werbeanzeigen

Brauchen Steine für die Beine Von weither schallt`s wie Rauschmusik. Noch eh ich ihn zu sehen krieg, da weiß ich, bald steh ich am Bach. Sein Wasserlied macht mich hellwach. Erst milde Ströme züchtig quellen, dann türmen höher sich bald Wellen. Sie hüpfen über Stock und Stein – wollen dabei nur flüchtig sein. Wird Moosgestalt eilig durchflossen, dann zappeln lustig deren Sprossen. Schießt über Quader Wasserstrahl, kommt unser Bach dort tief zu… Weiterlesen

Doppelschwänzige Aderhafte Der starke Bach, der flotte Berglandfluss Wasserbewegung hält sie gut in Schuss. Die kühle Welle sauerstofferfüllt den schweren Stein ständig umspült. Unter diesem lebt eng angeschmiegt was später einen Sommertag nur fliegt. Die doppelschwänzige Aderhafte sich diesen Lebensraum verschaffte. Ganz flach gedrückt so eng am Stein da will die Strömung einmal gnädig sein. Der wilde Wasserstrom am frischen Ort reißt sonst Getier, treibt pausenlos es fort. Die Aderhafte passte sich… Weiterlesen

Rur – Futur Was wünscht sich wohl ein Fluss die Rur Nach so viel tausend Jahren? Der Mensch gab ihr manch neue Spur – Was gilt es zu bewahren? Im Hohen Venn da quillt die Rur Aus feucht versumpften Stellen. Ein Wanderer begegnet nur Mit Vorsicht diesen Quellen. Die Bachwelt hier im Rurgebiet Zeugt reichlich frische Arten. Ob man in Zukunft sie noch sieht, dass müssen wir abwarten. Am Anfang lebt die… Weiterlesen

Bachkonzert Dort, wo es aus der Tiefe quillt, Ein blinder Flohkrebs Hunger stillt. Die Höhlenassel körperzart An Sauberkeit so gar nicht spart. Von dem Besuch im Tageslicht Sie sich nicht allzu viel verspricht. Doch trifft sie an dem Quellenort Den Strudelwurm grad bei dem Mord. Der hat just seinen großen Schlund – Einzig allein aus Hungers Grund – Über den Flohkrebs aufgerissen. Das ist ein guter Frühstücksbissen. Die Quellenschnecke kriecht bedächtig raspelt… Weiterlesen

Tausend kleine Muscheln In freier Flur von Wald und Feld Seh manches ich, was kaum gefällt. Als Wasserfan und Bachgourmet Ich öfter meine Schritte dreh, wenn da ein Graben voller Schlamm ins Blickfeld mir beim Wandern kam. Kein klares Wasser blank und munter Sprang hier im Jugendstil herunter. Vielmehr lag vor mir nur Morast, in den die Hand nur ungern fasst. Das alte Blattwerk kaum bewegt Das hat der Herbstwind reingefegt. Hinzu… Weiterlesen

Besuch beim Bach Hinter unserem Garten fließt, wo Landschaft noch etwas Freiheit genießt, ein kleiner Alltagsbach mit Wasserströmen daumenflach. Das linke Ufer streckt sich hoch hinauf zur Bahn Am rechten malmt zu Sommerzeiten Rinderzahn. Das Bächlein rinnt in gerade Form gestreckt Es wirkt von braunem Schlamme leicht verdreckt. Vor Jahren fand ich ein paar Muscheln dort – Es war leider der letzte Ort, für diese sehr bedrohte Art.

Crenobia Fein schleichst du an der Unterseite von Steinen, die in Quellen ruhn. Du suchst nicht gern Für dich das Weite. Hast jagend Hier genug zu tun. Im kühlen Strom Der Quellen Fluss Ist alles wohl gerichtet. Weil Wasser treu Hier fließen muss, hat Schöpfung sich verdichtet.

Frei fließende Bäche – tierisch gut! Ist unser Bach recht krumm und wild, Erzählt er gern sein Lebensbild: Von kleinen zarten Glockentieren Sehn wir die Härchen ondulieren. Wo weiche Schwämme samtig sitzen, erkennt man fiese Nadelspitzen. Moostierchen mit Tentakelkränzen Durch elegante Schönheit glänzen. In ruhigeren, trüben Ecken Schlammschnecken allzu gerne stecken. Ist frisch das Wasser vom Grunde kalt, Da findet man Quellschnecken bald. Im Sediment und feinem Grus Gräbt sich manch Erbsenmuschelfuß… Weiterlesen

Wenn Fliegen köchern Wer einfach nur mal staunen will, beobachtet die Larven von Köcherfliegen abends still, die gehen selten schlafen. Wenn’s dunkel wird am Bachesgrund, Werden die Tiere munter. Zur dämmerigen Abendstund Wird dann ihr Leben bunter. Gefressen wird am Erlenblatt, das schmeckt ihnen am besten. Auch totes Holz macht ziemlich satt Gebiss lässt sich dort testen. Wenn Darm gefüllt, fängt Arbeit an: Denn Köcher gilt’s zu richten. So jede Nacht kommt… Weiterlesen