Gerhard Laukötter's Blog

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Nahezu unberührte Gewässergüte Ein Eifelbach nicht namenlos der wurde im Betrachten groß. Ich stand am Sonntag am Uferrand und machte mich mit ihm bekannt. Was mir als erstes gut gefiel, das war sein schönes Wellenspiel. Bachwasser floss ins Tal hinab und jeder Stein im Fließen gab dem Strömen seine eigene Welle. Nirgendwo gab es eine gleiche Stelle. Das Foto, das ich dort gemacht , hat mir noch mehr Kenntnisse gebracht.

In den Teich gesetzt Sag mir, wo die Teiche sind? Wo sind sie geblieben? Früher spielte ich als Kind dort mit alten Sieben. Sag mir, wo die Tümpel sind? Wo sind sie geblieben? Wenn ich heut die Stellen find, sind Häuser drauf geschrieben. Sag mir, wo die Weiher sind? Wo sind sie geblieben? Grast seitdem so manches Rind auf drainierten Wiesen.

Jeder Bach sucht seinen Weg Das Wandern ist des Menschen Lust über Stock und Stein mit forscher Brust. Der Wege gibt es ohne Zahl – sich zu entscheiden bleibt die Qual. Wer seine Schritte fleißig macht, hat es im Leben weit gebracht. Der Wandergeist wird frisch und wach, begegnet er dem hellen Bach. Das Wasser reist auf krummen Touren und wo es war, hinterlässt es Spuren. Jeder Bach der sucht sich seinen… Weiterlesen

Rur – Futur Was wünscht sich wohl ein Fluss die Rur Nach so viel tausend Jahren? Der Mensch gab ihr manch neue Spur – Was gilt es zu bewahren? Im Hohen Venn da quillt die Rur Aus feucht versumpften Stellen. Ein Wanderer begegnet nur Mit Vorsicht diesen Quellen. Die Bachwelt hier im Rurgebiet Zeugt reichlich frische Arten. Ob man in Zukunft sie noch sieht, dass müssen wir abwarten. Am Anfang lebt die… Weiterlesen

Die zweite Chance Im Juni ja da ärgere ich mich, Da wird mein Bach entkrautet. Was dann passiert, das kenne ich Und „Unterhaltung“ lautet. Wasser- und Bodenverbände Tun hier nur ihre Pflicht. Denn ihre Traktorhände Die kennen Reue nicht. Die Ufer müssen leiden. Der Schnitt nimmt alles fort. Wuchs gilt es zu vermeiden – Rasiert wird dieser Ort. Es wollte so schön blühen Der Saum am Wasserrand. Doch alles Wuchsbemühen Zerstört durch… Weiterlesen

Bachfolter Ab Mitte Juni kommen sie Die von der Unterhaltungskompanie. Dann wird gemäht und tief gefräst. Das Mähwerk bald darauf verwest. Ein kleiner Bach wird so gepflegt, dass sich das Wasser treu bewegt. Erst nahm man ihm die Urgestalt Verkürzte ihn mit Baugewalt. Vertiefte ihm sein Wasserbett Und düngte ihm die Aue fett.

Wasser bis zum Hals Wenn ich böse und aber ehrlich denke, Sind Hochwässer tolle Naturgeschenke. Was ansonsten brav zu den Meeren hin fließt, Sich urplötzlich als wahre Sintflut ergießt. Niederungen und Auenflächen Dann als Seen im Überfluss bestechen. Wären Flusslandschaften doch menschenleer, dann gäb es kein Wehklagen und Zetern mehr. Das an sich so kluge Menschengeschlecht Verteufelt die Fluten nach eigenem Recht. Man hat sich an Flüssen viel Städte gebaut, in denen… Weiterlesen

Unbefriedigend Nagelneue Hähnchenzuchtghettos solche haften inmitten maisblühender Landschaften. Was ist nur mit der Landwirtschaft los? Monokulturen werden verstromt Getreide wird nicht mehr geschont Hunger scheint nicht tödlich groß. Doch wo bleibt die gute fachliche Praxis bloß? Seit viel zu vielen Jahren Können wir über Amtsblätter erfahren, dass die Qualität von früh bis spät im Grundwasserbericht nicht unseren Wünschen entspricht. Durch die Böden rauscht viel Nitrat – Von der Gülle stammt ein Part… Weiterlesen

Quelliges Sie murmelt leise Plätschert und singt, Wenn sie hüpft und springt. Ihre Wasserspeise macht eine Reise zieht dabei Kreise, will Kiesel belecken, sich tosen in Becken, sich im Moose verstecken und Tiere frisch wecken. Aus felsigem Spalt Noch vom Grunde kalt Gurgelt sie hervor Am Wellentor – Bricht dann ins Licht Mit Zuversicht. Aqua perpetua Ist immer nun da – Nach der Eiseszeit Zum Fließen bereit.

Lippe(n)-Bekenntnisse Quellfrisch gekühlt und guter Dinge wurd sie geborn in Bad Lippspringe. Dort dacht sie sich, es sei am Besten, wenn sie sanft strömt und zwar gen Westen. Von Anfang führt sie gleich viel Wasser – das hält die Oberlippe nasser. Um Paderborn schlägt sie den Bogen – bedient sich dort der Paderwogen. Durchstreift beschwingt kuhgrünes Land und schiebt am Grunde mächtig Sand.