Nahezu unberührte Gewässergüte

Nahezu unberührte Gewässergüte

Ein Eifelbach nicht namenlos
der wurde im Betrachten groß.
Ich stand am Sonntag am Uferrand
und machte mich mit ihm bekannt.
Was mir als erstes gut gefiel,
das war sein schönes Wellenspiel.
Bachwasser floss ins Tal hinab
und jeder Stein im Fließen gab
dem Strömen seine eigene Welle.
Nirgendwo gab es eine gleiche Stelle.
Das Foto, das ich dort gemacht ,
hat mir noch mehr Kenntnisse gebracht. Weiterlesen

In den Teich gesetzt

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In den Teich gesetzt

Sag mir, wo die Teiche sind?
Wo sind sie geblieben?
Früher spielte ich als Kind
dort mit alten Sieben.

Sag mir, wo die Tümpel sind?
Wo sind sie geblieben?
Wenn ich heut die Stellen find,
sind Häuser drauf geschrieben.

Sag mir, wo die Weiher sind?
Wo sind sie geblieben?
Grast seitdem so manches Rind
auf drainierten Wiesen. Weiterlesen

Jeder Bach sucht seinen Weg

P1140268Jeder Bach sucht seinen Weg

Das Wandern ist des Menschen Lust
über Stock und Stein mit forscher Brust.
Der Wege gibt es ohne Zahl –
sich zu entscheiden bleibt die Qual.
Wer seine Schritte fleißig macht,
hat es im Leben weit gebracht.
Der Wandergeist wird frisch und wach,
begegnet er dem hellen Bach.
Das Wasser reist auf krummen Touren
und wo es war, hinterlässt es Spuren.
Jeder Bach der sucht sich seinen Weg.
Das Wasserband ist Spülbeleg.
Ein Bächlein startet mit der Quelle –
oft als sehr zarte Flüsterstelle.
Dann rinnt der Strahl im engsten Bett.
Mooskissen schmücken es oft nett.
Liegt grobes Holz, dicker Stein ihm quer,
dann fließt die Welle ganz umher.
Wie kleine Bäche sich vereinen,
sind sie mit sich meist noch im Reinen. Weiterlesen

Rur-Futur

RurzuflussRur – Futur

Was wünscht sich wohl ein Fluss die Rur
Nach so viel tausend Jahren?
Der Mensch gab ihr manch neue Spur –
Was gilt es zu bewahren?
Im Hohen Venn da quillt die Rur
Aus feucht versumpften Stellen.
Ein Wanderer begegnet nur
Mit Vorsicht diesen Quellen.
Die Bachwelt hier im Rurgebiet
Zeugt reichlich frische Arten.
Ob man in Zukunft sie noch sieht,
dass müssen wir abwarten.
Am Anfang lebt die Rur noch wild
Stürzt sich ins Tal berauscht.
Verzaubert schön das Landschaftsbild –
Getier wird stets getauscht.
Im Wald bleibt Wasser sommerkühl
Das freut auch Köcherfliegen.
Ein Strudelwurm mag es nicht schwül.
Will kalt am Steine schmiegen.
Seit langem staut sich Wasser blau
Und Täler sind ertrunken. Weiterlesen

Die zweite Chance

MädesüßDie zweite Chance

Im Juni ja da ärgere ich mich,
Da wird mein Bach entkrautet.
Was dann passiert, das kenne ich
Und „Unterhaltung“ lautet.
Wasser- und Bodenverbände
Tun hier nur ihre Pflicht.
Denn ihre Traktorhände
Die kennen Reue nicht.
Die Ufer müssen leiden.
Der Schnitt nimmt alles fort.
Wuchs gilt es zu vermeiden –
Rasiert wird dieser Ort.
Es wollte so schön blühen
Der Saum am Wasserrand.
Doch alles Wuchsbemühen
Zerstört durch Unverstand.
Weiterlesen

Wasser bis zum Hals

WasserpfützeWasser bis zum Hals

Wenn ich böse und aber ehrlich denke,
Sind Hochwässer tolle Naturgeschenke.
Was ansonsten brav zu den Meeren hin fließt,
Sich urplötzlich als wahre Sintflut ergießt.
Niederungen und Auenflächen
Dann als Seen im Überfluss bestechen.
Wären Flusslandschaften doch menschenleer,
dann gäb es kein Wehklagen und Zetern mehr.
Das an sich so kluge Menschengeschlecht
Verteufelt die Fluten nach eigenem Recht.
Man hat sich an Flüssen viel Städte gebaut,
in denen sich meterhoch Wasser nun staut.
Obwohl jeder weiß, die Fluten kehren wieder,
Reißt keiner sein Haus in der Aue nieder.
Wer vorsätzlich blöd in der Rinne baut,
hat Weisheit niemals mit Löffeln gekaut. Weiterlesen

Unbefriedigend

Unbefriedigend

Nagelneue Hähnchenzuchtghettos
solche haften
inmitten maisblühender Landschaften.
Was ist nur mit der Landwirtschaft los?
Monokulturen werden verstromt
Getreide wird nicht mehr geschont
Hunger scheint nicht tödlich groß.
Doch wo bleibt
die gute fachliche Praxis bloß?
Seit viel zu vielen Jahren
Können wir über Amtsblätter erfahren,
dass die Qualität
von früh bis spät
im Grundwasserbericht
nicht unseren Wünschen entspricht.
Durch die Böden rauscht viel Nitrat –
Von der Gülle stammt ein Part
Mineraldünger – wenn auch dosiert –
Sich wässrig ins Bodenlose verliert.
Im Grundwasser stofflich endet,
was oben die Krume geschändet.
Der Mais schießt grün und voller Kraft –
Was Wurzelsog dann nicht mehr schafft –
Das sucht sich sickernd seinen Weg
Die Analyse bleibt Beleg,
wie Grundwasser stark eutrophiert
und dabei Qualität verliert.
Nicht befriedigend urteilen Ämter schlicht
Im rot zensierten Grundwasserbericht.
Solch Wasser lässt sich kaum mehr trinken –
Wird faulig leicht – beginnt zu stinken.
Was früher klar im Grunde rein,
ist aufgedüngte Stickstoffpein.
Wann wird das tiefe Wasser gut?
Das Maisfeld schürt nur neue Wut.
Wenn aus der Quelle Sünden fließen,
dann darf das Korn so nicht mehr sprießen.

Quelliges

Quelliges

Sie murmelt leise
Plätschert und singt,
Wenn sie hüpft und springt.
Ihre Wasserspeise
macht eine Reise
zieht dabei Kreise,
will Kiesel belecken,
sich tosen in Becken,
sich im Moose verstecken
und Tiere frisch wecken.
Aus felsigem Spalt
Noch vom Grunde kalt
Gurgelt sie hervor
Am Wellentor –
Bricht dann ins Licht
Mit Zuversicht.
Aqua perpetua
Ist immer nun da –
Nach der Eiseszeit
Zum Fließen bereit. Weiterlesen

Lippe(n)-Bekenntnisse


Lippe(n)-Bekenntnisse

Quellfrisch gekühlt und guter Dinge
wurd sie geborn in Bad Lippspringe.
Dort dacht sie sich, es sei am Besten,
wenn sie sanft strömt und zwar gen Westen.
Von Anfang führt sie gleich viel Wasser –
das hält die Oberlippe nasser.
Um Paderborn schlägt sie den Bogen –
bedient sich dort der Paderwogen.
Durchstreift beschwingt kuhgrünes Land
und schiebt am Grunde mächtig Sand. Weiterlesen