Gerhard Laukötter's Blog

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Kreuzausverkauf Kirchen werden nun entsegnet. Das Gottesvolk sich eher begegnet in immer kleiner werdenden Kreisen, die zunehmend noch stark vergreisen. Kirchen werden sogar abgerissen Nur sehr wenige die vermissen den lang geschätzten würdigen Bau Bald stirbt auch noch die alte Frau, die jeden Tag noch treu her kam – sich Zeit zum Beten reichlich nahm. Friedhöfe müssen gleichsam weichen. Manch braucht ja heute für die Leichen kaum mehr ein großes Reihengrab –… Weiterlesen

Himmellos Kaum ein Tag – schwer oder leicht – der verstreicht, ohne zum Himmel aufzublicken. Manchmal da verstricken sich Gedanken zu illusionären Ranken. Schöne und grausame Wolken ziehen vorbei – dann räumt sich alles frei. Was macht den Himmel so blau? Sicher weiß das jemand genau. In der Nacht bestaune ich das Firmament. Ein Sternenmeer uraltes Licht verbrennt. Hier erlebe ich endlose Weiten, die meinem Verstehen Grenzen bereiten. Gibt es einen Anfang… Weiterlesen

Mein erster Ball – vor 60 Jahren Damals musste ich noch streng katholisch sein. Die Erstkommunion besaß fast einen Heiligenschein. Als kleiner Knirps fieberte ich hin zu diesem Tag – Ungeheures, Aufregendes in der Maienluft lag. Die kirchliche Prozedur war sorgfältigst einstudiert Der tiefblaue Anzug saß gut, am Revers war Schmuck drapiert. Nach eineinhalb Stunden gab es den befreienden Segen. Es ging schnell nach Hause – der vielen Gäste wegen. Eine Kochfrau… Weiterlesen

Losing my religion Als wehrloses Kind legte man mir allzu früh den lieben Gott ins unreife Hirn. Schablonenhaft wurde um mich herum gebetet insbesondere zur guten Nacht dann gab es meist noch ein Kreuzzeichen auf die Stirn. In der Volkschule regierte Religion als ein ernstes Unterrichtsfach. Schlechte Noten in der Glaubenslehre brachten unweigerlich Ungemach. Als Höhepunkt der frühen Jugendzeit galt der Empfang der heiligen Kommunion – gleichzeitig ein pompöses Familienfest: religiöser Gehorsam… Weiterlesen

Aufblicken Wenn nach nächtlich tiefem Schlaf unsere Augen Bilder schenken, wird der Anblick langsam scharf: in uns fängt es an zu denken. Erstes Bild zeigt oft die Decke leere Fläche ohne Sinn. Wenn ich dann die Uhr entdecke, weiß ich, wo ich stündlich bin. Aufzublicken, Himmel sehen nach einem kurzen Wiesentraum – Cirruswölkchen schwebend stehen – denn Bewegung sieht man kaum. Zu dem Vater aufzublicken, dass war kindlich angesagt. Ein Gebet zum… Weiterlesen

Heiligabend Vielen ist jeder (Feier-)Abend heilig – Sie wollen ihn ungestört verleben. Was ist eigentlich heilig? Etwa das Motto: „Alles wird gut!“? Wenn ich in die Welt blicke, finde ich da überhaupt etwas Heiliges? Auf Unheiliges, Unseliges stoße ich mehr als mir lieb ist. Mein Heil in der Flucht suchen, macht mich nicht heilig. Die Heilsarmee verfügt kaum über Heilige. Heilig, heilig, heilig …. Stammeln verstaubte Kirchenlieder – In der Hoffnung ,… Weiterlesen

Gebetet Ich hatte es plötzlich in der Hand: Ein ziemlich altes Betebuch – Im Haufen voller Trödeltand Geschmückt mit weichem Sammettuch. Die Vorderseite reich bestückt Mit Kreuz und Ornament. fand ich dies Buch so reich geschmückt, wie man es kaum noch kennt. Messing und Bein sind rustikal Ins Leder eingebunden 1869 ist die Zahl, da hat einst stattgefunden der Druck im alten Prag. Mir kommt tschechisch so böhmisch vor Was ich darin… Weiterlesen