Gerhard Laukötter's Blog

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Das Ende einer Hühnergeschichte Heute hatten wir in unserem Hühnerstall einen Todesfall. Die seit über drei Monaten erkrankte Lakenfelder-Henne lag tot im Auslauf und hatte ihre Augen verschlossen. Ihr Ende kam alles andere als unerwartet. Nach wochenlangen operativen Eingriffen in ihren Rachenraum nach Verabreichung von Antibiotika hatten wir lange die Hoffnung, es könnte noch eine Besserung eintreten. Weil aber die Wucherungen immer wieder neu ausgebildet wurden und sich auch an anderen Stellen… Weiterlesen

Eine kranke Hühnergeschichte Als wir aus dem Urlaub zurückkamen, meinte unser Sohn, ein Huhn würde seit etwa zwei Wochen glucken. Wir dachten sofort, das ist eines der Zwerghühner. Die wollen eigentlich immer im Sommer und sitzen ständig auf Nestern, in denen ein paar Eier liegen. Als ich am nächsten Tag mal nachschaute, wer da Nachwuchs ausbrüten wollte, war ich doch ziemlich überrascht. Die letzte der Lakenfelderhennen – schon fortgeschritten alt – saß… Weiterlesen

Hühnerkükenglück Irgendwann im Sommer ist es soweit: eine Henne wird gluckig, ist zum Brüten bereit. Sie wärmt das Gelege nun über Tag und bei Nacht Nach drei Wochen langer Sitzung ist es dann vollbracht. Mit dem Eizahn wird von innen die Schale gesprengt. Das Küken lebte dort ziemlich eingeengt. Aus flauschigen Federn piept es sogleich. Sie erkunden sofort schon das Erdenreich. Die Mutter ist besorgt macht die Flügel breit. Die Küken schlüpfen… Weiterlesen

Wolle kriegen Ein Schaf erfreut im Mai nichts mehr als ein Besuch beim Wollfrisör. Ein ganzes Jahr schwoll ihm sein Fell bei wenigen schwarz, den meisten hell. Wenn bald die Sommersonne brät, manch Schaf in Hitzestau gerät. Da helfen nur noch scharfe Messer – ist Wolle ab, dann geht´s sich besser. Solch Schaf ist plötzlich nicht mehr rund. Das kommt vom Haarescherenschwund. Danach sind sich die Tiere fremd. Sie kennen sich so… Weiterlesen

Die schmucke Schildkröte Mitten im Park an einem algigen Teich lag sie in der Sonne wie in der Wüste der Scheich. Der Körper im Panzer aus einem Guss. So knackt wohl keiner die harte Nuss. Die gelbbauchige Schmuckschildkröte entledigt sich so aller Nöte. In Mailands Park da geht sie fremd. Trug früher sie ihr Kinderhemd, da trieb sie sich noch anders rum zum Beispiel im Aquarium. Als Kind war sie im Zoogeschäft,… Weiterlesen

Schäbige Zeiten für Kakerlaken So ein schäbiges Dasein ist schon gemein, grübelte das braune Insekt. Was eigentlich in mir steckt, will keiner wissen. Nicht die kleinsten Bissen in den Küchenecken sollen mir schmecken. Nur in dunkler Nacht – hab ich gedacht, wag ich mich raus. Alles schläft im Haus. Meine langen Antennen erkennen, den kleinsten Futterrest, den man mir lässt. Etwas staubiges Mehl macht mich fidel. Ein Krümel vom Brot bringt den… Weiterlesen

Der Brummer Er kann gar nichts dafür – Zu offen steht die Küchentür. Der Braten kühlt grad auf dem Tisch, Ist knusprig, lecker, noch ganz frisch. Es strömt herum der Fleischesduft Zu denen, die man lockend ruft. Der Brummer lässt sich nicht lang bitten, Sitzt bald ganz tief und zwar inmitten Der eng verschmorten Bratenspalten, die langsam immer mehr erkalten. Der Brummer versteckt dort die Eier. Die Maden sind demnächst die Geier… Weiterlesen

Fleischfresser Mehr als 60 Kilo Fleisch pro Jahr hat jeder Deutsche just zerkaut. Ohne Knochen, Haut und Haar Wird Qualität oft gern verdaut. Für gutes Eiweiß gibt es Spender – Mal Rind, mal Schwein oder ein Hahn. Rollen die über Schlachthausbänder, Ist Tötung sicher schnell getan. Vom Tier kommt wirklich nur das Beste, das Auserwählte zum Genuss. Leben war lang nur ein Gemäste, weil das Gewicht stets stimmen muss. Hinterm Steak steckt… Weiterlesen

Federn lassen Noch ganz früh zu grauer Stund, bellt im Umkreis noch kein Hund. Ein Hahnenschrei aus unsrem Stall Bekommt von fern den Echohall. Ein dritter, vierter kräht im Chor Den Morgengruß mir tief ins Ohr. Kaum hat der eine ausgeschmettert, da wird von drüben her gewettert. Die Hennen singen gurgelnd leise Ein Zeterlied auf ihre Weise. Jetzt im August kommt Mauserzeit Da gibt’s ein neues Federkleid. Der stolze Hahn schaut bös… Weiterlesen

Furcht und Ekel vor acht Beinen Warum können unsere Spinnen Menschen kaum zum Freund gewinnen? Mit ihren Netzen voller Tücken Fangen sie doch für uns so viel Mücken. Auch manche lästige Fliege hängt Am seidnen Faden, der sie fängt. Trotz dieser vielen guten Taten Muss Spinne wohl auf Liebe warten. So mancher Mensch der schaudert schon Beim Bild von ihr im Lexikon. Wenn Spinne an der Decke hängt, der Mensch nur noch… Weiterlesen