Haselnüsse

HaselnüsseHaselnüsse

Im Herbstwind rüttelt das Gebüsch
Die Morgenluft schon feucht und frisch
Und Äpfel sich rot schminken
Blätter zu Boden sinken.
Am Haselstrauch wird es nun laut,
So wie man auf den Boden schaut,
liegen da braune Nüsse
als erntefrische Grüße.
Nach jedem Windstreich fallen sie
Und zwingen mich tief in die Knie,
um Schätze aufzuheben,
die mir Genüsse geben.
Das Jahr war blütengut.
Die junge Haselbrut
Wuchs kräftig in die Dicke. Weiterlesen

Vogeläpfel

ÄpfelVogeläpfel

Den letzten beißen die Hunde –
Solch ein Spruch macht öfter die Runde.
Doch wenn ich das richtig bedenke,
Sind die letzten Apfelgeschenke
Den Vögeln, die hier geblieben,
Zum süßen Verzehr beschieden.
Verführerisch rot leuchten Backen,
In die Drosselschnäbel tief hacken.
Sind diese endlich mal satt,
Kommen später an ihrer statt
Ein Haufen von Spatzen geflogen – Weiterlesen

Blütennachlese

SchafgabeBlütennachlese

Der Martinszug ist nimmer weit.
Tage jetzt früher dunkeln.
Der Wind von Blätterlast befreit –
Laternenlichter funkeln.
November ist die graue Zeit,
da Astern, Heiden blühen.
Bald kommt der Tag, an dem es schneit.
Und Öfen feurig glühen.
Doch heut ist es noch ziemlich mild.
Der Frost muss vorerst warten.
Ich mache mir ein buntes Bild
Von Blüten hier im Garten.
Vereinzelt treffe ich im Beet
Noch frische bunte Farben.
Andres verfault daneben steht,
Blumen, die längst schon starben. Weiterlesen

Lämmerliches (2)

SchafeLämmerliches (2)

Fünf Monate sind nun verstrichen,
Der Herbst hat Grünes fahl geblichen
Oder gar purpurrot entflammt –
Bevor zur Fäulnis es verdammt.
Die Lämmer, die so niedlich waren
Mit ihren krausen weichen Haaren,
Sind stämmig nun und voller Kraft
Und stehen als Böcke schon im Saft.
Das nette Schafsfamilienglück
Verändert sich so Stück um Stück.
Die eingewollten süßen Dinger
Sie saugten mir so gern am Finger. Weiterlesen

Es regnet Nüsse

HaselnüsseEs regnet Nüsse

Seit Tagen lässt der Haselstrauch
Die braunen Nüsse regnen.
So kühl und feucht will Morgenhauch
mir herbstlicher begegnen.
Zur Mittagsfrist noch Sonne wärmt
Doch ohne jedes Brennen.
Im Haselstrauch ein Eichhorn lärmt.
Es ist ein Dieb zu nennen.
Es nagt die Nüsse kreisrund auf,
um süßen Kern zu speisen.
Die Schalen liegen leer zuhauf
Und auf den Nager weisen.
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Weißer Riese

BovistWeißer Riese

Ab August, meist im September
Geh ich öfter zu der Weide.
Da ich mich dann gut remember
An den Pilz im weißen Kleide.
Kommt er hoch, fehlt im der Hut.
Kugelig schaut er nach oben.
Jung im Fleisch schmeckt er sehr gut
Dann will ihn die Küche loben.
Immer größer wächst die Frucht
Bald ist er fast kürbisgroß.
Wer gern einen Riesen sucht :
Der Bovist ist ein Koloss.
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Astern

HerbstasternAstern

Sie können wahrlich lange warten,
Eh ihre Blüten bunt erstrahlen.
Sonst sinkt das meiste welk im Garten,
Wenn Astern satte Farben malen.
Von Bäumen braune Blätter fallen.
Jed Sommerschmuck hat ausgedient.
Wie Birnen auf den Boden prallen,
wird der mit Faulem dicht vermint.
Bei dieser trüben Herbsttristesse
Zaubern die Astern ihr Gesicht.
Vermischen Farben mit Finesse
Und leuchten froh im späten Licht.
Da gibt es lila, rote Töne
Ein sattes Gold ist auch dabei.
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