Blattende

P1030321Blattende

Weißt du wie viel Blätter fallen
ganz für sich im Gartenwald?
Deine Schritte raschelnd schallen
Morgenluft haucht ziemlich kalt.
Schwacher Wind kann Blattwerk brechen
torkelt blind hinab zum Grund.
Bald ergreif ich großen Rechen
Blättermeer rauscht farbenbunt.
Weißt du wie viel Würmer warten,
krumentief graben sie herum?
Leben glücklich feucht im Garten
ziemlich blind und ziemlich stumm.
Blätter, die zu Boden fliegen,
zieht der Wurm ins Röhrenheim.
Wenn sie dort ein wenig liegen,
frisst er sie mit ganz viel Schleim.
Weißt du wie viel Wassertropfen
grünes Blatt im Regen nässen?
Längst verhallt ist alles Klopfen.
Jede Zahl wird schnell vergessen.
Weißt du wie viel Samen sprießen,
die der Wind dir hat geschenkt?
Weißt du wie viel Wellen fließen,
die die Quelle hat getränkt?
Farbenleuchten all der Blätter
geht durch Fäulnis bald vorbei.
Herbstlich trübes Nieselwetter
sehnt herbei den nächsten Mai.

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Herbstbuntes

rote ÄpfelHerbstbuntes

Wer malt seit Tagen knallrot Äpfel bunt?
Sie leuchten weit wie Weihnachtsschmuck.
Früchte so schwer und fast kugelrund,
dass bei jedem festen Daumendruck
mir frischer Saft spritzt feucht entgegen.
Nicht jede Sorte reift mit anderen zugleich.
vielwochenlanger Erntesegen
macht Gaumen froh, aromareich.
Birnen erröten dagegen seltener nur.
Sie lieben braune, gelbe Reifetracht.
Bei einigen bleibt immergrün die Fruchtkultur
Da knick ich ab mir zuckersüße Pracht.
Der Wilde Wein versinkt in purpurrote Töne
Der Ahornbaum verzaubert Blätter polychrom. Weiterlesen

Blattgold

AhorngoldBlattgold

So monoton grün waren die Blätter
Im Frühlings- und im Sommerwetter.
Der Ahorn braucht sein Chlorophyll
Photosynthese bleibt das Ziel.
So sammelt er für sich die Kraft,
die Wachstum immerzu dann schafft.
Im Herbst da endet die Saison.
Das Sonnenlicht sinkt früher schon.
Die Nächte länger und taukalt
Erwarten ersten Raureif bald.
Der Ahorn wechselt sein Gesicht
Gelbgolden strahlt er nun im Licht. Weiterlesen