Gerhard Laukötter's Blog

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Taubengrau vor himmelblau Im Gingkobaum noch blätterlos landet ein Taubentier. Sofort ist mein Interesse groß. Was will der Vogel hier? Er sucht sich einen Ruheplatz will seine Federn putzen. Die Pflege fern von jeder Katz soll ganz dem Äußren nutzen. Der Schnabel zupft in einem fort gräbt tief im Federnkleid. Das ganze gleicht fast frühem Sport – oder doch Eitelkeit? Bald brütet sie im krummen Baum. Der Taubenvater gurrt

Himmellos Kaum ein Tag – schwer oder leicht – der verstreicht, ohne zum Himmel aufzublicken. Manchmal da verstricken sich Gedanken zu illusionären Ranken. Schöne und grausame Wolken ziehen vorbei – dann räumt sich alles frei. Was macht den Himmel so blau? Sicher weiß das jemand genau. In der Nacht bestaune ich das Firmament. Ein Sternenmeer uraltes Licht verbrennt. Hier erlebe ich endlose Weiten, die meinem Verstehen Grenzen bereiten. Gibt es einen Anfang… Weiterlesen

Advent, Advent.. der Himmel brennt Für zehn Minuten brannte das Himmelszelt. Feuriges loderte in der Wolkenwelt. Der Tag war wettermäßig weder schön noch etwa hässlich. Zum Abend lugte noch die Sonne hervor Das Wolkenbett riss so manches Tor. In der Dämmerung waren Schäfchenherden locker am Horizont über den Erden. Die Dezembersonnenglut tat den Wölkchen richtig gut. Im Nu standen sie hell in Flammen Sie rückten enger noch zusammen, dass nur wenig Feuer… Weiterlesen

Umwölkt Kaum etwas ist veränderlicher als eine Wolke auf der Flucht. Ihre Körperform immer unsicher die Endgestalt wird stets gesucht – ohne dass sie je gefunden wird – weil sie sich ständig selbst verliert. Zwischen dem, was mancher Himmel nennt, und unserem Boden, wo wir stehen, ein Wolkenmeer die Sonne trennt, die wir milchglasig dann nur sehen. Die Geburt der Wolke liegt im Meer. Da kommt unendlich Wasser her. Verdunstet hebt es… Weiterlesen

Luftsprünge Für solche Luftsprünge fehlt mir einfach mehr als der Mut. Da schaudert in mir ängstlich und laut mein Blut. Trotzdem würde ich gern einen Gleitflug mal erleben. In Gedanken bin ich stark – aber leider dort nur eben. Hoch aus allen Wolken fallen, die keiner hier sieht – in meiner Fantasiewelt ja da geschieht vieles Unerfüllbare in Traumfilmen imaginär. Meine Wünsche laufen den Wirklichkeiten hinterher. Im Doppelpack rauschen sie rasant in… Weiterlesen

Himmlisches The sky is red – ein feuerrotes Himmelbett. Seit ewig färbt der Sonnenball die Erde rot beim Niederfall. Gefühleglut wird ausgelöst, wenn Untergang die Sinne stößt. Ist alles wieder grau in grau, dann fühlen wir wieder genau oft Schwermut oder gar Tristesse. Grau liefert selten Farbenstress. Der Himmel heut wölkchenbetupft im Feuerlicht Sehnsüchte ruft. Im warmen Ton vom Wolkenbauch mischt sich viel Wasserdampf wie Rauch.

Novemberfeuer Als hätte ein Emil Nolde seinen Pinsel geschwungen – am Himmel lauter feurige Wolkenzungen- im späten Novembernachmittagshimmelsbild da tanzten Farben ekstatisch als wild. Der Tag begann ganz windlos bis frosteisig kalt, schleiernde Nebel umschlangen den Rest vom Wald. So wie die Sonne über den kahlenden Bäumen stand, den zuckerreifen Glanz der Brennnesseln überwand, da wurde der dritte Novembertag spätherbstlich schön. Es gab am welken Gartenteich noch einmal Tanzstunden zu sehen. Mosaikjungfern… Weiterlesen

Aufblicken Wenn nach nächtlich tiefem Schlaf unsere Augen Bilder schenken, wird der Anblick langsam scharf: in uns fängt es an zu denken. Erstes Bild zeigt oft die Decke leere Fläche ohne Sinn. Wenn ich dann die Uhr entdecke, weiß ich, wo ich stündlich bin. Aufzublicken, Himmel sehen nach einem kurzen Wiesentraum – Cirruswölkchen schwebend stehen – denn Bewegung sieht man kaum. Zu dem Vater aufzublicken, dass war kindlich angesagt. Ein Gebet zum… Weiterlesen

Wolkenfeuer Wer hat die Wolken angefeuert? Wer hat die Sonne so gesteuert, dass sie den Himmel rot besticht – mein Gott – ich weiß es nicht! Im Sinken sammelt sich die Glut und Wolkentaschen saugen Blut. Was sich am Abendzelt entzündet, wie Licht den Weg ins Feuer findet, das bleibt Geheimnis der Natur bringt Augenlust mir dafür pur. Minütlich wechselt jetzt die Farbe. Die späte Luft besitzt die Gabe, ein Strahlenmeer grad… Weiterlesen

Heiligabend Vielen ist jeder (Feier-)Abend heilig – Sie wollen ihn ungestört verleben. Was ist eigentlich heilig? Etwa das Motto: „Alles wird gut!“? Wenn ich in die Welt blicke, finde ich da überhaupt etwas Heiliges? Auf Unheiliges, Unseliges stoße ich mehr als mir lieb ist. Mein Heil in der Flucht suchen, macht mich nicht heilig. Die Heilsarmee verfügt kaum über Heilige. Heilig, heilig, heilig …. Stammeln verstaubte Kirchenlieder – In der Hoffnung ,… Weiterlesen