Gerhard Laukötter's Blog

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Zärtlich verzweigt Ein Hauch von Schnee hat über Nacht die Zärtlichkeit dem Wald gebracht. Auf jedem dunklen Winterast liegt schmeichelnd eine Federlast. Der Baum, der gestern düster schaut, erscheint im Morgenlicht als Braut, die sich im weißen Federkleid so elegant den Welten zeigt. Ein wenig Schnee reicht da schon aus. Für Wintermäntel gibt`s Applaus. Die Zweige schwingen plötzlich leicht. Ein Flöckchenpelz alleine reicht, die Schwere aus dem Bild zu wischen und Flockenschweben… Weiterlesen

Krötennöte In einer Woch dann ist`s April Und Kälte macht noch, was sie will. Am Teich da herrscht die Eiseszeit Ist gar nichts für den Lenz bereit. Kein kecker Frosch, kein Krötentier Spielen die Liebesflöten hier. Sie hocken stumm noch im Verlies. Die Hochzeitsstimmung ist nur mies. Da gab`s ein Freien manches Jahr Nach Lichtmess bald im Februar. Im März da schwamm manch Molchesmann Ganz aufgeregt zum Weibe ran.

Ephemera – Hochzeit ohne Wiederkehr Was will ein langes Nymphenleben Eintagsfliegen eigentlich geben? Es dauert meistens rund ein Jahr, bis solch Insekt dann fertig war. Einige brauchen doppelt so lang Für den geflügelten Übergang. Ist Fliege frei, muss sie sich häuten, eh endlich dann die Glocken läuten zum Hochzeitsflug über Bach und Fluss, wo Ephemera bald enden muss.